EM 2008 - Cech: "Auf alles gefasst sein"

Eurosport - Do 05.Jun. 11:23:00 2008

Petr Cech hat noch eine Rechnung offen. Bei der EM 2004 unterlag sein Team im Halbfinale ausgerechnet dem späteren Überaschungssieger Griechenland. "Dieses Mal wollen wir es besser machen", meinte der 26-Jährige, der seit 2002 Stammkeeper der tschechischen Nationalmannschaft ist.

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Bei vielen Experten stehen die Tschechen als Geheimtipp auf der Liste. Mit Tomas Ujfalusi (AC Florenz), Milan Baros (FC Portsmouth) und vor allem mit Chelsea-Torwart Chech hat Nationaltrainer Karel Brückner eine schlagkräftige Truppe am Start - auch ohne den verletzten Tomas Rosicky (FC Arsenal)

Doch die Gruppe A hat es in sich. Hier spielen Gastgeber Schweiz, Portugal und die Türkei. "Wir haben einige Spieler ausgetauscht, manche sind zurückgetreten", so der Welttorhüter des Jahres 2005 gegenüber EUROSPORT. "Aber wenn man die Teams von heute und vor vier Jahren vergleicht, haben beide die mindestens gleiche Klasse."

Wiedersehen mit Ex-Kollege

Nach dem WM-Debakel mit dem Ausscheiden in der Vorrunde stand aber Brückner im Feuer der Kritik. Doch der 68-jährige Trainerfuchs blieb standhaft und verteidigte sein Amt. Vielen gestandenen Spielern fiel damals ein Stein vom Herzen. "Das war die einzig richtige Entscheidung", stellte Cech klar, dem die Rolle seines Teams als "Underdog" bei der EURO 2008 gefällt. "Wir haben nichts zu verlieren, wir können nur gewinnen."

Dass die Ballzauberer aus Tschechien aber auch große Spiele für sich entscheiden können, haben sie spätestens beim 3:0-Erfolg in München gezeigt. Mit dem Sieg gegen Deutschland und Platz eins in der Qualifikationsgruppe tankten alle Akteure viel Selbstvertrauen. "Wichtig ist, dass wir uns auf uns selbst konzentrieren. Im Moment rechnet niemand mit uns, aber das kann für uns ein großer Vorteil sein."

Zu einem Wiedersehen mit Ex-Kollege Alexander Frei kommt es bereits zum Auftakt, wenn Tschechien am 7. Juni im Eröffnungsspiel in Basel auf die Schweiz trifft. "Ich kenne ihn noch sehr gut aus unserer gemeinsamen Zeit in Rennes. Damals war er Torschützenkönig in der französischen Liga", so Cech, der dem Eidgenossen diesmal keinen Treffer gönnt. Zurecht, denn seine Mannschaft will dieses Mal über das Halbfinale hinaus kommen. "In meiner Karriere habe ich gegen die besten Fußballer der Welt gespielt. Man muss auf alles gefasst und immer konzentriert sein, dann kann man jedes Ziel erreichen."

Dirk Adam / Eurosport

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