Die Leiden des Diego M.

Eurosport - So 06.Apr. 01:04:00 2008

Diego Maradona - der weltbeste Fußballer seiner Zeit wird im Film "Maradona - La mano de dios" von seiner ganz privaten Seite gezeigt, der Fußballer wird zur Nebensache. Sein Leben als Berg- und Talfahrt - Emotionen, Tragik und Gefühle bestimmen die Szenerie. Eine Filmkritik.

FOOTBALL 2008 Fußballfilmfestival Berlin - 0

Mit "La mano de dios" startete am Freitag das 5. Internationale Fußballfilmfestival "11mm" im Kino Babylon in Berlin-Mitte.

Die Filmbiografie vom italienischen Regisseur Marco Risi erzählt die Geschichte des begnadeten Fußballers: Seine Kindheit und Jugendzeit in ärmlichen Verhältnissen, die Liebe zur Nachbarstochter Claudia, die brillantesten Momente des Ausnahmesportlers und sein Privatleben in Extremen.

Großartige Schauspielleistungen, Originalspielszenen, Realismus und Emotionalität sind die Bausteine für ein außergewöhnliches Werk über den "Weltfußballer des Jahrhunderts".

Die tragischste Szene des Films: In einer Nervenklinik an ein Bett gefesselt spricht Maradona zu seiner Frau Claudia: "Einer hier erzählt immer, er sei Napoleon. Und alle glauben ihm. Ein anderer erzählt, er sei der Papst. Und alle glauben ihm. Ich habe erzählt, ich sei Maradona. Und niemand hat mir geglaubt."

Auch wenn sich der Film an der einen oder anderen Stelle etwas in die Länge zieht, so ist er doch eine äußerst gelungene Dokumentation. Gespickt mit Originalszenen aus dem Fußballleben des früheren Weltstars stellt der Film keineswegs eine Hommage an Maradona dar, sondern das größtenteils deprimierende Leben und den körperlichen Verfall des früheren Weltstars.

Für jeden Fußballfan ist der Film ein absolutes Muss. Eine Chance ihn zu sehen gibt es am Sonntag, 6. April im Kino Babylon um 19:30 Uhr.

Wichtige Fakten zum Festival:

Wann: Freitag, der 4. April bis Montag, der 7. April 2008

Wo: babylon berlin:mitte - RosaLuxemburgStr. 30 - 10178 Berlin

www.babylonberlin.de

Karteninformationen: Tel. +49 (0)30 24 25 969

UBhf. RosaLuxemburg Platz (U2, Bus 240, Tram M8)

Karl Dzuba / Eurosport