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Slalom-Kanute Pfannmöller gewinnt Gesamtweltcup

Sa 05 Jul, 16:32 Uhr


Augsburg (dpa) - Mit einem bravourösen Ritt durch die Wellen des Eiskanals hat Slalom-Kanute Erik Pfannmöller den größten Erfolg seiner Karriere wiederholt. Wie schon vor zwei Jahren sicherte sich der 23-Jährige aus Halle/Saale den Gesamtweltcup im Kajak-Einer.

Überlegen gewann er beim Weltcup-Finale in Augsburg mit fast drei Sekunden Vorsprung, dabei hätte ihm ein achter Platz zum Erfolg in der Gesamtwertung gereicht. «Eigentlich wollte ich es ein bisschen ruhiger angehen lassen. Aber da war die fantastische Stimmung, ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen und nur noch paddeln», schwärmte ein überglücklicher Pfannmöller.

Für den zweiten Podestplatz des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) sorgten die Zwillinge Kay und Robby Simon (Halle/Saale). Beim Sieg der zweimaligen Olympiasieger Pavol und Peter Hochschorner aus der Slowakei wurden sie Dritte. «Das war ein erfreulicher Auftakt des Weltcup-Finales», sagte DKV-Sportdirektor Jens Kahl. An diesem Sonntag finden auf der Olympiastrecke von 1972 noch die Entscheidungen im Kajak-Einer der Damen und im Canadier-Einer der Herren statt. Die deutschen Olympia-Teilnehmer sind in Augsburg nicht am Start.

Die Peking-Qualifikation hatte Pfannmöller verpasst, nun durfte er sich wenigstens über einen anderen Titel freuen. «Ein Trost ist es keiner, aber ich bin sehr zufrieden wie es gelaufen ist. Das war der größte Erfolg, den ich in diesem Jahr hätte feiern können außer Peking», sagte der Team-Weltmeister. Zufrieden waren auch die Simon- Zwillinge. «Zweimal Null und zwei starke Läufe. Wir haben gezeigt, dass wir zu den Top 10 zählen, heute sogar zu den Top 3», sagte Robby Simon. Zuletzt hatte er im Juni 2006 in Spanien auf dem Podium gestanden.

Mit klarer Zwischenbestzeit waren auch die Olympia-Zweiten Marcus Becker/Stefan Henze unterwegs, da gab es an Tor 13 einen Fehler sowie 50 Strafsekunden und am Ende Rang zehn. «Das war nur blind», meckerte Becker. Erst scheiterte der langjährige Parade-Zweier in der Olympia- Qualifikation, dann schloss sich eine Seuchen-Weltcup-Saison an. «Ich bin froh, wenn das Jahr rum ist», sagte Henze. Wegen 50 Strafsekunden war das Weltcup-Finale für Vize-Weltmeister Fabian Dörfler nach dem Halbfinale zu Ende. «Ich kann mir keinen Vorwurf machen», sagte der Augsburger und fühlte sich vom Kampfgericht bei der umstrittenen Entscheidung schlecht behandelt.

 

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    Von smithamandy, am Di 8.Jul. 8:04
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