Tour de France - Die deutschen Tour-Hoffnungen, Teil I

Eurosport - Sa 04.Jul. 15:28:00 2009

Von Sprint-Hoffnung Gerald Ciolek bis Ausreißer Jens Voigt - bei der Tour de France 2009 sind 15 deutsche Fahrer am Start.

CYCLING 2008 Jens Voigt - 0

Gerald Ciolek: Für den 23-Jährigen ist es die zweite Teilnahme bei der Tour und die erste, bei der im Team Milram ihm allein die Aufmerksamkeit bei Sprintankünften gehört. Allerdings hat der jüngste deutsche Tourteilnehmer eine schwere Saison hinter sich, in der er nicht an die zahlreichen Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen konnte. Wenn der Wahlschweizer in Frankreich sein ganzes Potential abrufen kann, ist er im Kampf um das Grüne Trikot zu beachten, weil er normalerweise ganz gut über die Berge kommt.

Markus Fothen: Der 27-Jährige ist das vierte Mal bei der Tour dabei und bestritt 2006 mit einem 14. Gesamtrang seine erfolgreichste Frankreichrundfahrt. Es darf aber bezweifelt werden, dass der U23-Zeitfahrweltmeister von 2003 dieses Ergebnis in diesem Jahr wird erreichen können. Fothen hinkt seiner Form vergangener Jahre hinterher und wird bei Milram wohl seinem Kapitän Linus Gerdemann als Edelhelfer zur Seite stehen.

Johannes Fröhlinger: Der Freiburger ist mit 24 Jahren noch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt und das erste Mal beim wichtigsten Radrennen des Jahres am Start. Sein Ziel wird es sein Erfahrungen zu sammeln, und sich voll und ganz in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Der Milram-Fahrer hat sich seine Teilnahme bei der Tour durch aufsteigende Form und gute Ergebnisse im Frühjahr verdient.

Linus Gerdemann: Der 26-Jährige Milram-Kapitän ist bei seiner zweiten Tour-Teilnahme die größte deutsche Hoffnung auf einen vorderen Platz in der Gesamtwertung. Den Form-Beweis um den Ansprüchen gerecht zu werden, ist der Wahlschweizer in diesem Jahr allerdings schuldig geblieben. Dem Sieg bei der Bayernrundfahrt stehen eine Reihe durchwachsener Ergebnisse wie zuletzt ein 41. Platz bei der Tour de Suisse gegenüber. Vielleicht kann Gerdemann sein Konto der Tour-Tage in Gelb ein wenig erhöhen und am Ende einer Etappe einen Tagessieg feiern.

Simon Geschke: Etwas überraschend kommt die erste Tourteilnahme des 23-Jährigen Berliners. In seinem ersten Jahr als Profi ist die erste Divise im Skil-Shimano-Team: Erfahrungen sammeln. Das Wildcard-Team wird sich vermehrt in Ausreißergruppen präsentieren und auch für Geschke, der sich in den Bergen am Wohlsten fühlt, Gelegenheiten bieten, vielleicht für einen Überraschungs-Coup zu sorgen.

Bert Grabsch: Der 33-Jährige hat sowohl bei der Weltmeisterschaft als auch bei den nationalen Titelkämpfen, als er Tony Martin knapp hinter sich lassen konnte, den Sieg im Zeitfahren errungen. Der Wittenberger wird mit seinen Qualitäten vor allem im Mannschaftszeitfahren und in der Tempoarbeit für seinen Kapitän Mark Cavendish gefragt sein. Wie gut Grabsch über die Berge bis Annecy kommt wird sich zeigen. Ist er noch fit, kann er natürlich auch beim Einzelzeitfahren ein Wörtchen mitreden.

Heinrich Haussler: Mit 25 Jahren ist der Freiburger das dritte Mal bei der Tour am Start, das erste Mal in Diensten von Cervélo. Der gebürtige Australier sorgte im Frühjahr mit zweiten Plätzen bei den Klassikern Mailand-San-Remo und der Flandern-Rundfahrt für Aufsehen. Mit seiner guten Form wäre er ein Kandidat für das Grüne Trikot, sollte er sich teamintern gegen die nominelle Nummer Eins Thor Hushovd durchsetzen können.

Andreas Klier: Im Alter von 33 Jahren ist es für den Cervélo-Profi nach 2000 etwas überraschend der zweite Auftritt bei der großen Schleife. Der Münchner ist eigentlich ein Klassiker-Spezialist und nicht der Mann für die großen Rundfahrten, soll aber mit seiner Routine für Ruhe im Feld sorgen und den Überblick über das Renngeschehen waren. Klier wird sich in den Dienst seines Mannschaftskapitäns und Tour-Mitfavoriten Carlos Sastre stellen

TV-Tipp:

Der Kampf ums Gelbe Trikot täglich Live: Verfolgen Sie die Tour de France hautnah mit allen 21 Etappen von Monaco nach Paris, über Pyrenäen und Alpen, durch Regen und Hitze in unseren ausführlichen TV-Übertragungen, mit dem Eurosport Player oder im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de!

