Eurosport - Do 04.Jun. 17:40:00 2009
Noch zwei Schritte bis in den Tennis-Himmel, noch zwei Siege bis zum Eintrag mit Goldrand in die Geschichtsbücher. "Der Weg ist frei für Roger Federer", titelte die "L'Équipe", und selbst die sonst so nüchternen Informationspolitiker der ATP schrieben: "Zwei Siege noch bis zur Unsterblichkeit".
Zum elften Mal schlägt der 27-jährige Schweizer in diesem Jahr bei den French Open auf, zum fünften Mal steht er beim wichtigsten Sandplatz-Turnier der Welt im Halbfinale - und ist in Paris doch bislang immer nur Federer, der Unvollendete geblieben.
In den vergangenen Jahren stand ihm Rafael Nadal im Weg, doch der viermalige Champion ist nach seinem Achtelfinal-Aus längst wieder auf Mallorca. Und so soll es an diesem Sonntag endlich klappen mit der sehnsüchtig erhofften Trophäe, die Federer nach drei Final-Niederlagen gegen Nadal bislang nur aus der Ferne betrachten durfte.
Der mühsame Zweitrunden-Sieg gegen den Argentinier Jose Acasuso: vergessen; das Beinahe-Aus gegen den Hamburger Thomas Haas: abgehakt. "Ich war nervös vor dem Spiel", gab Federer nach dem 7:6 (8:6), 6:2, 6:4 im Viertelfinale gegen den französischen Publikumsliebling Gael Monfils zu. Nach dem Nadal-Aus war der Druck auf den Weltranglisten- Zweiten enorm gewachsen. Federer hielt ihm stand.
Bald in einer Reihe mit Agassi?
Im Halbfinale wartet der Weltranglisten-Fünfte Juan Martin del Potro. Der fast zwei Meter große Argentinier hat in fünf Versuchen noch nie gegen Federer gewonnen. Zuletzt beherrschte der 13-malige Grand-Slam-Sieger den Grand-Slam-Halbfinal-Debütanten in der Runde der besten vier beim Masters-Turnier in Madrid. "Ich glaube, der liegt mir", sagte Federer über seinen nächsten Gegner.
Denn zwei Tage später will er noch einmal raus auf den Court Philippe Chatrier, will einem weiteren Kontrahenten gegenüberstehen und dann, am Sonntagabend, endlich den Coupe des Mousquetaires in den Himmel über Paris strecken. Die silberne Trophäe des Roland-Garros-Champions ist die einzige Grand-Slam-Krone, die in Federers Reich noch fehlt.
14 Grand-Slam-Titel hat vor ihm nur einer geschafft: der legendäre Pete Sampras. Siege bei allen vier Grand-Slam-Turnieren haben vor ihm nur fünf Spieler geschafft: die unsterblichen Andre Agassi, Donald Budge, Roy Emerson, Rod Laver und Fred Perry.
Kein Roland Federer
Vor den Namen der möglichen Endspiel-Gegner müsste Federer dagegen nicht in Ehrfurcht erstarren. Von neun Partien gegen Nadal-Bezwinger Robin Söderling aus Schweden hat Federer neun gewonnen, von 13 gegen den Chilenen Fernando Gonzalez nur eine verloren. "Natürlich ist es jetzt mein Traum, hier zu siegen", sagte Federer.
Und auf die Frage eines Journalisten, ob er das Kind, das seine Frau Mirka im Sommer erwartet, dann nicht Roland nennen wolle, sagte er lächelnd: "Ich bin nicht sicher, ob ich das Turnier gewinnen werde, aber ich bin mir sehr sicher, dass wir unser Kind nicht Roland nennen werden."
Kommentare 44 - 63 of 63
Ich weiss nicht, was ihr alle habt! Ich als Schweizer bin natürlich absolut bedingungsloser Anhänger von Federer, aber auch objektiv betrachtet kann man sicher sagen, dass er Grossartiges geleistet hat und nicht einfach nur "die Gunst der Stunde" genutzt hat, weil in den letzten Jahren angeblich keine so guten Tennisspieler auf der ATP-Tour waren. Solche Ideen kann ich nicht ernst nehmen.
Da Nadal Federer in Paris seit einigen Jahren schon vor der Sonne steht, ist er bei mir mich als Federer-Fan natürlich nicht gerade beliebt, aber ehrlicherweise muss ich zugeben, dass Nadal sowohl im Sieg als auch in der Niederlage meines Wissens immer fair geblieben ist und das rechne ich ihm hoch an. Schade, dass er es nicht in den Final geschafft hat, denn erstens werden jetzt (im Falle eines Sieges von Roger) einige sagen, er hätte es nur geschafft, weil Nadal nicht ins Finale kam, und zweitens hätte ich es Roger gegönnt, Nadal einmal in Roland Garros im Finale zu schlagen... Ob er das geschafft hätte, ist aber selbstverständlich ungewiss...
