Bundesliga - Podolski: "Einiges muss sich ändern"
Nach dem Sieg gegen Bayer Leverkusen ist der 1. FC Köln im Abstiegskampf in einer komfortablen Position. Im Exklusiv-Interview mit unseren polnischen Kollegen sieht Lukas Podolski den FC aber noch nicht gerettet. Zudem spricht er über seine Zukunft und mahnt Veränderungen im Verein an.
Das Interview führte Łukasz Przybyłowicz (Eurosport Polen)
Vergangenen Montag wurde die Mannschaft noch von den Schmierereien ("Wenn ihr absteigt, schlagen wir euch tot.") am Trainingszentrum begrüßt. Eine Woche später schlägt der FC den Tabellenzweiten. Wie ist das nach solch einem Beben überhaupt möglich?
Lukas Podolski: "Es ist gerade keine leichte Zeit für uns. Solch ein Durcheinander im Verein hat natürlich auch Auswirkungen auf die Mannschaft. In der nächsten Saison müssen sich einige Dinge ändern. Gegen Leverkusen hätten wir auch verlieren können, dann wäre unsere Situation schlechter. Aber wir hatten ein wenig Glück, und am Ende haben zwei Situationen zum Sieg gereicht."
Zwei Spieltage vor Saisonende liegt Köln vier Punkte vor dem Relegationsplatz. Würden Sie sagen, der Klassenerhalt ist damit geschafft?
Podolski: "Noch nicht. Wir haben am Wochenende ein sehr schweres Spiel in Frankfurt. Nur wenn wir da mindestens ein Unentschieden holen, bleibt Köln sicher in der Bundesliga."
Und wie sieht es bei Ihnen aus, bleiben Sie beim FC?
Podolski: "Das werden wir sehen. Es sind noch zwei Spiele, dann mache ich Urlaub. Danach werde ich über die Zukunft nachdenken. Aber so, wie es jetzt aussieht, bleibe ich in Köln.
Auf der Tribüne gab es viele Banner gegen das Management. Die Fans sind nicht zufrieden, wie es derzeit im Klub zugeht...
Podolski: "Das ist normal. Die Fans machen sich Sorgen um den Verein, deshalb ist die Stimmung auf der Tribüne nicht so gut."
Während des Spiels gegen Leverkusen haben die Fans lautstark den Namen des alten Trainers Frank Schaefer gerufen. Können Sie das verstehen?
Podolski: "Wir haben unter ihm ja gut gespielt. Als er die Mannschaft übernommen hat, hatten wir fünf Punkte, als er gegangen ist, waren es 35. Das ist eine gute Ausbeute. Es wäre sehr schön gewesen, wenn er auch in der nächsten Saison hätte bleiben können."
Mit Frankfurt wartet am Samstag ein schwieriger Gegner im Abstiegskampf. Ihnen reicht ein Unentschieden. Werden sie darauf spekulieren?
Podolski: "Nein, wir spielen nicht auf Unentschieden. Wir spielen auf Sieg und darum, endlich Ruhe zu haben."
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