Eurosport - Sa 04.Apr. 18:44:00 2009
Am 26. Spieltag der Bundesliga hat Eintracht Frankfurt dank eines 2:1-Erfolgs gegen Energie Cottbus den 12. Tabellenplatz behauptet und sich von den Abstiegsplätzen distanziert. Die Cottbuser Führung durch Rangelov glich Liberopoulos aus, Steinhöfer markierte den Siegtreffer für die Hessen.
Durch den vierten Heimsieg in dieser Saison blieb die Eintracht in Duellen mit Teams, die in der Tabelle hinter ihr stehen, unbezwungen. Die Nervenstärke in diesen Schlüsselspielen könnte zum entscheidenden Faktor für den Klassenverbleib werden, der für die Gäste durch die achte Auswärtsschlappe dieser Spielzeit in immer weitere Ferne rückt.
1. Halbzeit
Vor 45.000 Zuschauern in der Commerzbank-Arena begannen beide Mannschaften schwungvoll. Speziell die Gäste aus Cottbus versteckten sich nicht, sondern spielten munter nach vorne und wurden prompt belohnt. Im Strafraum berührte Frankfurts Benjamin Köhler den fallenden Emil Jula leicht, jedoch nicht elfmeterwürdig. Schiedsrichter Peter Gagelmann entschied trotzdem auf Strafstoß, den Dimitar Rangelov sicher per Flachschuss ins linke Eck zur überraschenden Gästeführung verwandelte (11.).
Die Hausherren ließen sich von dieser Fehlentscheidung nicht beeindrucken und schlugen zurück. Köhler setzte sich links im Strafraum durch und bei seinem Flankenversuch spielte Dusan Vasiljevic den Ball klar sichtbar mit der Hand. Den fälligen Handelfmeter drosch Nikos Liberopoulos humorlos per Rechtsschuss zum Ausgleich in den linken Winkel (15.).
Nach dem Ausgleich spielten beide Mannschaften nach vorne, ohne jedoch zu zwingenden Tormöglichkeiten zu gelangen. Nach einem Cottbuser Freistoß flogen im Fünfmeterraum zunächst Rangelov und dann Emil Jula knapp am Leder vorbei und verpassten die erneute Gästeführung (28.). Auf Frankfurter Seite vergab Alexander Meier zentral im Strafraum frei stehend die Führung; Ümit Korkmaz hatte sich halbrechts herrlich durchgesetzt und den 26-Jährigen bedient, doch sein Rechtsschuss war zu hoch angesetzt (37.).
2. Halbzeit
Nach der Pause präsentierten sich die Hausherren als die tonangebende Mannschaft. Ein Freistoß aus gut 30 Metern von Markus Steinhöfer segelte in den Strafraum, Liberopoulos stieg zum Kopfball hoch, berührte die Kugel aber nicht. Energie-Schlussmann Gerhard Tremmel ließ sich leicht irritieren und war dann machtlos - der Ball zappelte im Netz (51.). Cottbus schien nach dem Rückstand leicht geschockt, konnte sich aber erholen. Offensiv ließen die nun geforderten Mannen von Trainer Bojan Prasnikar jedoch vieles vermissen.
Die Frankfurter spielten von Trainer Friedhelm Funkel angetrieben weiter nach vorne. Caio nahm sich aus 20 Metern ein Herz - Tremmel tauchte im richtigen Moment ab und parierte den Flachschuss des Brasilianers (71.). Wenige Minuten später marschierte Alexander Meier von der Mittellinie bis in den Strafraum und ließ die halbe Cottbuser Defensive aussteigen. Letztlich wurde der Offensivakteur auf Kosten eines Eckballs gestoppt (78.).
In der Schlussphase konnten die Gäste sich weiterhin nicht offensiv in Szene setzen und hätten beinahe noch das 1:3 kassiert. Torschütze Liberopoulos bediente den im Zentrum frei stehenden Chris. Der Frankfurter Kapitän stieg hoch, köpfte aber an den rechten Pfosten (89.).
Spieler des Spiels: Markus Steinhöfer
Der 23-Jährige war für fast alle gefährlichen Standardsituationen zuständig und erzielte mit seinem etwas glücklichen 30-Meter-Freistoß den Siegtreffer.
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