Eurosport - Fr 05.Jun. 14:22:00 2009
Von wegen netter Schwede: Robin Söderling schert sich nicht darum, dass er zu den unbeliebtesten Spielern der Tour zählt. Nach seinem Überraschungs-Coup gegen Rafael Nadal ist Söderling auf dem besten Wege ins Finale der French Open - und will die finale Sensation.
Eigenwillig, direkt und streitlustig ist Robin Söderling. "Es interessiert mich nicht, ob die Leute mich mögen", sagt der 24-Jährige frei heraus. Es sind Sätze, die man von einem Hitzkopf wie Daniel Köllerer oder früher einem Marcelo Rios erwartet hätte. Aber von einem Schweden? Die kannte man eigentlich seit Björn Borg und Stefan Edberg als faire, sympathische Zeitgenossen mit ästhetischem Stil auf dem Feld. Doch Söderling passt nicht in dieses Bild. Er ist anders. Eher der Prototyp des Anti-Schweden. Aber er ist auf bestem Wege, nach seinem historischen Sieg über Rafael Nadal in Paris für die finale Sensation zu sorgen.
Nadal: "Keiner mag ihn"
Söderling ist ein wenig sonderbar, einer, der unter den Spielern keine Freunde hat und ihre Freundschaft auch nicht sucht. Für einen Netzroller während des Spiels würde er sich niemals beim Gegner entschuldigen, wie sonst üblich. Er sieht nicht ein, warum, es sei schließlich Teil des Spiels, sagt er. Vor vier Jahren weigerte sich sogar Roger Federer in der ersten Runde beim Turnier in Halle, weiterzuspielen, weil er das unsportliche Verhalten Söderlings nicht tolerieren wollte.
Vor zwei Jahren geriet Söderling dann in Wimbledon auch mit Nadal aneinander. Ihr Match hatte sich wegen schlechten Wetters über drei Tage hingezogen: Es wurde ein Nervenkrieg, den Nadal schließlich gewann. Söderling hatte dabei ständig die kleinen Marotten des Spaniers nachgeäfft, zum Beispiel das Zupfen an der Hose. "Wenn es einen Spieler gibt, mit dem ich niemals Doppel spielen würde, wäre es Söderling. Keiner mag ihn", hatte Nadal damals gesagt. Dass man sich nun ausgerechnet an Söderling als jenen Spieler erinnern wird, der Nadal in Paris bezwungen hat, ist besonders bitter für den Weltranglistenersten.
Schwedens einzige Hoffnung in den Top 200
Auch in Schweden blieb die Gruppe der Söderling-Fans lange überschaubar. 2005 hatte er einen Eklat verursacht, der seine Landsleute lange Zeit gegen sich aufbrachte. Söderling hatte damals die Davis-Cup-Partie der Schweden in Indien verletzungsbedingt abgesagt, aber für die folgende Woche beim Turnier in Bangkok gemeldet. Es gelangte an die Öffentlichkeit, dass seine schwedischen Teamkollegen ihm daraufhin hämische SMS schickten.
Niemand wollte ihm die Verletzung mehr abnehmen, man warf Söderling vor, er würde sein Land im Stich lassen. "Es war viel Lärm um nichts. Das ist vergessen", sagt Söderling heute und zumindest seit seinem Sieg über Nadal wird er in der Heimat gefeiert und mit Glückwunsch-SMS aus der ganzen Welt überhäuft - selbst Borg gratulierte.
Besonders seine Landsleute hoffen auf seinen Imagewandel, ist Söderling doch inzwischen als Nummer 25 der einzige schwedische Spieler in den Top 100, sogar unter den besten 200, rechnet man Thomas Johansson heraus, der kurz vor dem Karriereende steht. Dessen schwerer Verletzung hat es Söderling zu verdanken, dass Magnus Norman vor zwei Jahren Gelegenheit fand, auch sein Training mitzuübernehmen.
