EM 2008 - DHB-Frauen nach Kraftakt weiter

Eurosport - Do 04.Dez. 21:02:00 2008

Mit einem zweiten Kraftakt haben die deutschen Handball-Frauen vorzeitig die Hauptrunde bei der EMin Mazedonien erreicht. Dank eines Kontertores von Anja Althaus 24 Sekunden vor Schluss besiegte der WM-Dritte im zweiten Vorrundenspiel in Skopje Serbien mit 32:31 (17:15).

HANDBALL 2008 EUROPEAN CHAMPIONSHIP 2008 Serbia W-Germany (w) - 0

Nach dem 25:22- Auftaktsieg gegen Mazedonien hat die deutsche Mannschaft 4:0 Punkte und spielt gegen Kroatien um den Gruppensieg.

Getrübt wurde die Freude über den wichtigen Sieg in dem hart umkämpften Spiel durch den Ausfall von Nadine Krause. Die ehemalige Welthandballerin Krause musste nach einem Zusammenprall mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Feld (36.). Vor 1500 Zuschauern in der Halle "Boris Trajkovski" war Grit Jurack mit acht Toren die beste Werferin in der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB).

Verspätung wegen Putzkolonne

Zunächst aber wurde die Geduld der deutschen Spielerinnen auf eine harte Probe gestellt. Der Spielboden in der Halle war spiegelglatt und musste in aller Eile komplett gesäubert werden. Somit verzögerte sich der Spielbeginn aus Sicherheitsgründen um 45 Minuten. Nach der Erwärmung in einer Nebenhalle mussten sich die Spielerinnen wieder für mehr als eine halbe Stunde in die Kabine zurückziehen.

Nach dem Abzug der Putzkolonne lief bei der DHB-Auswahl lange nicht alles alles glatt. Die Abwehr hatte große Schwierigkeiten, sich auf die wurfgewaltigen serbischen Rückraumspielerinnen Andrea Lekic und Sanja Damnjanovic einzustellen. Hinzu kam, dass Torfrau Clara Woltering nicht wie im Eröffnungsspiel zu ihrer Form fand und schon nach 18 Minuten durch die bessere Sabine Englert ausgetauscht wurde.

Auch Althaus fällt aus

Im Angriff fehlte es dem deutschen Spiel an der gewissen Portion Esprit, um die robuste serbische Deckung auszuhebeln. Die erzwungenen Würfe dann wurden eine Beute der sicheren Katarina Tomasevic im serbischen Tor, die in der ersten Halbzeit nahezu jeden zweiten Ball abwehrte. Eine 7:5-Führung verlor der WM-Dritte wieder und lag seinerseits beim 12:14 (25.) mit zwei Toren zurück.

Mit dem Wechsel von Nina Wörz für Anna Loerper auf der Spielmacher-Position zog mehr Struktur ins deutsche Spiel ein und initiierte einen Zwischenspurt. Mit fünf Toren in Serie setzte sich der EM-Vierte auf 17:14 (29.) und erstmals drei Tore Vorsprung ab.

In der zweiten Halbzeit hielt hielt das Team um Kapitän Jurack die Führung, musste aber weiter um jeden Ball und jedes Tor kämpfen. Einen Rückschlag erlitt der WM-Dritte durch den Ausfall von Krause und vorübergehend auch Kreisläuferin Anja Althaus wegen eines Tritts in den Rücken. Zunächst blieb die DHB-Auswahl in Führung. Doch zog Nervosität ein, leichte Fehler häuften sich und beim 29:29 (54.) war der 28:24-Vorsprung (47.) aufgebraucht. Erst Althaus erlöste das Team.

dpa / Eurosport

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