Eurosport - Mi 05.Mrz. 11:21:00 2008
Der finnische Lokalmatador Janne Ahonen holte sich auf der Großschanze in Kuopio mit Weiten von 122,5 sowie 126 Metern den Sieg. Mit Anders Bardal und Tom Hilde kamen zwei Norweger auf die Plätze zwei und drei. Der Furtwangener Martin Schmitt sorgte mit Rang sechs für einen Achtungserfolg.
Ahonen konnte zwar nicht die Tagesbestweite erzielen - diese blieb dem österreichischen Skiflug-Weltmeister Gregor Schlierenzauer mit 129 Metern vorbehalten - , sprang aber mit Weiten von 122,5 Metern im ersten sowie 126 Metern im zweiten Durchgang am konstantesten und damit zu seinem 36. Weltcupsieg im stark verschneiten Kuopio. Zwischenzeitlich sah es sogar nach einem neuerlichen Abbruch aus. Mehrfach musste die Laufspur von Helfern vom Schnee befreit werden. Vorspringer wurden zum "Säubern" der Spur eingesetzt.
Das Wetter hielt und Martin Schmitt konnte seinen guten ersten Sprung von 118,5 Metern, der zur Halbzeit sogar Rang drei bedeutete, mit in den zweiten Versuch nehmen. "Das war ein schönes Gefühl, denn so weit vorne war ich in dieser Saison noch nie", zeigte sich der viermalige Weltmeister selbst etwas überrascht. Im zweiten Sprung stand der 30-jährige Routinier eine Weite von 123 Metern. "Ich habe gesehen, dass ich mithalten kann. Es ist wichtig, dass meine Sprünge laufen und ich ein gutes Ergebnis gemacht habe. So kann es weitergehen", sagte Schmitt, der das zweitbeste Resultat des Winters nach Rang vier beim Vierschanzentournee-Finale in Bischofshofen erzielte. Bundestrainer Peter Lohwein lobte Schmitt: "Er hat einen guten Wettkampf gemacht".
DSV-Springer auf den hinteren Rängen
Die anderen DSV-Springer erwischten hingegen nicht ihren besten Tag. Der Berchtesgadener Michael Neumayer konnte seinen Schwung aus dem ersten Durchgang (118 Meter) nicht in den zweiten Sprung retten, schaffte eine Weite von 113,5 Metern und fiel auf Rang 17 zurück. "Ich wäre gerne weiter gesprungen, aber es ging sehr zäh bei dem kurzen Anlauf", erklärte Neumayer. Auch der Oberstdorfer Georg Späth tat sich mit Sprüngen auf 105,5 sowie 109,5 Meter schwer, kam nur auf Platz 27. "Die Verhältnisse waren schwierig. Meine Sprünge waren nix", sagte Späth.
Jörg Ritzerfeld (106,5 und 108,5 Meter) aus Oberhof und der Rastbüchler Michael Uhrmann (106,5 und 108 Meter) reihten sich noch hinter Späth auf den Plätzen 28 und 29 ein. "Bei Michael läuft es nicht so richtig, aber er kämpft um den Anschluss", so Rohwein.
Maik Eckardt / Eurosport