Wimbledon - Roddick beendet Murrays Traum

Eurosport - Sa 04.Jul. 09:34:00 2009

Der Leidensweg für die britischen Tennisfans geht weiter: Andy Roddick machte mit einem Viersatzerfolg über Andy Murray den Traum vom ersten britischen Wimbledon-Erfolg seit 73 Jahren zunichte. Der US-Amerikaner zwang den Lokalmatador im Halbfinale mit 6:4, 4:6, 7:6 (9:7) und 7:6 (7:5) in die Knie.

TENNIS 2009 Wimbledon Roddick - 0

"Ich musste mein bestes Tennis zeigen, um dieses Halbfinale zu gewinnen. Über das Spiel von Murray kann ich gar nicht genug Gutes sagen. Er hat in den vergangenen Jahren stärker gespielt als ich, nur heute war ich ein bisschen besser - das war der kleine Unterschied", analysierte Roddick, der nun im Finale am Sonntag (15:00 Uhr im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de) auf Roger Federer trifft. Bereits 2004 und 2005 standen sich Beide an der Church Road im Endspiel gegenüber - jeweils mit dem besseren Ende für den Schweizer.

Roddick behält die Nerven

Wie im ersten Halbfinale zwischen Federer und Tommy Haas entwickelte sich auch bei Murray und Roddick von Beginn an ein enges Duell. Beide servierten hervorragend und erst als der Brite beim Stand von 4:5 gegen den Satzverlust aufschlug, versagten dem 22-Jährigen die Nerven. So kam Roddick überraschend zur Satzführung.

Der Rückschlag stachelte Murray an. Der Weltranglisten-Dritte eröffnete den zweiten Durchgang mit dem Break zum 1:0 und riss die 15.000 Zuschauer am Centre Court zu Begeisterungsstürmen hin. Murray transportierte den Vorteil bis zum Satzausgleich. Danach sah es so aus, als ob Roddick einknicken würde, doch der 26-Jährige wehrte gleich zu Beginn des dritten Durchgangs drei Breakbälle seines Kontrahenten ab. Wenig später durchbrach der Weltranglisten-Sechste sogar das Service des Schotten zum 3:1. Doch Murray fightete zurück und erzwang den Tiebreak, der zum Krimi wurde. Das bessere Ende hatte allerdings Roddick, der mit dem 9:7 zur 2:1-Satzführung kam.

"Nun ist es wahr geworden"

In der Folge belauerten sich Beide wieder, zogen ihre Aufschlagspiele durch - bis es wieder in den Tiebreak ging. Und erneut war es Roddick, der im entscheidenden Moment der Bessere war. Über 3:1 und 5:2 kam der Texaner nach 3:03 Stunden zum Matchgewinn.

"Ich wusste nicht, ob ich in meiner Karriere überhaupt noch einmal die Chance bekommen würde, in einem Grand-Slam-Finale zu stehen. Doch nun ist es wahr geworden. Gegen Federer war ich in den vergangenen Partie immer nahe dran, ich muss mich jetzt aber erst einmal neu sortieren", erklärte ein sichtlich bewegter Roddick.

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Tobias Laure / Eurosport

Kommentare 1 - 1 of 61

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    jetzt holt sich andy noch den modesünder aus der­ schweiz dann ist alles in ordnung !

    Von ferstlc, am Fr 3.Jul. 19:59
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