Berlin (dpa) - Bergsteiger Reinhold Messner hat den von China organisierten olympischen Fackellauf auf den Mount Everest scharf kritisiert und mit der Propaganda des NS-Regimes für Olympia 1936 verglichen.
«Das ist alles nationalistisches Gehabe, das ist Propaganda - ähnlich wie 1936 in Berlin bei der Olympiade», sagte der Südtiroler dem Audiodienst der dpa. «Dieser Fackellauf auf den Mount Everest ist in mehrfacher Hinsicht ein Nonsens.» Bergsteigen sei keine olympische Disziplin und außerdem verehrten die Tibeter den Berg als heiligen Ort, «als Tanzplatz der Götter». «Warum soll man da oben mit einer Fackel herumfuchteln?» fragte Messner (63), der selbst mehrmals den Mount Everest bestiegen hat.


