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Veh schwärmt nach Feuerwerk des VfB

So 04 Mai, 10:15 Uhr


Stuttgart (dpa) - Armin Veh geriet nach dem brillanten Fußball- Feuerwerk seines VfB Stuttgart ins Schwärmen.

«Ein klasse Spiel, tolle Kombinationen, da war alles drin - viel besser geht es nicht», lobte der Trainer des entthronten deutschen Meisters seine wie im Rausch aufspielenden Schützlinge nach dem begeisternden 4:1 (3:0) gegen eine erschreckend schwache Frankfurter Eintracht. Kollege Friedhelm Funkel konstatierte anerkennend: «Wir sind kalt erwischt worden. Stuttgart hat sich in einen Spielrausch gesteigert.»

Nach dem sechsten Bundesliga-Heimsieg in Serie, mit dem sich die Schwaben zugleich eindrucksvoll für die vorausgegangene 1:4-Pleite beim Meister-Nachfolger FC Bayern München rehabilitierten, herrscht beim VfB große Zuversicht, das Minimalziel UEFA-Pokal-Teilnahme zu erreichen. «Wenn wir weiterhin so spielen, bin ich überzeugt, dass wir das schaffen», sagte Veh. Den Trainer freute neben der spielerischen Eleganz und Leichtigkeit vor allem die «komplett starke Mannschaftsleistung. Wir hatten keinen einzigen Ausfall». Vehs einziger Kritikpunkt nach dem Kantersieg über die harmlosen Hessen: «Wir hätten einige Chancen besser nutzen müssen.»

Nun wollen die Stuttgarter in Dortmund nachlegen. Gegen die Borussen kehren die zuletzt verletzt fehlenden Leistungsträger Fernando Meira und Thomas Hitzlsperger zurück, so dass das Team im Saisonendspurt noch stärker werden dürfte. «Das wird die Woche der Wahrheit», wies Yildiray Bastürk auf den Schlüsselcharakter der beiden Auswärtspartien gegen die Borussen und den VfL Wolfsburg hin.

Der Türke hatte mit seinem Doppelpack (3./18. Minute) und glänzender Regie maßgeblichen Anteil am Galaauftritt des VfB vor 55 500 begeisterten Zuschauern im ausverkauften Daimler-Stadion. Mario Gomez (6.) mit seinem 16. Saisontreffer und sein nie zu bremsender Sturmpartner Cacau (47.) besorgten den Rest. «Frankfurt wusste gar nicht, dass sie schon in Stuttgart sind, das stand es schon 2:0», sagte Gomez zum Blitzstart. Das 1:4 durch den Ex- Stuttgarter Ionannis Amanatidis (63.) war nur ein Schönheitsfehler.

Trotz des großen Auftritts warnte Gomez seine Teamkollegen davor, die Bodenhaftung zu verlieren: «Wir haben bislang eine fantastische Rückrunde gespielt, dürfen aber nicht denken, dass das von allein so weiter geht.» Der Torjäger ließ sich wegen leichter Leistenprobleme nach gut einer Stunde sicherheitshalber auswechseln, um seinen Einsatz im Saisonendspurt nicht zu gefährden. Auch wenn er im Kampf um die Torjägerkanone gegen Bayern-Star Luca Toni aussichtslos zurückliegt, hat der Nationalstürmer neben dem UEFA-Cup auch ein persönliches Ziel: «Ein paar Törchen will ich schon noch machen.»

Veh dachte in der Stunde des Triumphes auch an die Zukunft. «Wir müssen uns in der Breite verstärken, andere Mannschaften holen auf.» Der VfB könne es nicht bei der Verpflichtung von zwei Zweitliga- Spielern belassen, forderte er zusätzlich «einen Allrounder und Innenverteidiger».

Bei Frankfurt herrschte nach der Klatsche Katzenjammer. «Wir sind nur Mittelmaß. Das hat man heute gesehen», lautete Funkels schonungslose Analyse. Amanatidis bescheinigte sich und seinen Kollegen eine «indiskutable» Vorstellung: «Wenn man schon nach sechs Minuten 0:2 zurückliegt, ist man nicht reif für die Bundesliga.»

 

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