Bundesliga - Der Ersatzersatzkeeper als tragische Figur

Eurosport - So 04.Okt. 19:25:00 2009

Auch mit neuem Trainer bleibt Hertha BSC Tabellenletzter. Das Team von Friedhelm Funkel verlor auf kuriose Weise gegen den Hamburger SV mit 1:3 (1:3) im eigenen Stadion. Der HSV steht nach dem ersten Sieg in Berlin seit mehr als zwölf Jahren mit den punktgleichen Leverkusenern an der Spitze.

Football Bundesliga 2009/10 Hertha BSC Hamburger SV HSV - 0

Nur einen Tag nach Funkels Inthronisierung als Chefcoach unterlag der völlig verunsicherte Hauptstadt-Club am Sonntag dem HSV mit 1:3 (1:3), über die Geschenke dabei mussten sogar die Gäste- Profis schmunzeln. Erst glich Kaka vor 38 000 Zuschauern die Hertha- Führung durch Nationalspieler Arne Friedrich (9. Minute) mit einem Kopfball-Eigentor aus (24.), dann wurde Ersatzkeeper Sascha Burchert zur tragischen Figur bei den ebenso kuriosen wie sehenswerten Toren von David Jarolim (38.) und Zé Roberto (40.), die den ersten HSV- Bundesligasieg im Olympiastadion seit dem 29. August 1997 sicherten.

HSV-Coach Bruno Labbadia ließ die Sieger-Elf aus dem Europa- League-Heimspiel gegen Hapoel Tel Aviv beginnen. So erhielt der erst 19-jährige Tunay Torun erneut den Vorzug vor dem von einer Grippe genesenen Nationalspieler Piotr Trochowski. Doch die Hertha, bei der "Feuerwehrmann" Funkel nur gut 26 Stunden zur Vorbereitung auf dieses wichtige Heimspiel hatte, erwischte den besseren Start. Adrian Ramos verlängerte die erste Ecke auf Friedrich, der frei aus Nahdistanz einköpfte und dann eine Ehrenrunde durch das halbe Stadion drehte.

Doch dann nahm für die Hertha das Unheil seinen Lauf: Nachdem Jarolim (10.), Zé Roberto (15.) und Mladen Petric (22.) noch knapp das 1:1 verpasst hatten, sprang Kaka ungewollt für die Gäste ein. Jerome Boatengs harmlose Flanke köpfte der brasilianische Manndecker ins eigene Tor - vorbei am verdutzten Torhüter Timo Ochs, der kurz darauf wegen einer Oberschenkelblessur Ersatzmann Burchert Platz machen musste. Und der 19-Jährige wurde zum großen Pechvogel: Von seiner desolaten Innenverteidigung im Stich gelassen, klärte er zweimal in höchster Not außerhalb des Strafraums per Flugkopfball, doch Jarolim per Lupfer aus 30 und Ze Roberto aus fast 40 Metern konnten den Ball ungehindert in das verwaiste Hertha-Tor einschießen.

Nach dem Wechsel versuchten die spielerisch besseren Norddeutschen den Vorsprung zu verwalten - und gerieten dadurch noch einmal unnötig unter Druck. So jagte Gojko Kacar (61.) den Ball erneut nach einer Ecke, bei denen Hamburgs Abwehr nie in den 90 Minuten den sichersten Eindruck machte, freistehend aus sechs fünf Metern das Tor von Frank Rost. Die Herthaner versuchten mit dem Mute der Verzweiflung den Anschluss herzustellen, doch dem Bemühen fehlten Entschlossenheit und Ideen. Die Hanseaten, bei denen Stürmer Petric verletzungsbedingt den Platz verlassen musste, schaukelten den Vorsprung über die Zeit. -Tipp:

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Kommentare 71 - 90 of 90

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  1. Gomez hätte diese beiden Dinger aus dem Stadion­ geschossen

