(sid) Sebastian Vettel will nach Platz zwei in diesem Jahr 2010 in der Formel 1 Weltmeister werden. "Es geht nur noch eine Stufe höher, bei den Konstrukteuren für das Team und bei den Fahrern für mich. Deshalb gibt es keinen Zweifel über das Ziel. Ein zweiter Platz ist gut, aber im nächsten Jahr wollen wir einen Schritt weiter", sagte der Red-Bull-Pilot aus Heppenheim am Rande des Race of Champions in Peking.
Gemeinsam mit Rekordweltmeister Michael Schumacher hatte der Heppenheimer am Dienstag im Vogelnest zum dritten Mal in Folge den Nationen-Cup gewonnen - und dabei das englische Team um Weltmeister Jenson Button geschlagen. In der Formel-1-Saison hatten Vettel am Ende trotz insgesamt vier Siegen elf Punkte auf den britischen Brawn-Piloten gefehlt.
Der Rekord von Hamilton ist das Ziel
Nach der ersten Enttäuschung über den verpassten Titel setzt sich bei Vettel langsam der Stolz über eine hervorragende Saison durch. "Wir sind in diesem Jahr unheimlich gewachsen. Es war das erste Mal, dass wir in der Situation waren, ein wettbewerbsfähiges Auto zu haben", meinte der 22-Jährige, der auch im kommenden Jahr noch den Briten Lewis Hamilton als jüngsten Weltmeister aller Zeiten ablösen könnte. Jüngster Fahrer in den Punkten, auf dem Podium, auf der Pole Position sowie jüngster Grand-Prix-Sieger ist Vettel bereits.
Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, der viel von Vettel hält, zeigte Verständnis für Vettels erste Enttäuschung. "Denn er wusste, er hat in diesem Jahr einen guten Job gemacht", sagte Ecclestone in einem Interview mit Auto Bild Motorsport: "Sebastian hat aber noch viel Zeit, den Titel zu holen. Er soll nach vorne schauen."
Zwar freut sich der Heppenheimer auf den Urlaub in der kurzen Winterpause, er denkt aber auch schon an die neue Saison. "Das Team arbeitet fantastisch. Wir haben eine großartige Atmosphäre", meinte er: "Jeder braucht zwar jetzt die Pause, um runterzufahren und mit der Familie und Freunden ein bisschen zu entspannen. Aber ich weiß auch, dass jeder extrem motiviert ist, so schnell wie möglich wiederzukommen, das neue Auto zu bauen und es in der nächsten Saison besser zu machen als in diesem Jahr."


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