Halle (dpa) - Die deutschen Volleyball-Frauen haben für die europäische Olympia-Qualifikation vom 15. bis 20. Januar im westfälischen Halle eine lösbare Vorrundengruppe bekommen.
Die frühere Nationalspielerin Ariane Hornung-Radfan loste Grand-Prix-Sieger Niederlande, den zweimaligen Europameister Polen und die Türkei in die deutsche Gruppe B. «Eine sehr interessante Gruppe, es gibt kein leichtes Spiel. Alle drei Gegner sind starke Teams», sagte Bundestrainer Giovanni Guidetti.
Im Gegensatz zur ausgeglichenen Staffel der deutschen Mannschaft dürften in Gruppe A Weltmeister Russland sowie der WM-Dritte und EM- Finalist Serbien klare Favoriten im Vergleich mit Rumänien und Kroatien sein. Die zwei besten Teams beider Staffeln bestreiten das Halbfinale, nur der Turniersieger bucht das begehrte Olympia-Ticket für Peking, das neben dem gesetzten Gastgeber China Europameister und World-Cup-Gewinner Italien, der WM-Zweite Brasilien und die USA schon gelöst haben.
Die deutsche Mannschaft, in die Italien-Profi Hanka Pachale nach sechs Jahren Pause zurückkehrt, bestreitet am 15. Januar um 15.00 Uhr im Gerry-Weber-Stadion das Eröffnungsspiel gegen die Türkei, gegen die in diesem Jahr viermal gewonnen wurde. Einen Tag später folgt Polen, das ebenfalls zweimal besiegt werden konnte. Nach einem Ruhetag am 18. Januar sind die Niederlande der letzte Gegner, der mit dem Grand-Prix-Sieg glänzte und im ersten Länderspiel des Jahres im Schweizerischen Montreux mit 3:2 die Oberhand behielt. «Leicht konnte es eh nicht werden. Der Auftakt ist sehr wichtig, damit man auf eine Welle kommt. Es sind alle machbar, aber vor allem Polen und die Niederlande sind schwere Gegner. Die Türkei müssen wir einfach schlagen», sagte Kapitän und Italien-Profi Angelina Grün.
Da es nur um ein Olympia-Ticket geht, stehen alle Teams unter Siegdruck. «Die Gruppen sind ausgeglichen, jede Mannschaft hat ihre Chance. Ich hoffe, dass uns der Heimvorteil hilft», meinte Werner von Moltke, Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV). Er wünscht sich, dass beide deutschen Mannschaften in Peking dabei sind und die Männer bei der Auslosung ihres Turniers im türkischen Izmir eine günstige Gruppe erhalten. Die Frauen haben mit der erfolgreichen Olympia-Qualifikation bereits Erfahrung, denn sie konnten 1996 und 2000 jeweils in Bremen sowie 2004 mit dem Wunder von Baku aufwarten und wollen diese Serie fortsetzen.


Bild vergrößern
