Eurosport - Mi 04.Nov. 11:44:00 2009
Cadel Evans hat dem Team Silence Lotto ziemlich plötzlich den Rücken zugekehrt und sich in Richtung BMC verabschiedet. Teamchef Marc Sergeant steht daher nun ohne großen Rundfahrt-Kapitän da. Die logische Konsequenz wäre eine Rückbesinnung auf alte Team-Traditionen: die Eintagesklassiker.
Auch vor der Verpflichtung des Australiers im Jahr 2005 galt die Mannschaft nicht als große Rundfahrt-Equipe und so scheint jetzt mit Evans' Abgang ein fünfjähriges Intermezzo beendet zu werden. Mehr als ein solches ist die Orientierung in Richtung der großen Landesrundfahrten bei dem belgischen Rennstall schließlich auch nie gewesen, denn obwohl Evans in den vergangenen Jahren zu den Favoriten auf den Tour-Sieg gehörte, das Team wurde diesem Anspruch nie gerecht.
Sergeant versuchte alles, doch sowohl die Verpflichtung des Ukrainers Jaroslaw Popowitsch für das Jahr 2008, als auch die von Bernhard Kohl (Österreich) und Thomas Dekker (Niederlande) als Edelhelfer für 2009 waren nicht von Erfolg gekrönt. Popowitsch blieb hinter den Erwartungen zurück, Dekker und Kohl kamen wegen ihrer Doping-Verstrickungen gar nicht erst dazu, Evans bei der Tour zu unterstützen.
Unverständnis in Belgien
Evans beschwerte sich häufig über ein zu schwaches Team und trotzdem kommt der Wechsel für seinen Ex-Chef überraschend. "Nichts hat darauf hingedeutet, es gab kein Signal in diese Richtung", sagte der Belgier gegenüber der "Sportwereld". Immerhin hatte Sergeant bereits einen neuen Helfer für Evans verpflichtet: den Spanier Daniel Moreno, der Alejandro Valverde im September in den spanischen Bergen zum Vuelta-Sieg zog. Dass auch der Hauptsponsor "Omega Pharma" vom plötzlichen Evans-Abgang wenig angetan ist, wird durch die Sticheleien des Vorstandsvorsitzenden Marc Coucke deutlich. "Als Cadel Evans zu uns kam, war er Mr. Nobody", behauptete der 44-jährige, der sich die Entscheidung, typisch Geschäftsmann, nur durch finanzielle Beweggründe erklären kann. "Er hat offenbar die Möglichkeit für eine deutliche Gehaltsaufbesserung bekommen."
Angesichts der langen und vergeblichen Jagd auf einen großen Rundfahrtsieg könnte die Trennung für den belgischen Rennstall aber auch wie eine Befreiung wirken. In der Saison 2010, wenn das Team unter dem Namen "Omega Pharma-Lotto" firmieren wird, will man sich wieder vermehrt auf die traditionellen Stärken der Belger besinnen: die Eintagesklassiker. Dort feierte man zum Beispiel mit Andrej Tchmil und Peter van Petegem in der Vergangenheit Siege bei der Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix, oder durch Richard Virenque bei Paris-Tours.
Gilberts Fokus: April und Oktober
Einer, der an diese Erfolge anknüpfen könnte ist der schon lange als großes Talent gehandelte Philippe Gilbert. Der Belgier bewies in der abgelaufenen Saison mit Erfolgen in Tours und bei der Lombardei-Rundfahrt endgültig, dass auch er in solchen Rennen zu den Siegfahrern gehört. Er wird 2010 der große Hoffnungsträger der Belgier sein - ohne beim Giro d'Italia oder der Tour de France an den Start zu gehen. "Ich hätte bei der Tour und beim Giro nur drei oder vier Chancen zu gewinnen. Es ist wie eine Lotterie", erklärte der 27-Jährige.
Im April diesen Jahres belegte er, ein halbes Jahr vor den größten Erfolgen seiner Karriere, bereits zwei vierte Plätze beim Amstel Gold Race und bei Lüttich-Bastogne-Lüttich. Jetzt will er auch dort voll auf Sieg fahren: "Ich hoffe, dass ich in diesem Jahr besser abschneiden werde."
Kommentare 1 - 13 of 13
Was du nicht willst, das man dir tu, das füge keinem anderen zu.
@Highlander 01 oder Freibier oder Davecheker oder sonst wer...
Du primitive Person, Du bist zu blöde zum Account Kopieren... wenn man imForum etwas zurückblättert dann sieht man wer hinter Highlander 01 steht..
ein Volldepp hoch drei, und merke Dir eines.. ES KANN NUR EINEN GEBEN HIGHLANDER01
@Highlander 01 oder Freibier oder Davecheker oder sonst wer...
