Eurosport - Do 04.Dez. 11:54:00 2008
Trotz einer starken zweiten Halbzeit und großem Kampf hat Hertha BSC Berlin seine UEFA-Cup-Partie zuhause gegen Galatasaray Istanbul mit 0:1 (0:0) verloren. Am nächsten Spieltag müssen die Berliner bei Olympiakos Piräus nun unbedingt gewinnen, um die Chance auf die K.o.-Runde zu wahren.
"Wir haben in der ersten Halbzeit zu defensiv agiert, in der zweiten Hälfte dann versucht, alles nach vorn zu werfen. Leider hat es nicht geklappt", analysierte Herthas Kapitän Arne Friedrich nach dem unnötigen Rückschlag. Die Steigerung in den zweiten 45 Minuten war zu wenig. Sein Trainer Lucien Favre meinte: "Erste Halbzeit war nicht gut, die zweite Halbzeit war gut."
1. Halbzeit:
Fast 40.000 Galatasaray-Anhänger verwandelten das Berliner Olympiastadion in einen Hexenkessel und die Partie in Berlin zu einem Heimspiel für Istanbul. In den ersten Minuten wurde jede Aktion der Berliner ausgepfiffen, die zunächst versuchten, das Spiel in den Griff zu bekommen. Beide Teams standen dicht gestaffelt und gingen früh in die Zweikämpfe. So ergab sich ein sehr zerfahrenes Spiel mit wenigen Torraumszenen.
Hertha kam hauptsächlich über die linke Seite, wo Marko Pantelic sehr aktiv und immer anspielbar war. Den ersten Aufreger gab es jedoch im Strafraum der Berliner. Milan Baros, den Galatasaray-Coach Michael Skibbe als einzige Spitze auf das Feld geschickt hatte, spielte mit der Hertha-Abwehr Katz und Maus. Erst mit vereinten Kräften schafften es die Hausherren, die Situation zu klären (13.).
Auf Seiten der Berliner waren Pantelic und Andrey Voronin die Aktivposten, ohne dass sich die Gastgeber echte Torchancen erarbeiteten. Nach 20 Minuten wurden die Gäste aus Istanbul immer stärker und übernahmen die Kontrolle über das Spiel. Gleichzeitig leisteten sich die Herthaner zu viele Unkonzentriertheiten und kamen kaum mehr in die Nähe des gegnerischen Strafraums.
Die Türken kombinierten im Mittelfeld nach Belieben und drückten Hertha oft über mehrere Minuten an deren Strafraum, waren aber im Abschluss nicht zwingend genug. Besonders Baros kam immer wieder zu gefährlichen Distanzschüssen, die der starke Hertha-Keeper Jaroslav Drobny allesamt entschärfte. Kurz vor der Pause mussten die Berliner Fans doch noch einmal den Atem anhalten, als Lincoln in den Strafraum stürmte und von einem Berliner Abwehrspieler gelegt wurde. Schiedsrichter Sig. Rizzoli stand nah dran und zückte Gelb, zur Verwunderung aller aber für Lincoln wegen einer Schwalbe.
2. Halbzeit:
Nach der Pause ging es genauso temporeich weiter wie in den ersten Minuten der Partie. Den Berlinern merkte man an, dass sie sich einiges vorgenommen hatten. Die Schützlinge von Lucien Favre erkämpften sich gegen spielerisch überlegene Gäste aus Istanbul immer mehr Spielanteile. Galatasaray nahm den Fuß vom Gas und ließ die Berliner kommen, die aber einen Ball nach dem anderen vertändelten und ihre Räume nicht nutzen konnten.
Die erste große Möglichkeit ergab sich für die Hausherren mit dem ersten schweren Abspielfehler der Gäste im Mittelfeld, doch ließen sich Pantelic und Voronin bei dem folgenden Konter etwas zu viel Zeit, so dass ein türkischer Abwehrspieler Voronins Schuss im letzten Moment noch abblocken konnte (59.).
