Winokurow droht Astana-Teamchef

Eurosport - Sa 04.Jul. 11:00:00 2009

"Entweder er akzeptiert mich im Team oder er muss gehen," sagte Alexander Winokurow, der jüngst sein Comeback bekannt gab, über Astana-Teamchef Johann Bruyneel. "Wir bilden ein Team um Contador und Winokurow", so Nikolei Proskurine, Vize-Präsident des kasachischen Radsport-Verbandes, zur "L'Equipe".

CYCLING - Alexander Winokurow 2007 - 0

Lance Armstrong und der Spanier Alberto Contador werden nur noch bei der Tour de France in einem Team zusammen fahren. Bei dem von einem kasachischen Wirtschafts-Konsortium finanzierten Astana-Team deutet sich nach der Tour ein Wechsel an, der mit dem Ablauf der Dopingsperre des immer noch als Volkshelden verehrten Alexander Winokurow (35) am 24. Juli zusammenhängt. Der ehemalige Telekom-Profi Winokurow war 2007 des Dopings mit Fremdblut überführt worden und leugnet bis heute.

"Wir haben uns bereits mit Contador getroffen und ihm vorgeschlagen, dass er in Zukunft unser einziger Kapitän sein wird. Wir bilden ein Team um ihn und Winokurow. Wenn es nach uns geht, schon sehr schnell - bis September", sagte Proskurine.

Bruyneel und Armstrong mit neuem Team?

Bei seiner Pressekonferenz fast parallel zur Tour-Präsentation hatte Winokurow in Monte Carlo dem aktuellen Astana-Teamchef Johan Bruyneel den Krieg erklärt. Alles deutet darauf hin, dass sich der Belgier und sein Schützling Armstrong, hinter dessen sieben Toursiegen auch der Name Bruyneel steht, am Ende der Tour vom Team trennen werden, um ein eigenes zu gründen.

Dieses Szenario hätte schon fast bei der Tour aktuell sein können, weil Astana wegen Zahlungsrückständen riskierte, die Lizenz zu verlieren. Nach wochenlangem Hickhack gingen die fehlenden Gelder für Fahrer und Angestellte kurz vor der Tour ein, so dass das Team wie geplant unter gewohnter Regie an den Start gehen konnte. "Bruyneel hat durch seine öffentliche Kritik unserer Zahlungsmodalitäten ein schlechtes Bild unseres Landes gezeichnet", sagte Proskurine und machte deutlich, dass die Tage des Teamleiters gezählt sind.

Winokurow will bei der Polen-Rundfahrt (2. bis 8. August) wieder einsteigen und die Saison 2009 dann bei der Vuelta vom 29. August an und der WM in der letzten September-Woche in Mendriso/Schweiz fortsetzen. Er brauche "zwei Jahre", um sein ramponiertes Image wieder zu reparieren, meinte Winokurow.

dpa / Eurosport

Kommentare 1 - 10 of 10

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  1. Finde ich gut das Vinokurow wieder zurueck kommt,­ doping hin oder her, die zwei jahre sperre sind vorbei­ und damit hat er das recht wieder zu fahren.
    Soll doch­ der Armstrong aus Team Astana verschwinden, das war­ onehin nur ein PR-Gag, und ganz ehrlich gewundert hat­ mich das schon, das die Kasachen den ueberhaupt ins­ team gelassen haben , das kann nur finanzielle Gruende­ gehabt haben, denn die Amis mag in Kazakhstan nun­ wirklich niemand, dieses arrogannte pack.
    Und was die­ Zahlungsverzuege angeht, sowas ist in diesem Land­ normal und da haette sich der Armstrong mal besser­ informieren muessen, bevor er da einsteigt.

    Von Sven G, am So 5.Jul. 11:17
  2. Übrigens hat Lance schon eine Weie ein eigenes Team,er­ ist zusammen mit seinem ehemaligen Manager u­ lagjährigem besten Freund Bart Knaggs Besitzer u­ Manager des Trek-Livestrong U23 Teams mit Eddy Mercks­ Sohn Axel als Sportlichem Leiter.

