Eurosport - So 05.Aug. 18:36:00 2007
Deutschlands Schwimmer sind bei den Paris Open selbst in Abwesenheit der US-Stars baden gegangen. Auch Superstar Britta Steffen konnte die Bilanz mit Platz zwei über 50 m Freistil in 24,97 Sekunden hinter der schwedischen Siegerin Therese Alshammar und Rang vier über 200 m Freistil nicht retten.
Eine überraschende Niederlage mussten ein Jahr vor Olympia 2008 in Peking die Weltrekord-Frauen über 4 x 100 m Freistil hinnehmen. In 3:39,53 Minuten kamen Britta Steffen, Annika Lurz, Petra Dallmann und Meike Freitag hinter Frankreich (3:39,24) auf den zweiten Platz. "Das ist nicht tragisch, so ist der Sport", sagte Britta Steffen. Beste Einzelplatzierungen waren Rang zwei für Janine Pietsch über 50 m Rücken und Platz drei für Helge Meeuw über 100 m Rücken.
Das Fazit von Cheftrainer und Sportdirektor Örjan Madsen fiel ernüchternd aus. "Sie waren mehr oder weniger durch die Bank schlicht und einfach langsamer als erwartet. Da muss man nicht noch jemand hervorheben, der besonders schlecht war", stellte er nach dem bescheidenen Abschneiden des 25-köpfigen Teams fest. Sonstige Leistungsträger schwammen an den Finals vorbei. Weltklassschwimmerin Annika Lurz (Würzburg) scheiterte über ihre Lieblingsstrecke 200 m Freistil schon im Vorlauf. Thomas Rupprath wurde über 50 m Schmetterling Sechster.
Trotz Bestzeit am Sieg vorbei
In 1:59,05 Minuten hatte die Berlinerin Steffen über 200 m Freistil trotz persönlicher Bestzeit nichts zu bestellen. Der Sieg ging in 1:58,19 Minuten an die Italienerin Federica Pellegrini. Meike Freitag (Frankfurt) wurde Sechste. Favoritin Annika Lurz (Würzburg) hatte sich schon im Vorlauf verabschiedet. "Ich bin taktisch auf dieser Strecke noch nicht so heimisch, deshalb sind sie mir davon geschwommen", sagte 100-m-Weltrekordlerin Steffen.
Die Ingolstädter Europarekordlerin Pietsch verausgabte sich im Halbfinale über 100 m Schmetterling und musste sich anschließend im Endlauf über 50 m Rücken in 28,60 Sekunden Frankreichs Star Laure Manaudou (28,50) geschlagen geben. Über 100 m Schmetterling am Sonntag wurde sie in 59,67 Sekunden Fünfte. Der Frankfurter Meeuw musste sich beim Sieg des Amerikaners Aaron Peirsol (53,17) über 100 m Rücken in 54,55 Sekunden mit Rang drei begnügen.
Der Rostocker Thomas Rupprath schwamm über 100 m Rücken am Finale vorbei und wurde Sechster über 50 m Schmetterling. Sarah Poewe (Wuppertal) belegte Platz sieben über 100 m Brust.
dpa / Eurosport