Eurosport - Di 05.Mai. 11:41:00 2009
John Higgins hat Shaun Murphy (26) im WM-Finale von Sheffield klar mit 18:9 geschlagen und seinen dritten Titel gewonnen. "Es ist faszinierend, ich bin total überwältigt. Nach meinem ersten Titel musste ich so lange warten und jetzt so schnell der dritte", so der 33-jährige Schotte überglücklich.
Im 1001. Frame, den er in seiner Karriere im Crucible Theatre spielte, machte er den verdienten Sieg gegen Murphy perfekt.
Der "Wizard of Wishaw" ist damit der vierte Spieler nach Steve Davis, Stephen Hendry und Ronnie O'Sullivan, der einen dritten Titel im Crucible Theatre gewinnt.
"In dieser Reihe zu stehen ist eine besonders große Ehre, auch wenn Steve und Stephen ja noch ein paar Titel mehr gewonnen haben", erklärte Higgins.
Der Rest war Jubel
Auf den Tag genau elf Jahre nach seinem ersten Sieg bekam er zum dritten Mal den Traditionspokal überreicht. Direkt nach seinem Matchball stürmten seine Frau Denise sowie seine Söhne Pierce (8) und Oliver (4) die Arena und der Familienvater trug seine zehn Monate alte Tochter Claudia um den Tisch herum.
Vizeweltmeister Shaun Murphy, wie immer auch in der Niederlage mit viel Würde und Fairness, brachte es in seiner Analyse auf den Punkt: "Bis zum 5:5 war es ein offenes Match, aber dann war John in der zweiten Session überragend. Mit seinem taktischen Spiel und seinen Safeties brachte er mich immer wieder so in Schwierigkeiten, dass ich gar nicht wusste, was ich machen sollte." Aber er hatte auch vollkommen recht mit der Einschätzung: "Fünfzehneinhalb Tage lang war das eine tolle Weltmeisterschaft für mich."
In den zweiten Tag des Finales war John Higgins schon mit einer beruhigenden 11:5-Führung gegangen. Noch nie hat jemand mit so einer Führung nach dem ersten Tag den WM-Sieg noch verschenkt. So auch John Higgins nicht. In der dritten Session baute er seine Führung gar noch auf 16:8 aus. Zwar sorgte Shaun Murphy mit 91 und 79 für die höchsten Breaks dieser Session, während John Higgins nur zwei Serien von mehr als 50 Punkten gelang. Aber die Vorteile des Schotten bei langen Bällen und vor allem bei Safeties führten dazu dass er alle offenen Frames gewann.
Am ersten Frame des Abends legte John Higgins ein 48 vor. Shaun Murphy bekam noch einmal eine Chance, verschoss jedoch nach 21 Punkten schwarz vom Spot. Eine 58 von Higgins zum 17:8 war die Antwort. Den Triumph des 33-jährigen in seinem 1000. Crucible-Frame verhinderte Murphy zwar mit einer 59 im nächsten Durchgang, doch dann krönte sich Higgins mit Serien von 32 und 73 zum verdienten Weltmeister. Der Rest war Jubel.
Kommentare 24 - 43 of 43
Radsport
Enthüllungen in der ARD-Sportschau
Doping - Radsport-Amateur packt aus
Rheinland-Pfalz-Meister Philip Schulz hat in der ARD-Sportschau detailliert die Dopingpraktiken im Amateur-Bereich beschrieben und dabei den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) schwer belastet.
Radsportler; Rechte: dpa Doping im Radsport - BDR beteiligt?
Amateur Schulz erklärte in der Sendung am Sonntag (08.02.09), wie Dopingmittel benutzt, gelagert sowie ge- und verkauft wurden. Der erfolgreiche Amateurfahrer, der selbst bis 2010 wegen Doping gesperrt ist, hat gegen Fahrerkollegen Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittel-Gesetz gestellt. Schulz' Aussagen liegen bereits dem Bundeskriminalamt (BKA) vor, berichtet die Sportschau. Er will sich für die Ermittlungen in dem Verfahren dem deutschen Radsportverband BDR als Kronzeuge zur Verfügung stellen. Bislang hatten nur die beiden deutschen Radprofis Jörg Jaksche und Patrik Sinkewitz im Rahmen ihrer umfangreichen Doping-Geständnisse von der Kronzeugenregelung Gebrauch gemacht.
Video
08.02.2009 Amateur-Radfahrer packt aus
* 4:13 min | Sportschau | Das Erste
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Hat BDR falsches Attest gefordert?
Schulz behauptete zudem, dass ein 2007 positiv auf das Hormon hCG getesteter Radsportler von einem Mitarbeiter der BDR-Geschäftsstelle aufgefordert worden sei, "sich einen Befund über Hodenkrebs zu besorgen". Dies bestätigt auch ein weiterer Zeuge, dessen Eidesstattliche Versicherung der ARD vorliegt. Das Attest habe ein mit dem betreffenden Fahrer befreundeter Arzt ausgestellt, so Schulz weiter. Eine Sanktion sei nicht erfolgt. Auch diese Aussagen lägen dem BKA bereits vor.
