Dakar 2009 - Bauers Dakar-Blog: Der Tag am Meer

Eurosport - Mo 05.Jan. 16:30:00 2009

Gernot Bauer ist bei der Dakar 2009 in Argentinien und Chile als Reporter unterwegs und wirft für eurosport.yahoo.de regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen ins Fahrerlager. Heute: Der Tag am Meer

Rally Raid 2009 Dakar Feature Flugzeug - 0

Alle freuten sich schon auf das Meer. Nach dem super staubigen Biwak in der Pampa war die frische Brise, die uns nach der Landung mit dem Herkules-Frachtflieger auf dem Militärflughafen in Puerto Madryn entgegen wehte, eine Wohltat. Dachten wir zumindest - bis die Service-LKWs eintrafen und alles einstaubten. Teilweise mochte man meinen, man stecke in einem Sandsturm.

Dennoch kommen Erinnerungen an die Tour de France auf. Denn was uns in aller Herrgottsfrühe erwartete am Biwak-Eingang, damit hatte keiner gerechnet. Wie bei den Bergetappen hatten Fans am Strassenrand biwakiert, um den Dakar-Tross ankommen zu sehen. Auch wenn ich mich wiederhole, die Dakar wird hier begrüsst wie es sich niemand vorstellen konnte. Das bestätigt mir Dakar-Chef Etienne Lavigne, der am Abendtisch bei uns sitzt.

Krabben statt Wale

Begeistert waren auch alle, da man das Biwak direkt an den Strand gesetzt hatte. Puerto Madryn ist ein kleiner Industriehafen mit schönen Stränden, aber auch ein wachsendes Urlaubs-Ressort. Letzteres verdankt es vor allen Dingen den Walen, die hier gerade um diese Jahreszeit vorbeiziehen.

Ganz schlau dachte ich mir dann, mein Zelt doch am Strand aufzustellen Vielleicht habe ich ja Glück und in den frühen Morgenstunden die Gelegenheit einen zu Gesicht zu bekommen. Sichtungen vom Strand aus sind hier alltäglich. Also liess ich die Zeltöffnung im Wind flattern und harrte der Dinge.

Besser als der Staub der Pampa

Als ich erwachte waren tatsächlich jede Menge zu sehen. Leider keine Wale. Auch keine Sternschnuppen. Stattdessen hatten es sich einige Krabben in meinem Zeltboden gedacht, die Nacht doch lieber bei einem deutschen Dakar-Debütanten zu verbringen. Insgesamt sechs hatte ich aus Schlafssack, T-Shirts und Waschbeutel einzusammeln. Einige fanden es so gemütlich dass sie mit den kleinen Scheren nicht vom Schlafsack ablassen wollten.

Dennoch sind mir Krabben im Zelt lieber als der Staub und die Millionen Mücken aus der Pampa. Einige Fahrer dachten sich das wohl auch und nutzten nach der 600 Kilometer langen Liaison die Offerte, sich mit einem Sprung ins kühle Nass zu erfrischen. In der Früh wollte ich es Ihnen nachtun, habe es aber bitter bereut:

Denn der nasse Sand des Zeltbodens klebt jetzt immer noch im Gepäck. Gott sei Dank muss ich in der Herkules aber keine Übergepäcksgebühr befürchten.

TV-Hinweis:

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Aus Argentinien berichtet Gernot Bauer / Eurosport

Kommentare 1 - 1 of 1

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  1. In so nen Tagen muss Gernot Bauer einen der aufregendsten Jobs der Welt haben.
    Ich glaube ich ändere meine Zukunftsplanungen und werde Sportreporter.
    Leider bin ich zu faul,... schade auch.

    Von Andre, am Mo 5.Jan. 9:13
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