French Open - Safina weiter unaufhaltsam

Eurosport - Do 05.Jun. 19:26:00 2008

Dinara Safina hat in Paris zum ersten Mal in ihrer Karriere das Finale eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Die 22-Jährige lieferte im rein russischen Duell gegen Swetlana Kusnetsowa eine souveräne Leistung ab und verließ den Court Philippe Chatrier nach dem 6:3, 6:2 als strahlende Siegerin.

TENNIS 2008 French Open Dinara Safina - 0

"Ich habe nur von Match zu Match gedacht. Je weniger man erwartet, umso mehr erreicht man", sagte eine überglückliche Safina. Die jüngere Schwester des ehemaligen Weltranglisten-Ersten Marat Safin stand am Bois de Boulogne nach ihren Marathon-Matches gegen Maria Scharapowa und Jelena Dementjewa insgesamt gut zweieinhalb Stunden länger auf dem Platz als ihre Gegnerin. Überhaupt hat wohl kaum jemand mit einer derart nervenstarken und konstanten Leistung der Moskowiterin gerechnet. Seit ihrem Berlin-Sieg scheint Safina gereift.

In der Anfangsphase der Begegnung agierten beide Akteurinnen sehr nervös und taten sich schwer, zu ihrem Spielrhythmus zu finden. Safina hatte allerdings das glücklichere Händchen und ging mit einem Break in Führung. Kusnetsowa konterte umgehend, doch verlor im Anschluss erneut ihr Service. Diesen Vorsprung hielt Safina bis zum Ende des Satzes. Mit ihrem starken Vorhand-Cross zwang sie "Sweti" immer wieder zu Fehlern und sicherte sich beim Stand von 6:3 nach 37 Minuten den ersten Durchgang.

Erste Halbfinal-Pleite für Kusnetsowa

Kusnetsowa konnte zu keinem Zeitpunkt in der Partie von ihrer wesentlich größeren Erfahrung profitieren. Die St. Petersburgerin servierte vor allem beim zweiten Aufschlag extrem schwach und bot Safina damit immer wieder eine Angriffsfläche. Im Spiel der Weltranglisten-Vierten fehlte es an Konstanz und Sicherheit. Ihre Gegnerin returnierte glänzend und schnappte sich das Doppelbreak zur 5:2-Führung. Routiniert holte sich Safina bei 30:30 den Big Point und verwandelte durch mutiges Offensivspiel gleich ihren ersten Matchball - fast so als stünde sie täglich im Halbfinale von Roland Garros. "Ich bin total froh, weil ich heute wirklich gut gespielt habe", strahlte die Siegerin.

Für Kusnetsowa war es im vierten Semifinale die erste Niederlage bei einem Major-Event. Die 22-Jährige wurde ihrer Favoritenrolle alles andere als gerecht. "Es war eines meiner schlechtesten Spiele gegen sie. Ich habe meine Vorhand überhaupt nicht getroffen", gestand Kusnetsowa enttäuscht. Safina dagegen präsentierte sich seit einigen Wochen in der Form ihres Lebens, verlor selbst in scheinbar aussichtslosen Situationen nie das Selbstvertrauen und glaubte an ihre Stärken. Egal wie die Gegnerin im Endspiel auch heißt, Angst hat die Nummer 14 der Welt vor niemandem. Denn selbst bei einem Matchball gegen sich ist Safina noch lange nicht geschlagen ...

Annika Julier / Eurosport

Kommentare 1 - 2 of 2

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  1. To mi je nesto novo da hrvati i muslimani vole Rusiju!

    Von lovci, am Fr 6.Jun. 9:12
  2. safina du schaffst das weiter so..das ist dein sieg!!!

    Von Memic A, am Do 5.Jun. 20:27
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