Auf Anfrage erklärte der BDR, an einen Fahrer lediglich "die Empfehlung ausgesprochen zu haben, weitere Untersuchungen zu veranlassen, um eine Tumorerkrankung auszuschließen".
well done.
gratulation an den Wizard of Wishaw ! er hat excellentes snooker gespielt, und er ist ein verdienter Weltmeister !! gerade ihm gönne ich den titel wirklich, weil er ein sehr fairer spieler und sportsmann ist (wie die meisten im snooker-sport). natürlich hätte ich es auch shaun murphy gegönnt. aber higgins war in diesem finale eben einfach besser. insbesondere in der 2.session, die higgins mit 7:1 gewann. das war wahrlich weltmeisterlich. dafür hätte higgins eine statue vor dem crucible theatre verdient (und nicht jemand, der so unsportlich ist, und seinen gegner durch absichtliches husten stört...ich sag nur hendry-williams, frame Nr.15).
@ jenny: achso ich dachte schon irgendein offizieller hätte sowas gesagt
Zunächst einmal gilt meine Gratulation dem neuen Weltmeister - John Higgins!
Ganz verdient, weil er vor allem auch diese engen Matches gegen Jamie Cope und Mark Selby (jeweils nach Rückstand) noch gewonnen hat.
Das Ergebnis im Finale sieht jetzt doch recht deutlich aus, jedoch möchte ich anmerken, dass nahezu alle knappen Frames an John Higgins gegangen sind, Shaun Murphy sich oftmals verstellt hat (auch bei einem nicht so schweren Bild), und generell bei Shaun die Long Pots nicht so häufig gekommen sind.
Dennoch - man spielt eben meist immer nur so stark wie es der Gegner zulässt!
Interessant war für mich (als Snooker Neuling) doch auch schon die Stärken und Schwächen einzelner Spieler
ausmachen zu können. So würde ich wirklich sagen, dass mit John Higgins der vielleicht beste Allround-Spieler gewonnen hat.
Phantastisch finde ich das Break-Building von Stephen Hendry, die Long Pots von Shaun Murphy und das Safety Spiel von Neil Robertson.
@ speedfreak: ein User mit einer sehr speziellen Meinung im BBC 606-Forum, aufzufinden auf der BBC-Snooker-Seite
"schlechtesten weltmeister aller zeiten"? wer hat denn das gesagt oder geschrieben und wo?
ich finde es gab dieses jahr eine vielzahl von sehr spannenden spielen
schade finde ich, dass mark selby rausgeflogen ist, aber er ist ja immerhin gegen den weltmeister rausgeflogen ;)
gefreut hat mich dagegen, dass der fuer mich unsympathischste spieler auch rausgeflogen ist ;p
higgins war die komplette WM ueber sehr gut, schade nur, dass shaun murphy ihn diesmal im finale nicht so sehr fordern konnte bzw auch etwas pech hatte die uebrigen spiele waren wirklich top
Ich verfolge die Snookerszene seit nunmehr knapp 15 Jahren und bin verwundert, wie unterschiedlich die Reaktionen auf die diesjährige WM ausfallen. Vom angeblich "schlechtesten Weltmeister aller Zeiten" (BBC Forum) über die Diskussionen über die "freundlichen Taschen" und die "lausigen Tische" bis zu den jungen Wilden mit ihren "fliegenden Fäusten".
Meiner Meinung nach haben wir eine sehr gute WM gesehen, die im Match Higgins vs Selby ihren Höhepunkt hatte und durch Hendry's Maximum gekrönt wurde. Positiv war auch, daß sich die Berichterstattung weitestgehend auf den Sport konzentriert hat, und es nicht zu einer Neuauflage des ewigen O'Sullivan pro- und contra-Theaters kam.
Es hat sich aber auch gezeigt, daß die "young guns" durchaus da sind, aber eben noch nicht so weit, wie manche meinen. John Higgins hat die Schwächen im modernen Spiel (wenn auch manchmal glücklich) deutlich aufgezeigt. Durch sein effizientes und weitgehend risikominimiertes, taktisch cleveres und nervenstarkes Auftreten, hat er mich an die "gute alte Zeit" mit Davis, Parrott und Hendry erinnert. "Snooker the way it was meant to be played" eben. Genau das, was O'Sullivan auch vor der WM angesprochen hat.
Spieler wie Robertson, der in England ja gerne der "best potter of single balls" genannt wird, haben am Ende für ihre vielen Ungenauigkeiten im Stellungs- und Safetyspiel bezahlt. Ein Mark Allen hat bei all seinen extremen Stößen nicht umsonst unglaublich viele Kicks bekommen.
