Eurosport - Fr 04.Apr. 13:39:00 2008
Von St. Petersburg vorgeführt und damit die dritte Niederlage in Folge kassiert - in Leverkusen droht der Absturz. Sportdirektor Rudi Völler geht mit seiner Mannschaft hart ins Gericht.
"Das war eine fürchterliche Niederlage. Die Gefahr droht, nun auch in der Bundesliga abzurutschen. Wir müssen ganz schnell den Schalter umlegen", forderte Sportchef Rudi Völler seiner derzeit leblosen Mannschaft.
Niemand glaubt mehr an ein Wunder nach dem desolaten Auftritt beim 1:4 gegen die Russen in der BayArena. Der sonst so ruhige Rene Adler legte den Finger tief in die Wunde und übte aber Selbstkritik: "Eine absolute Katastrophe, wie wir heute hier aufgetreten sind. Ich schäme mich, in dieser Mannschaft mitgespielt zu haben und durch meine Leistung meinen Teil dazu beigetragen zu haben, dass wir 1:4 verloren haben."
Beim Rückspiel in St. Petersburg geht es nur noch darum, sich nicht mit Schimpf und Schande aus dem UEFA-Cup zu verabschieden. "Wir haben die Pflicht, uns dort gut zu verkaufen. Wenn wir schon ausscheiden, dann aber mit erhobenem Kopf", sagte Völler.
"Schlechtestes Spiel der Saison"
"Wir haben das schlechteste Spiel der Saison gemacht", meinte Kapitän Bernd Schneider: "Das ist ein schwarzer Tag, ein trauriger Tag, den wir am liebsten schnell streichen würden.", gestand der völlig bediente Bernd Schneider. Es war die Art und Weise, wie sich die Werkself von den Russen auseinander nehmen ließ, die Völler auf die Palme brachte. "Nur Hacke, Spitze eins, zwei, drei geht nicht. Da muss man kämpfen bis zum Kotzen."
Vor allem fürchten die Bayer-Verantwortlichen, dass die Krise auch einen Absturz in der Bundesliga zur Folge haben könnte. "Viel zu viele Spieler sind bei uns neben der Spur", beklagte Trainer Michael Skibbe. Die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb für das kommende Jahr ist in akuter Gefahr. Deshalb müsse das Team "ganz schnell die Kurve kriegen. "Das wird eine harte Nuss bis zum letzten Spieltag.
Bis Sonntag haben die Leverkusener Zeit, dass "Spiel aus dem Kopf" zu kriegen, wie Völler forderte. Verteidiger Gonzalo Castro meinte: Wir müssen an uns glauben und mit breiter Brust nach Dortmund fahren." Um wieder in die Erfolgsspur zu kommen, bemühte Schneider eine alte Fußball-Weisheit: "Da können wir uns nur selber rausholen, am besten schon beim BVB."
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