Jonathan Schwarz / Andreas Schulz / Eurosport

Kommentare 1 - 9 of 9

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  1. Soory, wenn man lesen kann, ist man klar im Vorteil.­ Hatte den 2. Teil übersehen

    Von c_kaltenborn, am Fr 10.Jul. 15:57
  2. Und Klöden ist jetzt kein deutscher Fahrer mehr?

    Von c_kaltenborn, am Fr 10.Jul. 15:51
  3. Die Herrn Jonathan Schwarz und Andreas Schulz­ sollten­ nochmal die Klippschule besuchen, statt hier dumm­ rumzuspammen!!!!

    Von schleck_dein_handy, am Fr 3.Jul. 8:47
  4. „Fothen hinkt seiner Form vergangener Jahre­ hinterher...“

    Da fragt man sich doch: Ja warum denn­ bloss? Zu Beginn seiner Karriere ein beachtlicher 12.­ Platz beim Giro und ein Jahr spaeter 14. bei der Tour.­ Und seit dem? Man sollte doch annehmen, dass sich ein­ Rennfahrer - speziell in jungen Jahren - entwickelt und­ von Jahr zu Jahr (zumindest geringfuegig) besser wird.­ Seine Entwicklung legt in meinen Augen die Vermutung­ nahe, dass er damals mit Doping nachgeholfen hat und­ nun womoeglich sauber unterwegs ist. Ich hoffe sehr,­ dass er heute sauber faehrt und ich wuerde mich mehr­ ueber einen „sauberen“ 60. Platz von ihm freuen, als­ ueber einen Platz in den Top 20, errungen mit illegalen­ Mitteln.

    Aber hier gibt es offensichtlich ein Problem.­ Nach dem ein gewisser Jan Ullrich die Tour gewonnen und­ ein grosses Radsportinteresse geweckt hat, warten nun­ doch alle auf den „neuen“ Jan Ullrich. Oft hiess es,­ Linus Gerdemann soll es sein. Dabei finde ich es­ absolut vermessen und unangebracht, von ihm (oder jedem­ anderen Fahrer) eine Top-Platzierung zu erwarten. Einem­ sauberen Fahrer ist es sicherlich unmoeglich, sich mit­ den bis unter die Haarspitzen vollgepumpten Fahrern zu­ messen. Und von denen scheint es leider immer noch­ welche zu geben.

    Doping scheint im Fahrerfeld­ weiterhin weit verbreitet zu sein und viele Leistungen­ scheinen mir unglaubwuerdig und zweifelhaft. Ein­ Gerdemann auf einem 41. Gesamtrang ist mir deshalb viel­ sympathischer als jemand, der die Berge am Hinterrad­ von Armstrong, Contador und wie sie alle heissen,­ hochradelt, oder diese sogar stehen laesst…

    Von aschmitt12345, am Do 2.Jul. 23:06
  5. weil den jemand unterschrieben hat. er ist soetwas wie­ ein signierter radsportler. der ist mal irgendwann viel­ wert. jetzt kaufen sag ich da nur!!!

    Von bock.roger, am Do 2.Jul. 15:48
  6. wieso ist fröhlinger:ein"unterschriebenes Blatt­ ".

    Von slin, am Do 2.Jul. 15:27
  7. taja, das sind alles nur hoffnungen, aber die hoffnung­ ist im radsport doch schon lange tot... also diese­ jungs radeln im verseuchten doping tour de albern tross­ mit. was soll es denn da für eine hoffung geben, hallo­ eurosport!?!?! alles ok bei euch? ziemlich heiss heute,­ gell!!! gerdemann wir am mont ventoux so hinterher­ radeln, dass er mir jetzt schon leit tut, wenn lance­ und contador die epo-pedalen wirbeln... und einen neuen­ rekord aufstellen!!!

    Von bock.roger, am Do 2.Jul. 14:50
  8. Divise..?
    den Ueberblick waren..?
    ein weitgehendes­ unterschriebenes Blatt..?

    Die Herrn Schwarz und Schulz­ sollten sich mal bei Dr. Becker (mein ehemaliger­ Deutschlehrer) melden.

    Von Morski, am Do 2.Jul. 13:33
  9. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    alles looser.. tut mir leid.. nicht weil sie so­ schlecht sind oder uerfolgreich.. sie sind radfahrer­ das reicht schon aus.. selbst wenn sie nicht mit­ dopingmittel vollgestopft sind ( was vll der grund ist­ für ihre mäßigen erfolge) so sind sie doch anhänger­ eins von lügen und betrug angehauchten sportes, der­ jeden treuen rad-fan ( wie mich einst ) übers ohr haut­ und verarscht.. RIP le tour de france´

    Von Jasar, am Do 2.Jul. 12:34
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