Eurosport - Sa 04.Jul. 12:44:00 2009
Nach der zweijährigen Sperre für Olympiasiegerin Claudia Pechstein wegen angeblichen Blutdopings hat die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft der Athletin Rückhalt gewährt. "Die DESG steht an der Seite der Athletin und geht bis zur rechtskräftigen Verurteilung von ihrer Unschuld aus."
Das erklärten Verbandspräsident Gerd Heinze und Anwalt Marius Breucker in einem gemeinsam unterzeichneten Schreiben.
Die Disziplinarkommission der Internationalen Skating Union (ISU) hatte bei Pechstein im Rahmen der Weltmeisterschaften in Hamar am 6. und 7. Februar erhöhte Werte bei Retikulozyten (junge rote Blutkörperchen) festgestellt.
Alles nur Pech oder Doping?
Andere Blutwerte, die auf Doping hindeuten könnten - etwa Hämoglobin oder Hämatokrit -, seien unauffällig gewesen, teilte die DESG mit. Die ISU stützte ihren Vorwurf darauf, dass ein erhöhter Retikulozyten-Wert nur durch Blutdoping zu erklären sei.
Im Verfahren hinzugezogene Sachverständige hielten die von der ISU erhobenen Daten wegen offenkundiger Fehler nicht für verlässlich. Mögliche Ursachen eines erhöhten Retikulozyten-Wertes könnten in einer Krankheit oder Anomalie des Blutes liegen. Aufgrund eines einzelnen Blutwertes sei ein verlässlicher Doping-Nachweis nicht zu führen.
Pechstein bot an, sich auf mögliche Anomalien untersuchen zu lassen. Die aufwendige Diagnostik kann jedoch Wochen oder Monate dauern. Pechstein erklärte sich zudem zu einem mehrwöchigen Screening mit lückenloser Erhebung sämtlicher Blutwerte und EPO-Tests bereit, um ihre Unschuld zu beweisen.
Die aus Mitgliedern der ISU bestehenden Disziplinarkommission war der Auffassung, Pechstein hätte den Beweis einer Blutkrankheit schon vor der mündlichen Verhandlung erbringen können. Pechstein kannte die medizinischen Hintergründe seit Ende Mai und hatte im Juni eine umfangreiche Diagnostik eingeleitet, die allerdings noch nicht abgeschlossen ist. Die Disziplinarkommission war daher der Auffassung, Pechstein trage die Beweislast und sei zu sperren.
Kommentare 1 - 8 of 28
noch so eine unglaubwürdig gewordene Sportart. noch schlimmer aber sind diese Aussagen: Die DESG steht an der Seite der Athletin und geht bis zur rechtskräftigen Verurteilung von ihrer Unschuld aus."
Nee is klar. Aber wenn das Urteil raus, dann wird auf die Athleten eingeprügelt was das Zeug hält.
Man sollte mal von vornherein eine klare Linie duchziehen und auch dazu stehen.
@ hansjoachim strutz
ich habe selber 5 jahre eisschnelllauf gemacht , und glauben sie mir: die "keulen" wachsen von ganz allein
auch ohne doping ; )
zu frau pechstein: die leistungsexplosion vor ca 2 jahren war wirklich mehr als auffällig,
trotzdem gilt die unschuldsvermutung, bis der eindeutige beweis der schuld erbracht ist!
Hallo alle zusammen.
Frage: Wer von Euch kennt einen Ausdauersport, bei dem es Geld und Ruhm zu ernten gibt und bei dem Doping uninteressant ist? Wo in der Gersellschaft sind keine Betrüger anzutreffen, geht es ums Geld?
Ich habe KEINE Probleme damit, können auch die SportlerInnen diesen Anreizen nicht widerstehen. Ich verstehe es, doch ich akzeptiere es nicht.
alle zu bis unters dach
da wo geld oder viel geld im spiel ist wird manipuliert :war so ;is so ;wird so bleiben PUNKT
Die Frage die sich langsam stellt ist die ob es überhaupt noch eine Sportart gibt die sauber ist.
Jeder Verband will nicht wahr haben, daß seine Athleten dopen- schrecklich, diese Naivität!Nur schonungslose Offenheit und Recherche kann hier helfen; Zweifel bleiben dann immer noch, wie z. B. Im Radsport.
Eisschnellauf-Friesinger und viele andere( im Aussehen nach gestählte,muskulöse)Athleten - an ihnen haften genau solche (Doping-)Geschichten.
Der Verdacht wurde schon im Februar von den Niederländern geäußert. Die DESG hatte dann aber per Gerichtsbeschluß weitere derartige Behauptungen unterbinden lassen.
Aber als Mitglieder des russischen Biathlon-Team des Dopingverdachts überführt und gesperrt wurden, haben sich die Deutschen empört und verhielten sich arrogant und selbstherrlich. Die Russen wehrten sich genauso wie die Deutschen, sie konnten sich nur nicht durchsetzen und wurden während der WM in Korea gesperrt.
Aber die DESG hatte die Frechheit alle Vorwürfe von sich zu weisen und drohte mit juristischen Schritten. Worin liegt in beiden Fällen der Unterschied? Haben die Deutschen Geld bezahlt, dass im Februar nicht die gleiche Konsequenzen gezogen wurde wie bei den russischen Biathlom-Team?
Die Wahrheit kommt irgendwann immer raus! Eigentlich ist das Verhalten des DESG schon eine Dreishet!
Ich glaube, da hilft auch aller Beistand nichts. Habe früher beim SC Einheit Dresden (Leichtathletik) trainiert und als junger Fritze einige damalige DDR-Vorzeigeathletinnen wie Karin Enke, Christa Rothenburger und Andrea Schöne (Eisschnelllauf-Olympiasiegerinnen) gesehen. Jetzt weiß ich, warum die solche Keulen an den Beinen hatten. ;-)) Kristin Otto forever!!! Nur ein ein Scherz... ;-)) SCHEISS DOPING!!!! Kein Scherz...
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