Eurosport - So 05.Okt. 12:01:00 2008
Nach dem siebenmaligen Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong steht auch der einstige Telekom-Profi Alexander Winokurow vor einer Rückkehr in den Radsport. Dies werde der Kasache in einem Interview am nächsten Sonntag bekanntgeben, teilte der belgische Fernsehsender "Sporza" auf seiner Homepage mit.
Winokurow will die fragwürdige Comeback-Welle der "alten Radsport-Generation" fortsetzen. Seine Sperre wegen Fremdblut-Dopings ist am 24. Juli 2008 abgelaufen, in der kommenden Saison will der 35-Jährige wieder in den Rennsattel sitzen.
"Ich habe mein Image und meine Karriere Stein für Stein aufgebaut, so will ich nicht aufhören", wurde Winokurow auf der Homepage des flämischen TV-Senders "Sporza" zitiert, der am Sonntagabend ein Interview mit dem früheren Team-Kollegen von Jan Ullrich ausstrahlen wollte.
Widerstand von der UCI
Wie Armstrong sieht Winokurow seine Zukunft im Astana-Team, das ihn im Vorjahr nach seinem positiven Doping-Test suspendiert und sich von der Tour zurückgezogen hatte. "Ich denke, ich habe meinen Platz bei Astana", meinte der Vuelta-Sieger von 2006. Im kommenden Jahr plane er jedoch keinen Tour-Start. Stattdessen sei sein "erstes Ziel" im Frühjahr der Giro d'Italia, ehe er eventuell 2010 nach Frankreich zurückkehre. Diesen Plänen will der Weltverband UCI aber einen Strich durch die Rechnung machen. "Er darf erst zurückkehren, wenn er seine Zweijahressperre akzeptiert", kündigte UCI-Präsident Pat McQuaid an.
Der kasachische Verband hatte Winkurow, der im Vorjahr nach der 15. Etappe des Fremdblut-Dopings überführt worden war, nur für ein Jahr aus dem Verkehr gezogen. Da der Olympia-Zweite von 2000, der stets seine Unschuld beteuerte, Anfang Dezember seinen Rücktritt erklärt hatte, verzichtete die UCI auf einen Einspruch gegen diese milde Strafe. Nun kündigte der Weltverband den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS an, um gegen Winokurow, dessen Landsmann Andrej Kaschetschkin einen Tag nach Tour-Ende ebenfalls des Dopings überführt wurde, die übliche Zweijahressperre zu erwirken.
Gerangel um Kapitänsrolle bei Astana
Ob Astana, das auch wegen des Dopingfalls Winokurow bei der diesjährigen Tour nicht starten durfte, den verlorenen Sohn mit offenen Armen empfängt, ist fraglich. "Es ist Winokurows Wunsch. Mit uns hat es keinen Kontakt gegeben", betonte Astana-Sprecher Philippe Maertens. Ohnehin rangeln sich in Armstrong, Levi Leipheimer und Vuelta-Sieger Alberto Contador schon drei Top-Kräfte um die Führungsrolle in der Equipe von Andreas Klöden.
Allerdings dürfte Winokurow in Kasachstans Verteidigungsminister Danial Achmatow, zugleich kasachischer Radsport-Präsident, einen mächtigen Fürsprecher haben. Winkokurow jedenfalls ist optimistisch, dass die Rückkehr klappt, schließlich sei Astana gegründet worden, "weil ich die Tour gewinnen wollte."
Kommentare 1 - 10 of 10
Wino villaicht gibt es ja bald ein Schering oder Rathiopharm Team Preise gut Doping gut
alles schön und gut, aber Armstrong und Wino braucht kein Mensch mehr bei der Tour.
Die TdF 2008 war seit Jahren die Beste, gerade weil ohne Dope-Lance&Co. Die paar Spinner wurden erwischt - bestens, vielleicht noch ein paar mehr demnächst. Aber Armstrong - nein danke!
@berkesnic0: Das Team gibt es doch schon längst, einfach unter dem Namen Astana...
Ich habe auch mal geglaubt im Profi-(Rad-)Sport gäbe es die "bösen" und die "guten". Aber so einfach ist das eben nicht. Die Frage ist doch nur, wer erwischt wird und wer nicht. Glück hat derjenige, der das neueste Mittel hat, auf das noch nicht getestet wird. Die anderen haben eben einfach Pech. Wer gibt uns Laien eigentlich das Recht, uns als Richter und Moralapostel aufzustellen? Und wer glaubt ernsthaft, dass man eine Tour de France oder den Giro D'Italia nur mit Nudeln und Müsliriegeln bewältigt??? Meiner Meinung nach gibt es nur zwei Möglichkeiten. 1.) Alle Kontrollen einstellen und alles legalisieren oder 2.) Jedes Team (nicht die Fahrer!), das Dopingmittel einsetzt für immer und ewig zu sperren. Zu keiner der beiden Lösungen wird es jemals kommen. Zur ersten nicht weil wir ja so anständig und gewissenhaft sind (haha)...und zur zweiten nicht weil die Kohle die (Sport-)Welt regiert.
Warum nicht ein TED Team ( Team ehemaliger Doper ) ?? Ein Pharmakonzern als Sponsor !!!
Auch ich habe so meine Zweifel an der Glaubwürdigkeit eines Armstrong oder Winokurow und bin da nicht mehr so naiv wie vor 10 Jahren. Aber wenn wir mal ehrlich sind sind es doch die "großen" Namen, die im Sport ziehen. Veranstalte ein "Ehemaligen"-Rennen mit Armstrong, Ullrich, Basso und Co. und Du hast garantiert die höchsten Einschaltquoten und meisten Zuschauer. Das wollen die Leute sehen. Profi-Sport ist Geschäft, nichts anderes. Der wahre (Rad-)Sport findet tagtäglich privat auf den Straßen des Landes statt, ohne Zuschauer, ohne TV. Ob man es zugeben mag oder nicht, insgeheim wollen wir eine Tour de France lieber mit als ohne Lance Armstrong.
Astana wa auch nich wirlich glaubwürdig diese saison .... (bzw ihre Fahrer)
sonst +1 mit Gert F !
finde es schade das nur im Radsport vernünftig kontrolliert wird u dadurch der ruf des radsports kaputt gemacht wird.... weil die sportart an sich is wirklich interessant ( zumindest Bergetappenankünfte ) , da macht es echt spaß zuzugucken !
trotzdem sollten solche leute volkommen aus dem verkehr gezogen werden .... 2 jahre sind vieeel zu wenig ! es lebe der ehrliche sport ( den es leider kaum mehr gibt :( )
schade um das team astana, nach der komplett sanierung der kasachen anfang dieser saison kommen jetzt die fahrer zurück die den sport "zwei deutig" geprägt haben (positiv wie auch negativ) und somit kann man den sport und den rennstall nicht glaubwürdiger machen wenn man auf dopingsünder zurück greift.
Naja, als Radsportfan, wird man leider immer wieder enttäuscht, wenn ein Armstrong zurück darf/kann, dann acuch ein Vino, das ist jedoch enttäuschend, das ein Mensch, aller SInkewitz, der sagt was ist, und deswegen icht mehr fa
hren wird, der radsprot geht immer mehr kaputt, es tut immer weh, sowas zu erleben.
Warum sollte er nicht fahren dürfen ? Robert Millar fährt auch.
Politiker die Lügen werden wieder gewählt. Die Frage in Deutschland darf gestellt werden was ist schlimmer ein Sportler der Doping genommen hat oder ein Sextäter
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