Eurosport - Mi 04.Feb. 08:23:00 2009
Uli Hoeneß und das liebe Geld: Geht es um den schnöden Mammon, ist der Manager des FC Bayern um keine Aussage verlegen. Ganz besonders dann nicht, wenn die Konkurrenz selbigen offenkundig in den Sand setzt. Jüngstes Ziel der Hoeneß'schen Seitenhiebe: Der Premier-League-Klub Manchester City.
Hoeneß und die Finanzen - das passt zusammen wie München und das Oktoberfest. Keine Frage: Der mächtige Bayern-Macher kann mit Geld umgehen. Wohl kaum ein anderer Fußball-Manager in der Bundesliga kann es sich erlauben, so unverhohlen das Finanz-Gebahren der Konkurrenz in- und außerhalb der deutschen Eliteliga aufs Korn zu nehmen. Erfolg gibt einem eben Recht.
Schon seit Jahren kritisiert der 57-Jährige die Millionen-Summen, die in der englischen Premier League fließen, den uneingeschränkten Einfluss von Investoren auf die Geschicke eines Fußball-Klubs und die absurden Gehälter und Ablösesummen, die vor allem spanische und englische Vereine für kickendes Personal auf den Tisch legen.
"Ganz schlecht angelegte Millionen"
Im Rahmen der Abschieds-Pressekonferenz von Bayern-Spieler Willy Sagnol legt Hoeneß noch einmal nach. Mit einer gewissen Genugtuung berichtet der Manager von einem Erlebnis, das er am vergangenen Wochenende auf der heimischen Couch hatte.
"Ich habe die Premier-League-Partie Stoke City gegen Manchester City gesehen", beginnt Hoeneß mit einem Lächeln zu erzählen. "Und ich habe beobachtet, dass da die Millionen von gewissen Leute ganz schlecht angelegt sind." Hintergrund: Manchester hat jenes Ligaspiel gegen den Abstiegskandidaten mit 0:1 verloren. ManCity und dessen Hang zum Kaufrausch (in der laufenden Saison mehr als 100 Millionen Euro in neue Spieler investiert) scheinen dem FCB-Manager also eher Mitleids- als Ehrfurchtsbekundungen zu entlocken.
Fast schon genüsslich bohrt Hoeneß weiter in der Wunde. "Ich habe gesehen, dass die gar nichts können, obwohl sie sehr teuer waren", zieht der 57-Jährige über die Stars der "Citizens" wie Robinho, Jo, Craig Bellamy oder Nigel de Jong her.
Ribéry-Forderungen "überhaupt kein Problem"
Purer Neid oder ehrliche Einschätzung eines Mannes, der mit seinem Verein immer den Weg des soliden Wirtschaftens und der "kaufmännischen Vernunft" beschritten hat? Bereits vor einigen Wochen kündigte Hoeneß an, dass die globale Finanzkrise vor allem die Premier League erschüttern wird ("Da gehen die Lichter aus"). Sollte also die "Refinanzierung" der Superstars mit Hilfe sportlicher Erfolge auch noch ausbleiben (ManCity steht in der Tabelle momentan auf Platz zehn), dürfte sich Hoeneß voller Zufriedenheit selbst auf die Schulter klopfen - auch wenn der Geldfluss bei Manchester City aufgrund der schier unerschöpflichen Mittel der Klubbesitzer kaum ins Stocken geraten wird.
Hoeneß' Ausführungen zielen aber auch in Richtung Franck Ribéry. Der Superstar der Münchner hat wiederholt namhafte Verstärkungen für den Kader des deutschen Rekordmeisters gefordert - Verstärkungen, die den FC Bayern näher an dern Champions-League-Titel bringen sollen. Mit anderen Worten: Verstärkungen, die nicht zum Schnäppchenpreis zu haben sind. "Wir wissen, mit mündigen Spielern umzugehen, deswegen ist es doch überhaupt kein Problem für mich, wenn Franck sagt, dass er den einen oder anderen Spieler gerne haben möchte", betont Hoeneß, stellt aber auch klar: "Wenn ich solche Spiele wie das gegen Stuttgart sehe oder die zweite Hälfte gegen Hamburg betrachte, muss ich sagen: Ich weiß nicht, ob es da noch so viel an Qualität braucht, um große Ziele zu erreichen."
