Rote Zahlen - Toyota spart sich Formel 1

Mi 04.Nov. 15:02:07 2009

Hamburg (dpa) - Der weltgrößte Autobauer Toyota steigt nach sieben Jahren aus der Formel 1 aus. Das Unternehmen begründete seinen Schritt mit der ernsten wirtschaftlichen Lage.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 hatte Toyota erneut tiefrote Zahlen eingefahren. Der operative Verlust belief sich zwischen April und Juni auf 194,8 Milliarden Yen (1,4 Mrd Euro). Im Vorjahreszeitraum war noch ein Gewinn von 412,5 Milliarden Yen erwirtschaftet worden. Damit fuhr der erfolgsverwöhnte Autobauer im dritten Quartal in Folge hohe Verluste ein. Am 5. November legt das Unternehmen Zahlen für sein zweites Quartal vor.

Für das noch bis zum Ende März 2010 laufende Gesamtjahr rechnet Toyota mit einem Betriebsverlust von 750 Milliarden Yen. Der Konzern stellt sich auf das schlechtestes Ergebnis seiner 70-jährigen Unternehmensgeschichte ein. Der Nettoverlust dürfte sich auf 450 Milliarden Yen belaufen.

Toyota-Präsident Akio Toyoda hofft, sein Unternehmen bis zum März 2011 wieder in die Gewinnzone zurückzuführen. Dazu muss der Autobauer vor allem weiter die Kosten senken, der Verzicht auf den für Toyota wenig erfolgreichen, aber sehr kostspieligen Rennsport ist dabei nur ein Baustein. Insgesamt sollen im laufenden Geschäftsjahr die Fixkosten um 460 Milliarden Yen und die Investitionen um 36 Prozent auf 830 Milliarden Yen gesenkt werden.

 

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