"Magnus hat mir sehr geholfen. Er versteht mich einfach, weil er selbst Spieler war. Er weiß, wie es ist", sagt Söderling. Norman hatte vor neun Jahren als letzter Schwede das Endspiel in Paris erreicht, wo er dem Brasilianer Gustavo Kuerten unterlegen war. Sein Schützling könnte ihm mit einem Sieg gegen den Chilenen Fernando Gonzalez am Freitag nun nacheifern.
In Düsseldorf fiel der Startschuss
Mit vollem Risiko und extremer Länge in seinen seltsam-geraden Schlägen spielte Söderling gegen Nadal und brach auch mit dem Sieg vor Augen nicht ein. Dass ihm gleiches auch im Viertelfinale gegen den Russen Nikolai Dawidenko gelang, beeindruckte umso mehr. "Jetzt kann ich endlich mein Potenzial zeigen", freute sich Söderling über den bereits größten Erfolg seiner Karriere.
Niemand hatte etwas von ihm erwartet, schon gar nicht auf Sand. Über die dritte Runde war Söderling noch bei keinem Grand-Slam-Turnier hinausgekommen, und so reiste die Mehrzahl der schwedischen Journalisten auch erst nach dem Nadal-Match in Paris an. Nun wittern sie die ganz große Sensation. Beim World Team Cup in Düsseldorf ließ Söderling bei der Vorbereitung auf Paris erstmals mit starken Leistungen aufhorchen: "Da habe ich gemerkt, wie gut ich auf Sand spielen kann. Das war der Startschuss für mehr." Zu wie viel mehr, wird sich am Freitag zeigen.
Kommentare 50 - 69 of 69
wie so eigentlich bad boy? der söderling ist einer der fairsten und sympathischten auf der tour! was er seinerzeit mit danal gemacht hat, war nur eine gerechte retourkutsche für dessen gehabe. er hat ihm nur sein spiegelbild vor das gesicht gehalten. darf sich dieser spanische lausbub eigentlich alles erlauben? die anderen werden für so ein verhalten ständig als bad boy und ähliches bezeichnet.
marion kruse... nein, du...
Dieser Kommentator nervt mich mittlerweile so stark das ich mittlerweile den Ton ausmachen musste, der hat mich schon bei Serena Williams gegen Kusnezova genervt. Und jetzt gewinnt auch noch der Söderling.
Der Kommentator beim Livespiel Söderling-Gonzalez ist unerträglich. Gebe ich meinem Vorredner völlig recht.
Seit wann kommentieren eure Tv Leute denn so eindeutig parteiisch??? Wie jetzt beim Match Söderling-Gonzalez? So ein Match ist eben ein Kampf mit allen Mitteln...
Söderling ist und bleibt immer ein nutzloses Ar$chloch, dass die Welt nicht braucht. Man braucht ihn nicht hochzujubeln, weil er mal gegen Nadal gewonnen hat. Der Typ ist die 25 der Welt. Also hat er auch nicht die große Fresse zu haben gegenüber besser Platzierten.
Nadal spielt übrigens nicht in Queens - Knieprobleme!!
Da Spielverlauf gerade laesst schon vermuten, das es der Finalist - wer immer es sein mag - sehr schwer gegen Söderling haben wird, der spielt voellig eiskalt, das ist seine groeßte Staerke..
Der Sieg der FO ist jetzt 'ne sichere Sache für Federer. Halbfinale und Finale werden wohl 2 klare 3:0 Erfolge, denn Sätze hat er ja schon genug abgegeben.
Außerdem wenn's einer wirklich verdient hat, dann er !!
Also ich muss sagen, inzwischen mag ich Federer richtig gerne. Maßgeblichen Anteil daran hatte, dass Federer sein Racket in Miami zerschmettert hat. Das hat für mich gezeigt, dass Federer doch ein Mensch und keine Maschine ist.´
Ich bin jetzt auch für ihn, obwohl ich die anderen 3 Halbfinalisten ebenfalls mag
Ich glaube in einem sind wir uns hier alle einig..