Keine Anrufe von der Bank
Kein Zweifel: Hoeneß sieht den "Münchner Weg" als ein Erfolgsmodell, dass sich über Jahre bewährt hat. "Es gibt die Möglichkeit, wahnsinnig teure Spieler zusammenzukaufen, und es gibt die Möglichkeit, dass man eine Mannschaft zusammenwachsen lässt. Wir haben 2001 mit einer nur minimal veränderten Mannschaft, die zwei Jahre zuvor auf dramatische Weise das Champions-League-Finale verloren hat, den Titel geholt - und dass, obwohl das Team nicht auf allen Positionen weltklasse besetzt war. Mit diesem Team haben wir Gegner wie Real Madrid an die Wand gespielt, teilweise in deren eigenen Stadien", so Hoeneß.
Und das alles habe der FC Bayern ohne wahnwitzige Ausgaben erreicht - eine Maxime, die heute noch immer - oder, in Zeiten der Finanzkrise, wohl eher vor allem - noch gilt. "Wir bekommen eben nicht jeden Montag einen Anruf von der Bank, dass das Kreditvolumen ausgeschöpft ist, sondern wir können und voll und ganz auf das Sportliche konzentrieren", sagt Hoeneß und gibt zu Bedenken: "In der momentanen Krise, die noch schlimmer und noch einige Jahre andauern wird, erscheint es mir sinnvoller, sein Geld ein bisschen zusammenzuhalten statt alles für Transfers auszugeben."
Hoeneß und die Finanzen - das passt eben zusammen. Dass der Bayern-Manager auch noch Schwabe ist, dürfte nur für Anhänger des gepflegten Vorurteils und der platten Attitüden eine Rolle spielen...
Kommentare 151 - 170 of 170
wenn die Engländer das Spiel gegen Hetha gesehen haben, dann denken sie gleiche !!
eigentlich geht ihn das gar nichts an, kauf lieber einen anderen Trainer !!!
Da hat er wohl recht der Uli. Viele Traditionsvereine verkaufen ihre Seele. Noch schlimmer ist der englische Fußballverband, der solch eine Schmach zuläßt. Finaziell und vom Führungsstil sind die Bayern das Maß der Dinge. Leider haben sie das nicht auf ihre Fans übertragen können. Da sind wir auch schon bei den Gemeinsamkeiten von Man City und dem FCB. Die Kasper auf den Rängen sind bei beiden Vereinen einfach nur peinlich und lächerlich. Ich kenne kein weiteres Stadion als die Plastewanne von München, wo das bissl Gegröle von ein paar hundert Fans über Verstärker und Lautsprecher im ganzen Stadion verteilt werden muss, damit überhaupt was zu hören ist. So was lächerliches wie die Kasperfans vom FCB gibts nich nochmal. Ach doch, bei Man City...
Sport frei DYNAMO
@christoph ;) die können meine icq ruhig haben das is sowieso nur meine zweitnummer und wer polemisiert geht auf die ignore aber es gibt ja durchaus leute hier die auch einfach normal diskutieren können und über sowas freu ich mich ja immer.
Ich hab garnicht die Absicht die Bayern wirklich zu verteidigen als Nürnberger aber ich erkenne halt nur im Gegensatz zu den meisten Leistungen an.
was warn das jetz fürn bug ?
eigentlich hab ich das nur einmal geschrieben und mitm browser nochmal zurückgeklickt, weil ich mich gefrag hab wo eigentlich meine letzten 3 Sätze geblieben sind.
Thomas, gib diesen Pennern hier doch nicht deine ICQ ... das ham die gar nich verdient.
Ich finds schlimm genug, dass ein Nürnberger den Uli verteidigt und viele andere auf ihm rumhacken.
Seit es die BuLi gibt, gab es erst einen Verein, der wirkliche Nachteile erfahren hat durch Bayern. Und das war Nürnberg. Seien wir mal ehrlich, irgendwie konnte keiner was dafür, außer diesem Linienrichter, es war eine einzige große Panne. Dass uns Bayern in Nürnberg auf Lebenszeit und ewig nur noch der scharfe Senf in die Augen gespritzt wird, damit müssen wir uns abfinden.
