Eurosport - Mi 04.Mrz. 16:19:00 2009
Eine Woche vor der Hallen-EM in Turin ist Ariane Friedrich wieder hoch hinausgesprungen. Die Frankfurterin bestätigte beim Meeting in Weinheim mit ihrer Siegeshöhe von 2,00 Meter ihre Topform und kann nun dem Duell mit Weltmeisterin Blanka Vlasic aus Kroatien gelassen entgegen sehen.
"Ich werde mit jedem Sieg stärker. Dass ich diese Saison noch ungeschlagen bin, macht mich mental natürlich unglaublich stark", meinte die Olympia- Siebte. In Rom ging unterdessen die Siegesserie von Deutschlands bester Marathonläuferin Irina Mikitenko zu Ende - allerdings hatte die 36-Jährige nur einen Halbmarathon absolviert.
Zweimal scheiterte Friedrich an der neuen Bestleistung von 2,06 Meter, auf den dritten Versuch verzichtete sie. "Der Wettkampf zog sich über vier Stunden hin und da es so warm in der Halle war, war ich am Ende einfach zu müde", erklärte die 25-Jährige. Sechs Tage nach ihrem Sieg bei den deutschen Hallenmeisterschaften setzte sich die 25-Jährige gegen die für Frankreich startende Deutsche Melanie Skotnik (1,96 Meter) und Viktoria Kljugina (1,94) aus Russland durch.
"Gold wäre die Krönung"
"In Turin stelle ich mich nicht nur auf den Zweikampf mit Blanka Vlasic ein, vielleicht wird es ja auch ein Drei- oder Vierkampf. Dort Gold zu holen, wäre natürlich die Krönung für eine bisher tolle Hallensaison", sagte Friedrich. Seine Medaillenambitionen für Turin unterstrich auch Weitspringer Sebastian Bayer am Freitagabend in Chemnitz: Der deutsche Meister aus Bremen siegte mit der persönlichen Bestweite von 8,17 Meter und ist nun hinter dem Griechen Louis Tsatoumas (8,20 Meter) die Nummer zwei in Europa.
Mikitenko hatte im vergangenen Jahr alle ihre sieben Rennen gewonnen und bei der World Marathon Majors-Serie triumphiert, beim Halbmarathon in Rom konnte sie sich nicht durchsetzen. Die Italienerin Anna Incerti gewann in 69:24 Minuten vor der Französin Christelle Daunay, Mikitenko wurde in 71:01 Minuten Dritte. "Die Strecke war wie bei einem Berglauf, es ging ständig auf und ab. Darauf war ich nicht vorbereitet", meinte die in Hanau lebende gebürtige Kasachin. "Das war ein gutes Training mit ungeplanten Krafteinheiten am Berg." Die deutsche Marathon-Rekordhalterin (2:19:19 Stunden) geht am 26. April beim London-Marathon als Titelverteidigerin an den Start.
Hooker setzt Siegesserie fort
Für den Höhepunkt des Freiluft-Meetings in Sydney sorgte Stabhochsprung-Olympiasieger Steve Hooker: Der Australier setzte seine Siegesserie mit 5,95 Metern fort und verdrängte seinen Landsmann Paul Burgess von der Spitze der Freiluft- Jahresweltbestenliste. In der Halle hat Hooker in diesem Jahr sogar schon 6,06 Meter überquert.
Björn Otto hat in Abwesenheit des deutschen Meisters Danny Ecker beim Internationalen Springermeeting in Dessau die Stabhochsprung-Konkurrenz der Männer gewonnen. Dem Uerdinger reichten übersprungene 5,60 Meter für den Sieg. Auf den Plätzen folgten Tobias Scherbarth der Russe Wiktor Tschistjakow, die jeweils 5,50 Meter meisterten. Die deutschen Routiniers, Tim Lobinger und Lars Börgeling, blieben mit jeweils 5,40 Meter weit unter ihren Möglichkeiten.
Ecker hofft auf Turin-Start
Ecker musste auf seinen Start in der Anhalt Arena wegen einer Schulterverletzung verzichten und befindet sich seit seinem am Mittwoch abgebrochenen Wettbewerb in Athen in ärztlicher Behandlung. "Sein Arzt hat ihm von einer Teilnahme in Dessau abgeraten. Ich gehe davon aus, dass er bei der Hallen-Europameisterschaft am nächsten Wochenende in Turin dabei ist. Falls Ecker nicht fit werden sollte, wird Scherbarth für ihn in Turin starten", erklärte Bundestrainer Jörn Eberding, dessen Enttäuschung über die mäßigen Leistungen sich in Grenzen hielt. "Bei einigen Versuchen fehlte auch das Quäntchen Glück."
Für den ersten Platz bei der Hochsprung-Konkurrenz der Frauen genügten 1,89 Meter. Als einzige meisterte die Tschechin Oldriska Maresova diese Höhe. Aileen Herrmann belegte mit 1,85 Meter den zweiten Platz vor der Bulgarin Mirela Demirewa (1,85). Für die Dritte der deutschen Hallenmeisterschaft, Julia Hartmann, blieb mit 1,80 Meter nur der vierte Rang.
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