    Von Hardstyle Instructor, am Mo 5.Okt. 19:37
  2. @ airball_no_11..... Super beitrag, DANKE!!!! Bleibt­ der keeper im tor stehen, ist er schuld, geht er­ raus,auch! Natürlich kommt der ball mehr als dumm zum­ gegenspieler, aber die abwehr hat auch nicht wirklich­ eingegriffen und lässt den torwart allein. Mal nicht zu­ vergessen, der junge ist erst 19!!!! Hut ab! Mutig­ gespielt, leider kein glück gehabt. Ich hoffe sehr,­ dass burchert weiter munter und mutig mitspielt....nur­ mit mehr erfolg! :-) Ich weiß, ihr hsv-fans hört es­ nicht gerne und werdet gleich wieder wie irre negativ­ bewerten.....aber mit der spielweise werdet ihr nicht­ meister! Da ist euch leverkusen um einiges voraus.­ Trotzdem viel glück für die saison

    Von Petra W, am Mo 5.Okt. 19:35
  3. Bin Hsv'er und muß sagen,das es ein so genantes­ schweine spiel war und das muß man erstmal­ gewinnen...Hertha war schon bis neun angezählt... Der­ Burchert war die ärmste sau auf dem platz und kann für­ diese F-Jugend Abwehr überhaupt nix.....NUR DER HSV

    Von mittagheute, am Mo 5.Okt. 18:51
  4. Vielleicht kann mir mal jemand erklären, wo hier­ "Betrug" versteckt sein soll? Aber bitte­ logisch und nachvollziehbar. Daumen rauf und Daumen­ runter sind keine Erklärung.

    Von Andreas S, am Mo 5.Okt. 17:47
  5. Tragisch ??? eher wohl handfester Betrug !!!

    Von Alexander, am Mo 5.Okt. 17:07
  6. Ihr könnt maulen, so viel ihr wollt - die Viertelstunde­ zwischen dem 1:1 und dem 1:3 war das Unterhaltsamste­ und Kurioseste, was ich seit langem auf dem Fussbalfeld­ gesehen habe!

    Von Sven, am Mo 5.Okt. 12:19
  7. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    Lug, Schub und Betrug!

    Von Christoph, am Mo 5.Okt. 11:52
  8. tja, nach dem Spiel sollte auch dem allerletzten klar­ sein, daß es einfach die richtige Entscheidung war,­ Favre rauszuwerfen und einen Betonmischer zu holen.­ Denn zu mehr ist Gurkentruppe in dieser Saison nicht­ mehr in der Lage.

    Von Volker Armin H, am Mo 5.Okt. 10:20
  9. Da kann man ja echt zum HSV-Fan werden, wenn man diese­ Spielweise sieht. Keine Chancen rausgespielt und 3 Tore­ geschossen! Torwart Rost mit den meisten Ballkontakten,­ weil ohne Not, von der Mittellinie zu ihm zurück­ gespielt wurde. Nach vorne nur mit hohen Bällen, damit­ die abgedeckten Stürmer ja auch nicht den Ball bekommen­ und alle wundern sich, dass Torwart Rost nach 3­ Sekunden schon wieder in Ballbesitz ist. So kann man­ eigentlich unmöglich ein Fußballspiel gewinnen, der HSV­ doch! Super Mannschaftsleistung von Berlin, 4 Tore­ geschossen! Wofür steht da eigentlich der Trainer an­ der Seitenlinie? Darf der nicht ins Spiel eingreifen­ oder will der HSV Meister werden unter dem Motto: Egal­ wie gespielt wurde, Hauptsache gewonnen. Der nächste­ Gegner heißt Leverkusen. Wenn da Torwart Rost auch­ soviele Ballkontakte hat wie in Berlin, gibt es­ garantiert keine 3 Punkte für den HSV und mich nicht­ als Fan!

