EuroLeague - Panathinaikos feiert ausgelassen

Eurosport - Mo 04.Mai. 11:33:00 2009

Griechische Euphorie in grün am Ende der Basketball-Festtage von Berlin. Wie kleine Kinder feierten die langen Kerle mit Sektduschen den 73:71-Erfolg und den fünften Triumph in der Europaliga. "Ich glaube, ich bin im Himmel", sagte Center Kostas Tsartsaris.

BASKETBALL 2008-2009 EuroLeague Panathinaikos Athen - 0

Als der letzte Wurf von Titelverteidiger ZSKA Moskau nur am Ring landete, gab es für Spieler und Fans von Panathinaikos Athen kein Halten mehr. Auch wenn das international besetzte Team die Trophäe nach einem 23-Punkte-Vorsprung fast noch aus der Hand gegeben hätte.

Sieben Monate nach dem lauen Gastspiel der NBA-Teams aus New Orleans und Washington in Berlin ließen Europas Beste den kontinentalen Basketball in glänzendem Licht strahlen. "Die Leute schauen gern NBA. Doch während der Vorrunde ist der Basketball dort nur Show. Hier spielen wir, um zu gewinnen", sagte Panathinaikos- Trainer Zeljko Obradovic und unterstrich: "Ich bin sehr glücklich in Europa. Es ist mir nie durch den Sinn gegangen, in der NBA zu trainieren."

Obradovic König unter den Trainern

Mit sieben Euroleague-Titeln bei vier verschiedenen Clubs ist Obradovic der erfolgreichste Trainer in der europäischen Königsklasse. Seit zehn Jahren besetzt der Serbe den einstigen Schleudersitz in Athen und hat die "Grünen" in 21 Finals zu 18 Titeln geführt. Hätte der Litauer Ramunas Siskauskas seinen Drei-Punkte-Wurf unmittelbar vor Schluss getroffen, wäre ZSKA nach einem intensiv geführten Endspiel allerdings zum siebten Mal Europas bestes Vereinsteam geworden.

Doppelt feiern durfte Athens Spielmacher Vassilis Spanoulis, der als wertvollster Akteur der Endrunde ausgezeichnet wurde. "Der Basketball in den USA ist total anders. Ich mag den Basketball hier lieber. Die Intensität ist sehr hoch, die Qualität der Spiele auch", unterstrich Spanoulis, der ein Jahr bei den Houston Rockets spielte.

Deutschland hinkt hinterher

Die Millionen-Truppen aus Athen, Piräus, Moskau und Barcelona machten allerdings auch deutlich, wie weit die Bundesliga von der europäischen Spitze entfernt ist. Dass Meister ALBA Berlin der Einzug unter die letzten 16 gelang, war daher bereits ein großer Erfolg. Die Berliner empfangen am Mittwoch die Paderborn Baskets - dann ist in der O2 World wieder Bundesliga-Alltag angesagt.

dpa / Eurosport

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