Eurosport - Sa 04.Apr. 21:07:00 2009
John Higgins gegen Peter Ebdon, der "Wizard of Wishaw" gegen "The Force" - so lautet die Finalpaarung bei den China Open. Während Higgins dank einer deutlichen Steigerung nach dem Midsession Interval Ryan Day mit 6:4 schlug erreichte Peter Ebdon das Endspiel durch ein 6:1 über Stuart Pettman.
Higgins brauchte im Halbfinale reichlich Anlauf, um zu seinem Spiel zu kommen. Da lag er schon mit 0:2 hinten. In Frame drei verkürzte er dann zwar mit einer 121, doch im nächsten Durchgang machte Day nach einem Fluke eine 68 und führte zur Pause mit 3:1. Nach Wiederbeginn aber war Higgins wie ausgewechselt, während Day keine höheren Breaks mehr gelingen wollten. Mit Breaks von 76, 64, 65 und 46 Punkten holte der Schotte vier Frames in Folge. Das vorzeitige Ende verhinderte Day dann aber, als er in Frame neun mit einer Clearance von 52 Punkten auf 4:5 verkürzte.
Auch im zehnten Frame hatte Day die erste Chance. Dass er aber nach 24 Punkten beim Versuch, auf schwarz zu stellen, einen roten Ball auf die Mitte verschoss, war symptomatisch; gerade auf die Mitte unterliefen dem Waliser viele Fehler. Higgins ließ sich nicht lange bitten und machte mit seinem zweiten Century, einer Serie von 110 Zählern, den Sieg perfekt. Higgins hat damit weiterhin die Chance, als erster Spieler in dieser Saison nach seinem Erfolg beim Grand Prix einen zweiten Titel bei einem Weltranglisten-Turnier zu holen; insgesamt steht der Schotte zum 32. Mail im Finale. Day dagegen muss weiter auf seinen ersten Titelgewinn warten.
Ebdon mit gutem Start
Ebdon knüpfte zum Auftakt seines Halbfinales gegen Pettman da an, wo er beim 5:1 im Viertelfinale über Stephen Hendry aufgehört hatte. Mit einem wunderschönen Break von genau 100 Punkten ging er mit 1:0 in Führung. Eine 57 brachte ihm das 2:0, bevor Pettman im dritten Frame verkürzte; die Nummer 62 der Weltrangliste aus Preston war vor den China Open noch nie über das Achtelfinale hinausgekommen. Mit einer exzellenten Serie von 75 Punkten bei einem ganz schwierigen Bild stellte Ebdon aber den alten Abstand wieder her.
Nach der Pause wurde es dann anstrengender für Ebdon, die Frames waren alle relativ knapp. Pettman hatte es geschafft, den Rhythmus von Ebdon zu brechen. Wirklich davon profitieren konnte Pettman aber nicht, weil zu viele Kleinigkeiten bei ihm einfach nicht passten. So verstellte er sich häufiger, seine Safeties waren des öfteren nicht zwingend genug und in einigen Situationen war er auch einfach nur unglücklich. Typisch das Ende von Frame sechs, als Pettman braun auf die Mitte verschoss und Ebdon braun bis pink zum 5:1 abräumte. So kam Ebdon zu seinem klaren Sieg, der verdient war, aber zu hoch ausfiel. "The Force" Ebdon steht am Sonntag zum 15. Mal im Finale eines Weltranglisten-Turnieres.
Kommentare 1 - 8 of 8
Billard und Snooker sind noch immer und bleiben eine Randsportgruppe.
Wir Snookerfans , und ich hoffe es werden noch viel mehr , dürfen froh sein , das immer mehr von diesen Sportarten gezeigt wird.
Ich war auch etwas enttäuscht ,dieses Spiel live gesehen zuhaben,aber dass was ich sah , währe leive interessanter und vorallem spannender gewesen.
Zu Schluss : Es waren tolle Spiele und ein toller Komentator , also bis zur WM
Billard und Snooker sind noch immer und bleiben eine Randsportgruppe.
Wir Snookerfans , und ich hoffe es werden noch viel mehr , dürfen froh sein , das immer mehr von diesen Sportarten gezeigt wird.
Ich war auch etwas enttäuscht ,dieses Spiel live gesehen zuhaben,aber dass was ich sah , währe leive interessanter und vorallem spannender gewesen.
Zu Schluss : Es waren tolle Spiele und ein toller Komentator , also bis zur WM
Glückwunsch EBBO zum Titel, auch wenn ich normal andere Spieler favorisiere... das war ne klasse Leistung! Und ich gebe "Robert" zu 100% recht! Wieso wird hier nichtmal die entscheidende Final-session gezeigt? Das ist schwach! Wen interessiert das Motorrad-gefahre? Die Snooker-gemeinde ist doch viel viel größer!!!
Ich schimpf ja nicht gerne auf Eurosport, und ich ich dankbar, dass sie wesentlich dazu beigetragen haben, den Snookersport in Deutschland populär zu machen... Aber mal wieder ausgerechnet das Finale eines Weltranglistenturniers NICHT live zu zeigen, sondern nur in einer späten Zusammenfassung, zeugt mal wieder nicht gerade von großem Fingerspitzengefühl bei der Programmplanung! :(
Vom Livescoring her scheint das Finale zwischen Ebdon und Higgins jedenfalls ein echter Krimi zu sein!
Ich stimme vollkommen mit lattek_udo überein.
Higgie ist der Einzige, dem ich nicht übel nehme, dass er Ronnie rausgeworfen hat. Ronnie hat es Higgie mit seiner offensiven Spielweise leicht gemacht....Ebdon wird nicht so spielen.
go Higggins! Ich drück dir die Daumen, Higgins 4life ^^
come on peter ebdon hol dir den titel!!!!!!! auch wenn ich zugeben muss das higgins eigentlich der bessere im moment ist!!!!!!
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