An yvanmilincic:
Was genau soll an Helmuth Pallers Beitrag rassistisch gewesen sein???
Zum Thema Trainingsstunden mit Andy Murray: Ich glaube, die Betonung sollte auf ANGEBLICH liegen. Meine Güte, was für dummes Geschwätz!
tennschi1: halt endlich den rand! kaum hat jemand ne andere meinung als du, schon hat er keine ahnung vom tennis. DU NERVST !!!
ich habe teilweise das Gefühl, dass hier tatsächlich gute "Auseinandersetzungen" stattfinden. Auf der anderen Seite, wenn ich sehe, was für Schwachmaten mit ihren Beleidungen etc. hier anrichten... Na ja...
Wenn Du mit dem Finger auf jemanden zeigst, dann schau Dir Deine Hand an..
Du wirst sehen, dass 3 Finger auf Dich zeigen! ;-)
dann sind die Nadalfans aber Säuglinge, lol
ich glaub die meisten federer fans hier sind kinder.......
oh je da ist jemanden die hirnmasse abhanden gekommen.
hey pupekatzi nadal ist 22 und er hat noch ca.10 jahre vor sich ..
federer ist ein schwachsinn er hat kein power gegen nadal (WIMBLEDON,AUSTRALIA,und natürlich french open...)
Tennschi warum hast du ein Raffaelo Bild?
arabeskbaba
????????????
Ab zurück in die Gosse sag ich da nur.............
Nein Borg bleibtn der beste sanplatzspieler,6 fo titel sprechen für sich.
muster hat ebenfalls bis jetzt noch mehr sandtitel als nadal.
Jetzt mal bitte nicht übertreiben bei Nadal.
tennschi halts maul. bist sicher aus der schweiz. komm mir nicht mit technik und taktik. nadal macht federer in einem grand slam finale fertig. das haben wir alle gesehen.
Die Direktbegegnungen
Roger Federer hat Juan Martin Del Potro in allen fünf Aufeinandertreffen besiegt. Und wie: Er gab dabei keinen Satz ab, musste nicht einmal ins Tie Break. Die letzte Begegnung, im Halbfinale von Madrid, endete 6:3,6:4. Dies war gleichzeitig die einzige auf Sand. Zuvor hatte der Schweizer den Gaucho am Australian Open mit 6:3, 6:0, 6:0 vermöbelt.
Alles spricht für den Schweizer
Wer nach einer Statistik sucht, bei welcher Del Potro die Weltnummer Zwei hinter sich lassen kann, muss tief graben. Gewonnene Titel (58 vs. 5), Preisgeld (50 Mio. Franken vs. 3 Mio. Franken), Erfahrung (20 Grand-Slam-Halbfinals in Serie vs. erstes Halbfinale), bei den Siegen in diesem Jahr halten sich die beiden Spieler die Stange (je 26), wobei Del Potro bereits acht, Federer erst sechs Niederlagen zu verzeichnen hat. Nicht einmal bei den Assen (59 vs. 43 Asse) kann der lange Argentinier (1,98 Meter) dem Schweizer das Wasser reichen – das hat aber auch seinen Grund.
arabeskbaba, für dich ist es vielleicht langweilig, weil du nichts von richtigem tennis verstehst. seit der draußen liegt, hat die qualität des tennis gewonnen. tennis ist nämlich nicht nur gedresche, gestöhne sondern technik und taktik - aber davon verstehst du als naddl-anhänge ja nichts.
ohne nadal ist tennis langweilig. federer wird das turnier locker gewinnen. gegen del potro hat er glaub ich noch nie verloren. es gibt keine guten tennisspieler mehr.
nadal the best ...
vamos rafa
klinsfrau..shut up!
Immer wieder erschreckend wieviel Eierköppe hier posten. Macht echt keinen Spass mehr ....
michael.fischkin,
jeanninelauterburg sagt lediglich, daß nadal zu den größten tennisspielern gehört und nicht zu den beiden größten. und damit hat sie völlig recht. nadal hat mit jetzt 23 jahren soviele grandslam-turniere gewonnen wie B.becker in seiner gesamten karriere. zusätzlich ist sein status als bester sandplatzspieler aller zeiten schon jetzt unbestritten.das sagt sogar björn borg. man sollte sich immer bemühen, die essenz eines beitrages genau zu lesen, bevor man kritisiert...:-)
@jeanninelauterburg: sorry, aber aus objektiver Sicht: Warum gehört Nadal zu den beiden größten Tennisspielern der Tennisgeschichte? Er ist gut, er ist ein großer Sportler, aber bis zu den größten ist es noch ein weiter Weg für Nadal. Allein was die Statisktik angeht...
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