Gewonnen hat aber vor allem der Snookersport, der durch zwei tolle Botschafter im Finale würdig repräsentiert wurde. Glückwunsch an John und Shaun, ihr habt es euch verdient!
Glückwunsch John. Das konstant gute Spiel hat den verdienten Sieg gebracht. Schade das Shaun viele "leicte" Bälle verschossen hat, denn sonst wäre das Finale noch interessanter geworden. Mein Dank gilt ebenso für Rolf Kalb und Eurosport für die vielen Stunden toller Unterhaltung und Spannung. Ich hoffe es bleibt so, das andere Sportarten auch mal verspätet gesendet werden, wenn eine Entscheidung ansteht
Mit diesem Weltmeistertitel bringt John Higgins eine außergewöhnlich erfolgreiche Saison zum krönenden Abschluss. Wenn der Spieler, der im Einjahresranking ganz oben steht, am Ende auch noch Weltmeister wird, dann ist das schon eine runde Sache!
Ich hab zwar eher für Shaun Murphy die Daumen gedrückt, weil mich 2005 seine unbekümmerte Spielweise begeistert hat, aber Higgins hat wirklich verdient gewonnen. Schade, daß es so deutlich ausgefallen ist, Chancen waren für Shaun genügend da, aber grad bei den knappen, umkämpften Frames hatte Higgins stets die Nase vorn, und genau diese Frames zählen nunmal.
Respekt vor den Leistungen aller Teilnehmer, man hat wirklich hochklassige Spiele bewundern dürfen, und das Finale hätte durchaus auch von zwei anderen Spielern bestritten werden können, ohne das sich jemand darüber hätte beschweren können. Gibt genügend sehr gute Spieler, das verspricht Spannung für die nächsten Turniere.
Damit hat John Higgins ein wirklich sehr gutes Turnier gekrönt. Herzlichen Glückwunsch!
Gratulation. Hatte mich zwar im Achtelfinale und Viertelfinale für Cope und Selby geärgert, dass sie nicht weitergekommen sind gegen Higgins. Aber in den zwei letzten Runden hat er gezeigt, dass er nicht nur mental der Beste ist, sondern auch auf dem Tisch!
Well done Mr. Higgins.
Der wohl aktuell beste Allrounder hat verdient die WM gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!!!
Meinen Respekt an Shaun Murphy, er ist verdienter Vize-Weltmeister.
Eine tolle WM ist zu Ende.
Dank an ES für die vielen Live Stunden, Dank an Rolf Kalb, der wie immer sowohl on TV als auch im Forum sein Bestes gab.
Dank auch an die Community, Ihr habt mir unvergessliche Stunden bereitet.
Ju.
P.S.: Nach der WM ist auch immer vor der WM.
Herzlichen Glüclwunsch an einen verdienten WM! John hat das Endspiel beherrscht und sich die Krone zurück erobert...
Klasse John! :-)
Also mir sind ja irgendwie schon fast alle Snookerspieler ans Herz gewachsen (es gibt halt nicht solche klassischen Antipatie-Träger wie in anderen Sportarten, obwohl sicher viele mit eine Ronnie oder Neil oder was weiß ich anecken) aber er ist schon einer meiner absoluten Lieblinge. Ich finds großartig dass er sich hier quasi schon selbst ein kleines Denkmal gesetzt hat und ich hoffe dass noch viele Erfolge folgen.
Außerdem wars eine tolle WM... viel Offensivität, viele Centurys (der Höhepunkt für mich ist und bleibt trotz alledem das Maximum von Hendry bei dem ich gebannt vor der Glotze geklebt hab!) nur leider mit dem Wermutstropfen eines kurzen und nicht allzu dramatischen Finales... aber geil!
Danke Rolf! Danke Eurosport!
Herzlichen Glückwunsch John! Ein verdienter Sieg.
CONGRATULATION John Higgins!
It was such an unbeliveble final. And to watch it was so great. You´ve done it very well. … For me it was such a pleasure to see you smiling with your family after winnig it.
Greetings from Germany.
p.s. My english isn´t very well, sorry. But I´ll hope you could understand it if you´ll read it.
naja er hat die meisten centuries geschafft also ist die aussage dass seine breaks nicht die höchsten sind meiner meinung nach ein bisschen kritisch zu sehen...
krass was manche hier schreiben soll der higgins sich nach seinen siegen entschuldigen? oder freiwillig den gegner eine runde weiterlassen? wenn man ne WM spielt darf man ja wohl jubeln und an sich selber denken und muss nicht jeden einzelnen spieler aufm weg ins finale bedauern und lobend erwähnen wie toll er gekämpft hat aber trotzdem verloren hat blabla das will doch keiner hören ich wollte mark selby aber higgins war besser basta.
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