NBA - Mavericks schlagen San Antonio

Eurosport - Do 05.Mrz. 12:42:00 2009

Nach der Auswärts-Blamage in Oklahoma haben die Dallas Mavericks am gegen die San Antonio Spurs ihr Gesicht gewahrt. Die Texaner um Superstar Dirk Nowitzki trugen einen 107:102-Heimsieg davon. Es sah ganz so aus, als ob sie sich die Kopfwäsche von Club-Besitzer Mark Cuban zu Herzen genommen hätten.

BASKETBALL 2008-2009 NBA Dallas Mavericks Nowitzki - 0

Im Kampf um die Playoff-Plätze in der Western Conference haben die "Mavs" damit nun drei Siege Vorsprung auf die Phoenix Suns, die bei den Miami Heat 129:135 verloren.

Im Anschluss an die Offenbarung von Oklahoma hatte sich Cuban in einigen Zeitungsinterviews in Rage geredet und sogar einen Wechsel des kompletten Teams angedroht. "Mich interessiert nicht, was sie für Verträge haben. Ich tausche lieber den gesamten Kader aus, als unseren Fans noch einmal so ein Spiel zuzumuten", hatte der Milliardär gezürnt.

"Jeder Spieler, der nicht in der Lage ist, jedes Spiel ernst zu nehmen, der hat bei den Mavericks keine Zukunft", schimpfte Cuban weiter. Dem 50-Jährigen war bei der Schmach in Oklahoma vor allem der mangelnde Einsatz seiner hoch bezahlten Superstars sauer aufgestoßen. "Es hatte nicht nur den Eindruck, dass wir nicht wussten, was wir tun. Wir haben es auch noch ohne Willen getan", sagte Cuban.

Terry wieder auf dem Feld

Die Spieler schienen sich die markigen Worte ihres Chefs zu Herzen genommen zu haben, denn gegen San Antonio präsentierte sich das Team von Trainer Rick Carlisle von Beginn an als geschlossene und kampfstarke Einheit. Auch in der hektischen Schlussphase behielten die "Mavs" die Nerven und verleiteten Cuban nach dem Sieg zu einem kleinen Freudentänzchen auf dem Parkett.

Nowitzki wollte die erneute Wiederauferstehung seines mal wieder totgesagten Teams hingegen nicht mit dem Wutausbruch seines Clubbosses in Verbindung bringen. "Nein, er hat ja nichts zu uns gesagt. Ich weiß nicht einmal, ob alle Spieler mitbekommen hatten, dass er sich in den Medien geäußert hat", sagte der 30-Jährige. "Wir wussten selbst, dass wir dieses Spiel gewinnen mussten", meinte der Würzburger, mit 24 Punkten und 12 Rebounds einer der Sieggaranten bei den Gastgebern.

"Das ist die Art und Weise wie Dirk spielen muss. Es ist nicht die Sache von Jason Kidd oder Jason Terry, dieses Team zu führen. Diese Verantwortung liegt bei Dirk", kommentierte die "Dallas Morning News" den starken Auftritt des deutschen Nationalspielers und schlussfolgerte: "Die Dallas Mavericks kommen so weit, wie Dirk sie bringen kann."

Gegen die Spurs, die Dallas eine Woche zuvor beim 93:76 noch eine Lehrstunde erteilte hatten, wirkte sich auch die Rückkehr von Jason Terry positiv auf das Spiel des Vizemeisters von 2006 aus. Bester Werfer bei den Hausherren war Josh Howard mit 29 Punkten, bei San Antonio überragte Tony Parker mit 37 Zählern. "Das war ein großer Sieg", jubelte Spielmacher Jason Kidd, während Nowitzki bereits wieder nach vorne schaute. "Wir müssen dieses Auf und Ab endlich ablegen. Ich will nicht nur nach unten auf Phoenix schauen, sondern nach oben."

dpa / Eurosport

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