    Von rothmichel111, am Sa 4.Jul. 20:23
  3. Na super! Scheint sowas wie eine kriminelle Vereinigung­ zu sein. Doping ist nichts anderes als Millionenbetrug­ gepaart mit Drogenkriminalität. Leider wird es nicht so­ behandelt. Wenn man das ernsthaft bekämpfen wollte­ müsste man nur konsequent sein. Wenn jemand erwischt­ wird sofort in U-Haft wegen Verdunkelungsgefahr mit­ einer Straferwartung nicht unter 2 Jahren. Dazu noch­ analog wie bei der Drogenkriminalität weitgehende­ Straffreiheit wenn die Quellen preisgegeben werden. Die­ dann erwischten Ärzte und Betreuer mindestens 3 Jahre­ Knast und lebenslanges Berufsverbot. Bei denen geht es­ nämlich nicht nur um Millionenbetrug und BTM, sondern­ die riskieren noch die Gesundheit und das Leben (Wie­ war das gleich mit Griffith-Joyner?)von tausenden­ jungen Sportlern. Würde das in der Art in ganz Europa­ unabhängig von der Nationalität des Betroffenen­ konsequent durchgezogen wäre Doping in kürzester Zeit­ kein Thema mehr und man würde sehr schnell sehen,­ welche nichteuropäischen Athleten noch an Wettkämpfen­ in Europa teilnehemn würden. Die Haupttäter sind die­ Ärzte und Betreuer.Wenn die das nicht mitmachen würden­ und den Sportler nicht oft sogar dazu nötigen würden­ wäre der Sumpf schnell trockengelegt. Ich verstehe­ nicht, warum immer so getan wird, als ginge es hier nur­ um ein paar Titel oder Medaillen. Ein Blick in die­ Lichtathletik bei der die Deutschen in der­ Nachdopingzeit international ziemlich chancenlos sind­ reicht doch. Nehmen wir doch nur einen Athleten wie den­ Weitspringer Bayer als Beispiel und unterstellen, dass­ er sauber ist. Angenommen die Amis sind gedopt, wird er­ immer nur 2. oder 3..
    Würde er Weltmeister und­ Olympiasieger könnte er Millionen verdienen. Bleibt ihm­ das verwehrt, weil die Konkurrenz dopen kann ist er­ schlicht um Millionen beschissen worden. Sowas ist kein­ Kavaliersdelikt und gehört entsprechend behandelt.
    Ich­ denke, niemand will das wirklich bekämpfen, zumal im­ IOC und den Verbänden viele Athleten sitzen, die in der­ Dopingära ihre Erfolge sammelten

    Von Eckart, am Sa 4.Jul. 14:58
  4. vino u sein team braucht echt keiner. es sind leute wie­ er, die dem radsport jede glaubwürdigkeit nehmen.

    Von vgm94, am Fr 3.Jul. 20:57
  5. Vino soll bleiben wo der Pfeffer wächst.Den werd ich,­ und bestimmt sehr viele andere, nicht mehr ansehn
    So­ ein Vogel !!!

    Von Sren S, am Fr 3.Jul. 20:53
  6. Hoffentlich hat LA nächstes Jahr sein eigenes Team und­ muss sich nicht mehr mit dieser Russenmafia rumärgern.

    Von juergenweber62, am Fr 3.Jul. 20:48
  7. Foxxy Brown hat Recht. Politiker verschwinden auch­ nicht nach Verfehlungen, sondern wandern halt in die­ zweite Reihe. Ein Berufsverbot kenne ich eigentlich nur­ bei Ärzten, die sich aber schon allerhand leisten­ müssen, um ihre Aprobation zu verlieren.
    Ausserdem­ würde jeder von UNS auch weiterfahren wollen, bei den­ GEHÄLTERN!
    Da muss ich lange arbeiten, bis ich auf­ diese Summen komme, wenn überhaupt.

    Das Geld ist der­ Faktor, der entscheidet.
    Vielleicht denkt sich Vino­ auch er könne sich mit ein paar weiteren Siegen auch­ rhabilitieren, wer weiss schon was in diesen Köpfen­ vorgeht.

    Von Jens S, am Fr 3.Jul. 18:05
  8. hahaha. Bryneel hat ein schlechtes Bild von Kasachstan­ gezeichnet?
    Das waren ja wohl die Idioten, die nicht­ zahlen, selbst. Aber Contador und Winokurow in einem­ Team, das paßt gut. Der Winokurow kann noch viel von­ Contadors Dopingpraxis lernen.

    Ernsthaft, die UCI­ sollte dem Haufen die Lizenz entziehen, dann wäre­ wenigstens ruhe.

    Von Volker Armin H, am Fr 3.Jul. 17:40
  9. Ganz einfach, weil es deren Beruf ist. Keine­ Verschörung etc., so banal ist das.
    Doping ist Mist,­ aber zB Banker bekommen ja auch kein Berufsverbot,­ obwohl die auch Betrüger sind.

    Von Foxxy Brown, am Fr 3.Jul. 17:15
  10. warum diese alten junks immer sooo heiß auf ein­ comeback sind?? wer braucht den noch diesen vino?
    wenn­ der wieder vorne mitfährt ist ohnehin klar warum!

    Von kave, am Fr 3.Jul. 16:35
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