    Von Wolfgang, am Mo 5.Okt. 10:15
  10. Finde es klar übertrieben, wie vor allem die­ BILD-Zeitung den Hertha-Keeper angreift. Er hatte­ immerhin den Mut für seine desolate Abwehr zu kären.­ Die Tore waren schon mehr als unglücklich für Hertha,­ wenn auch sehr unterhaltsam.

    Von Raik, am Mo 5.Okt. 9:54
  11. Tja, der Keeper ist die ärmste Sau auf den Platz... Von­ den Vorderleuten im Stich gelassen riskiert er 2x Kopf­ und Kragen beim wegköpfen... Vielleicht kann man den­ Ball auch ins Aus köpfen, aber eigentlich kann die­ Mannschaft froh sein, dass er überhaupt mitspielt und­ direkt nach der Einwechslung 2x so mutig und richtig­ handelt... Dann schaen die Deppen zu, wie Jarolim und­ Zé den Ball, der lange unterwegs war, annehmen und ins­ verwaiste Tor einnetzen.. Und bilt schreibt was vom­ Keeper-Trottel...

    Trottel waren alle in Weiß-blau,­ nicht aber der Keeper... Der war nur ein: Von allen­ verlassen...

    Von airball_no_11, am Mo 5.Okt. 9:50
  12. ha ho he hertha bsc....und tschüss

    Von thomas, am Mo 5.Okt. 9:42
  13. na ja Simunic, Pantelic, Woronin weg, alles klar.­ Klubführung wie Bayern. Bayern kräftig beim Wettbüro­ kassieren.

    Von Stipe P, am Mo 5.Okt. 9:41
  14. Bin zwar FC Barca, HSV und RED BULL Salzburg Fan, finde­ es aer trotzdem sehr schade, wenn die Hertha untergehen­ würde! Ein erstklassiger Verein muß in der Hauptstadt­ sein! Wünsche den Herthanern alles gute! Laßt lieber­ die Bayer untergehen ..... ;-)

    Von Christian-Eddie K, am Mo 5.Okt. 9:38
  15. @Eu
    Mit Hoeneß wäre das nicht passiert ???
    Meinst Du­ wirklich, dass der die drei Tore verhindert hätte­ ?

    Funkel hat noch 'ne Menge Arbeit, wenn der die­ Gurkentruppe in der Liga halten will.

    Von TheSaint62, am Mo 5.Okt. 9:05
  16. Hertha war schon immer unbedeutend

    Von Onkel Dagobert, am Mo 5.Okt. 8:17
  17. Machtwechsel in Berlin. Union wird erstklassig, Hertha­ unbedeutend. x)

    Von Max D, am Mo 5.Okt. 6:59
  18. Mit Hoeneß wäre das nicht passiert.

    Im Übrigen darf­ man die Niederlage nicht dem Torwart anhängen.
    Es ist­ grundsätzlich richtig, in diesen Situationen heraus zu­ laufen. Leider hat er nicht nur unglücklich geköpft, er­ wurde auch von seinen Kollegen im Stich gelassen.

    Von Eu, am Mo 5.Okt. 6:55
  19. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    Großartig, die Niederlage von Berlin bzw. wie sie­ zustande gekommen ist, hat mir das Wochenende doch sehr­ versüßt :)

    Einzig und allein der Ersatzersatzkeeper­ der Berliner tut mir ein wenig leid...

    Btw, würde mich­ freuen wenn dieser Drecksverein absteigen würde.­ Unsympathisch hoch10 und das kommt nicht zuletzt davon,­ wie dort in den letzten 5 Jahren Personalpolitik­ betrieben wurde. Und Herr Hoeneß lacht sich vom Sofa­ aus ins Fäustchen, das er aus der Sache raus ist.

    Von sechsund90, am Mo 5.Okt. 6:38
  20. Arme hertha BSE dennen geht es auch nicht besser,als­ einer kranken kuh.Funkel hat ein hartes stück arbeit­ vor sich bis die kuh vom eis ist....

    Von Der Messias, am Mo 5.Okt. 5:03
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