Bundesliga - Cottbus setzt Aufwärtstrend fort

Eurosport - Sa 05.Apr. 09:46:00 2008

Energie Cottbus hat einen wichtigen Schritt Richtung Klassenverbleib gemacht. Das Team von Trainer Bojan Prasnikar setzte sich im "Kellerduell" beim MSV Duisburg mit 1:0 (1:0) durch und hat nun bereits vier Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Ervin Skela (4.) erzielte das Tor des Abends.

FOOTBALL 2007-2008 Bundesliga Duisburg-Cottbus Jelic Skela Rost - 0

Mit dem Sieg feierten die Lausitzer ihren ersten Auswärtssieg seit 363 Tagen und ließen die Abstiegsplätze erst einmal hinter sich. Dagegen boten die Duisburger vor 24.000 Zuschauern in der MSV-Arena eine ideenlose Vorstellung und müssen weiter auf den ersten Heimsieg des Jahres 2008 warten.

"Wir haben heute gezeigt, dass wir auch für diese wichtigen Spiele die Nerven haben. Das Tor am Anfang war sehr wichtig, danach konnten wir ruhiger spielen", sagte Energie-Coach Prasnikar erleichtert. MSV-Trainer Rudi Bommer ärgerte sich vor allem über das schnelle 0:1: "Das darf nicht passieren. Danach wird es natürlich schwierig, weil Cottbus hinten gut gearbeitet hat."

1. Halbzeit:

Der MSV begann nach dem Auswärtssieg in Bremen in der vergangenen Woche sehr entschlossen. Bereits nach wenigen Sekunden prüfte Adam Bodzek mit einem wuchtigen Schuss Energie-Keeper Gerhard Tremmel. Doch der Ansturm der "Zebras" wurde jäh gestoppt, als Skela nach einer präzisen Flanke von Dennis Sörensen aus sechs Metern zum 1:0 einköpfte (4.). Doch die Duisburger zeigten sich kaum geschockt und drängten sofort auf den Ausgleich. Claudiu Niculescu probierte es mit einem Aufsetzer, scheiterte aber am starken Tremmel (12.).

Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte bemühten sich die Gastgeber um den ersten Treffer, doch im Angriff fehlten die Ideen, um die kompakte Abwehr der Cottbuser ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Dagegen hatten die Gäste noch eine Chance durch Daniel Ziebig, der aus 23 Metern knapp das Kreuzeck verfehlte. Mit einer knappen Energie-Führung ging es in die Kabinen.

2. Halbzeit:

Coach Bommer schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn seine Mannschaft agierte nun deutlich aggressiver. Caceres hatte den Ausgleich auf dem Fuß, setzte seinen Schuss aber knapp neben den Kasten (51.). Kurz darauf probierte es Niculescu mit einem Aufsetzer, doch erneut konnte er Tremmel nicht überwinden (56.). Die Gäste zogen sich in dieser Phase weit zurück und lauerten auf Konter, so auch in der 69. Minute, als Sörensen in den Strafraum lief und frei vor Tom Starke zum Schuss kam, doch der MSV-Schlussmann bewahrte sein Team mit einer glänzenden Fußabwehr vor dem 0:2.

Die Schlussphase gehört dann klar den Hausherren. Zunächst sorgte Ivica Grlic mit einem sehenswerten Freistoß aus spitzem Winkel für Gefahr (78.), dann scheiterte Maicon aus der Distanz an "Teufelskerl" Tremmel (81.). Die letzte Möglichkeit hatte dann Bodzek, doch dessen abgefälschter Schuss landete Zentimeter neben dem Gehäuse (87.). Letztendlich blieb es beim schmeichelhaften Erfolg der Lausitzer.

Spieler des Spiels: Gerhard Tremmel

Der Schlussmann der Gäste zeigte eine überragende Leistung. Der 29-Jährige bewahrte sein Team durch glänzende Paraden vor einem möglichen Gegentreffer.

Armin Schlicht / Eurosport