Eurosport - Sa 05.Jul. 13:02:00 2008
Erst Rot jetzt Silber: Nach Felipe Massa (Ferrari) in Session eins hat McLaren-Mercedes-Pilot Heikki Kovalainen das 2. Training von Silverstone dominiert. Sein Teamkollege Lewis Hamilton wurde hinter Mark Webber (Red Bull) Dritter. Als bester Deutscher fuhr Nico Rosberg (Williams) auf Rang fünf.
Rosberg konnte sich gegenüber dem 1. Freien Training um fünf Plätze nach vorne arbeiten und so Sebastian Vettel im Toro Rosso als Sechsten hinter sich lassen. Als weitere deutsche Fahrer belegten Nick Heidfeld (BMW-Sauber), Timo Glock (Toyota) und Adrian Sutil im Force India die Plätze 13, 14 und 19. Glock konnte sich dabei nach einem Getriebeschaden auf Rang 19 liegend noch um fünf Ränge verbessern.
Kovalainen feierte einen ungefährdeten Trainings-Erfolg. Schon nach 30 von insgesamt 90 Trainingsminuten setzte sich der Finne an die Spitze, gab die Führung nicht mehr her und vergrößerte zum Abschluss seinen Vorsprung auf Rang zwei sogar noch auf über fünf Zehntelsekunden. Mit einer Zeit von 1:19,989 Minuten lag der 26-Jährige zwar noch unter der 1:20er Marke, kam aber nicht an die Zeit von Ferrari-Pilot Felipe Massa aus dem 1. Training (1:19,575 Minuten) heran.
Hamilton mit guter Vorstellung
Für Massa lief es hingegen durchwachsen. Nach seinem Unfall in der ersten Einheit mit erheblichem Sachschaden, dauerte es bis zur Halbzeit des zweiten Durchgangs, ehe die Mechaniker den roten Boliden wieder fahrtüchtig bekamen. Am Ende reichte es nur für den achten Platz. Dabei war Ferrari wohl mit vollen Tanks unterwegs, denn auch Kimi Räikkönen erreichte nur Rang zwölf. Das führende Team in der Konstrukteurswertung legte den Fokus offensichtlich auf die Abstimmungsarbeit für das Qualifying und das Rennen.
Obwohl es für den Lokalmatadoren Lewis Hamilton mit zwei dritten Plätzen in den beiden Trainingseinheiten gut lief, mussten die Fans am Rande der 2. Session auch eine Negativ-Nachricht verarbeiten: Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und Automobil-Weltverbandschef Max Mosley verkündeten das Ende für den Grand-Prix-Standort Silverstone im nächsten Jahr und den Wechsel ins nordenglische Donington Park ab 2010. "Wir wollten eine Weltklasse-Strecke für die Formel 1 in Großbritannien. Etwas, auf das die Teams und die Fans stolz sein können", sagte der 77-jährige Ecclestone, der das lange Tauziehen mit den Streckenbetreibern in Silverstone beendete.
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