Du primitive Person, Du bist zu blöde zum Account Kopieren... wenn man imForum etwas zurückblättert dann sieht man wer hinter Highlander 01 steht..
ein Volldepp hoch drei, und merke Dir eines.. ES KANN NUR EINEN GEBEN HIGHLANDER01
1.Omega Pharma sponsert schon seit Jahren den Radsport. Erst mit Quick Step, dann mit Lotto.
2. Soweit ich weiß können Pharmaunternehmen durchaus Produkte herstellen, die für anderes als Doping eingesetzt werden. Dieses Unternehmen stellt z.B. Schwangerschaftstest und Antischnarchmittel her.
3. Wo sind die Ambitionen von Van den Broeck? Immerhin war 8. des Giro 2008 (wobei abzuwarten bleibt ob das so bleibt) und 15. der Tour 2009. Und der große Rückstand kam durch einen schlechten Tag beim MZF. In den Alpen war er immer vorne mit dabei. Ich traue ihm eine Top10 Platzierung zu. Mit Van Goolen, Lloyd und De Greef und Moreno sind immerhin einige einigermaßen bergfeste Fahrer auch noch im Team. Zudem hat man seitens von Omega Pharma sowieso Van den Broeck als Teamkapitän bei der 2010 geredet.
4. Ich vermute man will lieber tief stapeln.
5.Ob nun durch Nationalität oder durch zu große sportliche Konkurrenz: Valverde und Cerador haben gegen Evans zusammen gearbeitet bei der Dauphine. Valverde kann ich da verstehen, dass er sich den Sieg nicht nehmen lassen will. Aber wieso sollte ein Fahrer Löcher zu fahren, wenn ihm sein Ergebniss bei der Dauphine egal ist? (und er nicht für seinen Kapitän fahren muss)
deine mutter wird auch gesponsert...
Die Tour of California wird auch von AMGEN gesponsort...grade in der heutigen Zeit ist das doch ziemlich unsensibel.
@ ichsagauchwas
Moin, also bin bei dem thema "Evins abhängen" anderer Meinung. Man musste nicht zuhören, um dies zu erkennen. Beide haben abwechselnd attakiert, und wenn evins weg wollte, haben sich beide abgewechselt, um den Anderen heranzufahren. Hat nichts mit der Berichterstattung zu tun. Die haben einfach gemeinsame sache gemacht.
also erstmal zu "nichtspanier"
das thema vonwegen contador und valverde fahren evans kaputt kam ja wohl nur durch die deutsche berichterstattung(eurosport) so rueber.in keinem anderen land wurde das so ausgedrueckt,bzw. behauptet!ich denke das fuer beide evans ein zu grosser rivale war,den sie nunmal abhaengen mussten.vielleicht koennen sich die beiden untereinander besser einschaetzen,und sahen so ihre chance zum sieg.
das evans wechselt finde ich auch seltsam.faehrt bmc ueberhaupt die tour?
warum wird ein solch guter helfer wie moreno verpflichtet,wenn man ihn dann garnnicht braucht?zu schnell und ueberstuerzt gehandelt.vom team oder von evans?
ich hoffe es kommen bald alle informationen ueber teams,fahrern etc. heraus.
waere super von eurosport maal ne komplette tabelle ins netz zu stellen:
teams,trikots,teammitglieder,kapitaene etc
vollgespritzte Affen!
Moin, ich denke auch dass es richtig ist, zu wechseln. Evins hatte nur wenig Unterstützung durch sein Team.
Für einen -Nichtspanier- ist es bei den Rundfahrten um so wichtiger, Helfer zu haben. Kann mich noch gut an die Bilder erinnern, wo Contador und Valverde zusammen den Evins auseinander genommen haben.
Der war die letzten Jahre echt nicht zu beneiden. Um so mehr hat es mich für ihn gefreut, als er Weltmeister geworden ist. Endlich mal einer, der es verdient hat.
Zum neuen Namen von Lotto: Irgendwie auch komisch, dass die Pharmaindustrie im Radsport so viele Sponsoren stellt. Ob nun bei den Teams, oder den Veranstalltungen. Das finde ich nicht gut, eher sogar bedenklich. Man sollte auch hier so langsam versuchen Sponsoren aus andrern Branchen zu aquirieren.
Ist doch so=)
Und das Team hat doch für Evans nix gebracht, also nachvollziehbare Entscheidung.
Hast Du nur dieses eine Thema drauf Harry?
Die Nachricht ist doch interessant. Endlich mal ein Team, das sich vielleicht von der Tour lossagt.
Was bringt die Tour, wenn man eh nur mitfährt und keine Akzente setzen kann.
Dann lieber bei den Eintagesklassikern auftrumpfen und im Rampenlicht stehen.
So, und jetzt Du Harry.
Omega Pharma-Lotto- klingt nach Doping.
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