Afrika-Cup - Drogba schießt Ivorer ins Halbfinale
Dank eines überragenden Didier Drogba ist die Elfenbeinküste gegen Äquatorialguinea ins Halbfinale des Afrika Cups eingezogen. Beim 3:0 (1:0) über die Co-Gastgeber erzielte der Superstar vom FC Chelsea zwei Tore (36./70.). Den dritten Treffer erzielte Yaya Touré per Freistoß (82.).
Die Lehren:
Ohne zu glänzen, hat die Elfenbeinküste das Halbfinale des Afrika Cups erreicht. Das Team von Francois Zahoui hat Kräfte für das kommende Spiel gegen Sambia sparen können und nur dann seine Qualität aufblitzen lassen, wenn es von Nöten war. In der Offensive konnte sich Außenstürmer Max Gradel vom AS Saint-Étienne gut in Szene setzen und zeigen, dass er für die kommenden Aufgaben eine denkbare Alternative darstellt. Zudem hat Didier Drogba einmal mehr bewiesen, dass er ein Spiel im Alleingang entscheiden kann. Das macht die Ivorer noch unberechenbarer.
Für die Gastgeber geht ein ereignisreiches Turnier zu Ende. Dass sich das teilweise aus Amateuren und Halbprofis zusammengesetzte Team überhaupt für die Runde der letzten Acht qualifizieren konnte, war schon überraschend genug. Gegen eine der stärksten Mannschaften des Kontinentes hielt die Elf von Paulo Gilson zwar kämpferisch gut dagegen, eine echte Chance aufs Halbfinale hatte sie aber nie.
Die Höhepunkte:
10. Gradel tankt sich an der Strafraumgrenze durch und fackelt nicht lange. Sein Ball streicht knapp am linken Pfosten vorbei.
23. Was für eine Chance. Gradel versucht es aus zehn Metern, die Kugel wird geblockt. Dann zieht Touré ab, wieder ist ein Verteidiger dazwischen. Schließlich landet der Ball erneut vor den Füßen Gradels, der aber über den Kasten schießt.
28. Nach einem bösen Foul an Touré gibt es Strafstoß für die Elfenbeinküste.
29. Der Gefoulte läuft an, schießt und scheitert. Wahnsinn, der große Drogba findet in Danilo seinen Meister.
36. TOOOR für die Elfenbeinküste. 1:0 durch Drogba. Da hat Drogba gleich zugeschlagen. Rui verschätzt sich bei einem langen Ball der Ivorer, Drogba schnappt sich die Kugel, dringt in den Strafraum ein und vollstreckt eiskalt.
62. Gradel setzt sich im linken Strafraum durch, läuft bis zur Grundlinie und legt dann zurück. Doch sein Pass findet keinen Abnehmer. Das war eine gute Chance.
69. TOOOR für die Elfenbeinküste. 2:0 durch Drogba. Yaya Touré bringt einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld in den Sechzehner. Drogba schraubt sich nach oben und drückt die Kugel aus 15 Metern mit voller Wucht unter die Latte.
82. TOOOR für die Elfenbeinküste. 3:0 durch Yaya Touré. Was für ein herrliches Freistoß-Tor. Touré zirkelt die Kugel aus 30 Metern aufs Tor. Der Ball touchiert den Innenpfosten und zappelt im Netz.
90+2 Im Gegenzug hat Bony die Riesenchance zum 4:0. Doch aus zehn Metern trifft er das Tor nicht.
Der Kracher: Drogbas Kopfballhammer
Alleine die 69. Spielminute war das Eintrittsgeld schon wert. Yaya Touré flankte die Kugel in die Mitte und Drogba drückte einen Kopfball unter die Latte, der eine Geschwindigkeit von 70 km/h erreichte. So schnell kann manch einer nicht einmal schießen.
Im Abseits: Stimmung
Der Afrika Cup im eigenen Land, das Heimteam erreicht überraschend das Viertelfinale und dann noch gegen die stärkste Mannschaft des Kontinents. Doch die Zuschauer in Malabo ließen keine Euphorie versprühen und sahen sich die 90 Minuten in stoischer Ruhe an.
Die Statistik: 4
Der vierte Auftritt der Ivorer beim Afrika Cup 2012, das vierte Spiel, in dem die "Elefanten" ohne Gegentor blieben. Auch gegen Äquatorialguinea ließen Kolo Touré und Co. nichts anbrennen.
TV-Tipp:
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