Hertha wachte plötzlich richtig auf und kam sieben Minuten später erneut gefährlich vor das Tor von Gäste-Keeper Morgan de Sanctis. Voronin wurde im Strafraum der Türken angespielt, hielt den Ball kurz und legte dann zurück auf Kacar, der aus vollem Lauf abzog und de Sanctis zu einer Glanzparade zwang (66.). In die Berliner Drangphase hinein fiel der Führungstreffer für Galatasaray. Steve van Bergen sprang im eigenen Strafraum in eine Flanke von Harry Kewell und bekam den Ball an den Arm. Der Unparteiische entschied auf Handspiel, den fälligen Strafstoß versenkte Baros unhaltbar für Drobny (69.).
Nach einer kurzen Schock-Phase fingen sich die Berliner wieder und begannen in der letzten Viertelstunde einen Sturmlauf auf das Istanbuler Tor. Einen Kopfball von Josip Simunic lenkte de Sanctis gerade noch über die Latte (75.), kurz danach steckte Gojko Kacar in der Mitte schön durch auf Valeri Domowtschiski, der aber mit einem Schlenker zu viel die Schusschance aus guter Position verpasste und am Galatasaray-Schlussmann hängen blieb (76.).
In den letzten Minuten schoss die Hertha aus allen Rohren. Vor allem Pal Dardai und Kacar zogen im Mittelfeld die Fäden und leiteten die meisten Angriffe der Herthaner ein. Die Türken standen mit Mann und Maus im eigenen Strafraum und warfen sich in die Schüsse des Gegners. Zweimal war hier eine Hand im Spiel, der Schiedsrichter versagte den tapfer kämpfenden Berlinern aber jeweils den fälligen Elfmeter, die somit den am Ende eigentlich verdienten Ausgleich verpassten.
Spieler des Spiels:
Pal Dardai kämpfte verbissen gegen die Niederlage, ging lange Wege und sorgte für tolle Offensivaktionen in der zweiten Halbzeit.
Kommentare 1 - 10 of 50
Tja...in der zweiten Halbzeit hätte es klappen MÜSSEN. Aber da wars leider nur ein Haufen Unfähigkeit von Hertha :(
das mag sein aber sei mal ehrlich der schiri wa einfach nur grotte und nicht FiFa tauglich eindeutig kein Ersatz für Glatze
Jo Lob mal den Schlussmann rofl der hatte eine gute Szene mehr nicht ansonsten hat er mehr Unruhe i die Hintermannschaft gebracht als alles andere ! Was der in der mit Stars gespickten Mannschaft von Gala sucht werd ich wohl nie verstehen
ja marco, es würde aber nichts ändern ..
fakt bleibt, deutschland hat noch nie ein pflichspiel gegen italien gewonnen..
Oh man solche Komentare von SANTO. L sollte man von hause aus löschen !!!
In der 66. Minute wurden die verstärkten Offensivbemühungen beinahe mit dem 1:0 belohnt - Kacar scheiterte an Galatasarays Schlussmann de Sanctis.
DE. SANCTIS is übrigens italiener :-))
wie auch im halbfinale 2006 ( in dortmund ) hätte berlin heute abend mit frings gewonnen. oder einen polnischen schiri..
Über die erste Halbzeit muss man nicht reden da wa es nur dem Unvermögen von Gala zu verdanken das,das Spiel noch nicht entschieden wa !! 2te Halbzeit wa ein Kampfbetontes Spiel mit mehr Chancen für Hertha was ein Unentschieden rechtfertigen würde ! Was allerdings ein nicht mal Regianlliga reifer Schiedsrichter wieder sagte durch sehr Zweifelhafte Entscheidungen
jaja, immer sind die italiener schuld wenn deutsche versagen..
wir haben 93425458 pokale verloren weil deutsche schiedsrichter unsere spiele ge/verpfiffen hatten.( ganz oben auf die liste m. merk )
also heul net, lernt endlich fußball spielen...
Ok, Galatasaray war in der ersten Halbzeit klar besser. Aber wer spielt schon gerne wenn er im eigenen Stadion ausgepfiffen wird.
Über die gesamte Spielzeit gesehen finde ich jedoch, ein 1:1 wäre absolut gerecht gewesen. Hertha hat in Hälfte 2 deutlich besser gespielt und zwingendere Torchnacen erarbeitet.
Den italienischen Schiedsrichter braucht man kaum zu kommentieren. Seltsame Elmeterentscheidungen.
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