Das Eurosport auf Mails und Kritik nicht reagiert ist bekannt..
Aber bitte nimmt die sprechende inkompetente Schlaftablette
Jürgen Hötger aus dem Programm!!
Was bin ich doch für eine blöde Kuh, ich meinte natürlich diese Chanceverteilung:
Federer 51%
Del Potro 105%
Söderling 50 %
Gonzalez 19%
Sorry, ist ja auch egal...
Also die ganzen Nadalneider haben jetzt offensichtlich nach seiner Niederlage wieder gute Gründe ihn schlecht zu machen.Ist schon erstaunlich was einige Leute für einen begrenzten Horizont haben und innerhalb von Tagen,Wochen vergessen wer die Sandplatzsaison dominiert hat,es war Nadal.( für alle die an Alzheimer leiden) Und von wegen langweiliges Spiel, die spektakulärsten Ballwechsel kommen regelmäßig von ihm. Also macht euch doch nicht lächerlich.Wenn ich schon höre wenn Federer dieses Turnier gewinnt ,dann ist er wieder der aktuell erfolgreichste Spieler der laufenden Saison,was für ein Quatsch sich die Leute einbilden. Hallo aufwachen und fairbleiben bitte,denn die Saison ist noch lang und Bescheidenheit ist sowieso immer angebracht. An alle gleichgültigen Ignoranten ,die immer wieder meinen irgendwelche Tennisspieler hier mit Ausdrücken beschimpfen zu müssen ihr seid wirklich bemitleidenswert weil ihr mit extremen Minderwertigkeitskomplexen blind durch euer Leben zieht ohne Respekt vor anderen.Wenn ihr wüßtet das sich in jeder respektlosen Bemerkung anderen gegenüber sich euer armseliger Charakter wiederspiegelt würdet ihr es vielleicht anders machen.Und ich kann euch nur Mut machen es auszuprobieren eure Meinung zu vertreten ohne Respektlos anderen gegenüber zu sein. Das es auch anders geht ,ist doch bekannt also versucht es doch wenigstens mal.Übung macht den Meister und mit ein bisschen Geduld wird es klappen. ciao und bis dann!!
aspiano6
du hast den plan^^
wie auch schon gesagt wurde ist sport tagesformabhängig ...nach deiner rechnung wäre st. pauli ja auch stärker als bayern münchen weilse irgendwann mal bayern im pokal geschlagen haben...totaler quatsch
von wegen nadal hat mitgespielt (wimbledon und hosezupfen), der war sauer 8O)
nadal ist ein nur ein Debil der dan Ball hin und her wie verueckt schickt, und dabei meistens nicht weisst wie es am Tafel steht.
Federer-Soederling ist das beste Finale, dass es geben kann. Und denkt Bitte nicht, falls es dazu kommt,dass Soederling, dem altem Rodger, den Job leichter als spanicher idiot mactht, um sein groesstes Traum zu ervollen.
ja ich wünsche es dem del po, aber gegen fedex wohl unmöglich. ich drücke ihm die dauem
vamos del po
Früher hat sich Söderling daneben benommen, doch was ist jetzt? Man kann ja dann auch auf Federer zurückgreifen und sagen wie der geflucht hat und wieviele Schläger zertrümmert hat. Ich denke, er hat sich gebessert und er ist auf gutem Wege. Aber so sehr auf der Vergangenheit zurückgreifen ist nicht sehr fair.
Söderling ist ein Sonderling! Aberw arum sollen die nicht auch gewinnen. Man denke nur mal an Chang. Der war auch komisch und niemand ,mochte ihn auf Dauer. Dennoch war das Spiel gegen Lendl so ziemlich das sensationellste, was ich je im Tennis gesehen habe....
del potro wird es wohl schaffen, die Fo zu gewinnen.
Ein Finale gegen Robin wäre schon eine Sensation, aber ein Sieg von del Potro wäre genial!!
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