Aber dass Fußballfans überall in Deutschland einfach nur aus Neid und Missgunst nicht anerkennen, was für Leistungen bei uns erbracht werden ist schon armseelig. Mir ist es bis zu einem gewissen Grad eigentlich egal.
Mir stinkt nur, dass ein und die selben Leute einmal von oben gegen Bayern schießen und uns depremiert in die Ecke stellen wollen, weil wir eh zu nix taugen und am nächsten Tag sind sie auf einmal wieder die Opfer weil Bayern ihnen irgendwelche Spieler wegkauft.
Grad zum Spielerkauf mal: natürlich kauft Bayern Spieler. Aber Bayern hat noch keine Not-Situationen von Clubs ausgenutzt, zumindest ist mir keine solche bekannt. Wir haben immer faire oder vielleicht sogar zu hohe Preise bezahlt, innerhalb der Liga.
Wer so einen hirnverbrannten Atommüll in die Welt setzt, sollte sich mal fragen, warum er heute nicht mehr mit Fußballgeschäften am Hut hat außer vielleicht mal den Bundesligamanager gezockt zu haben.
Thomas, gib diesen Pennern hier doch nicht deine ICQ ... das ham die gar nich verdient.
Ich finds schlimm genug, dass ein Nürnberger den Uli verteidigt und viele andere auf ihm rumhacken.
Seit es die BuLi gibt, gab es erst einen Verein, der wirkliche Nachteile erfahren hat durch Bayern. Und das war Nürnberg. Seien wir mal ehrlich, irgendwie konnte keiner was dafür, außer diesem Linienrichter, es war eine einzige große Panne. Dass uns Bayern in Nürnberg auf Lebenszeit und ewig nur noch der scharfe Senf in die Augen gespritzt wird, damit müssen wir uns abfinden.
Aber dass Fußballfans überall in Deutschland einfach nur aus Neid und Missgunst nicht anerkennen, was für Leistungen bei uns erbracht werden ist schon armseelig. Mir ist es bis zu einem gewissen Grad eigentlich egal.
Mir stinkt nur, dass ein und die selben Leute einmal von oben gegen Bayern schießen und uns depremiert in die Ecke stellen wollen, weil wir eh zu nix taugen und am nächsten Tag sind sie auf einmal wieder die Opfer weil Bayern ihnen irgendwelche Spieler wegkauft.
Bin garantiert kein Bayern-Fan. Aber eins steht fest: Hätten alle BL-Vereine so fähige Manager wie U. Hoeneß, ginge es vielen Vereinen deutlich besser. Wenn ich sehe, wie Vereine, die eigentlich ähnlich gute Grundvoraussetzungen haben z.B. BVB oder Schalke, rumwurschteln und das immer hart am Ruin, finde ich das traurig. Meint ein Eintracht-Fan.
Wenn ich abends nach Hause komme, und mich an den Computer setze, um meine Mails und ähnliches zu checken, schaue ich auch gern immer wieder bei Eurosport vorbei. Einmal um einfach auf dem Laufenden zum bleiben was das Thema Sport angeht, aber zum anderen auch, weil es mich einfach jeden Tag zum Lachen bringt, wie viel Unsinn hier doch tagtäglich geschrieben wird, und sich dann Leute wieder groß heraus tun, und versuchen "Ordnung" in die Runde zu bringen. Macht weiter so, Leute. Es ist einfach nur äußerst amüsant. Danke =)
nur der hsv
Typisch für jemanden der neidisch ist weil sein Verein schlecht geführt wird,man o man wann kapiert ihrs endlich
meine Nürnberger spielen auch nur in der 2.Liga und hatten ewige Querelen mit Management etc.
und ich jammer nich über die bösen arroganten schlimmen Bayern sondern zolle ihnen und vor allem ihrem Manger nur verdienten Respekt ;-)
BLA BLA BLA typische Großmaul Hoeneß Sprüche....
In München wird der Wurstonkel bestimmt schon mit GOTT angesprochen.
Ahwei a Schwob ;) Auch gut. Vor uns steht ihr sicher nicht,weil mein Lieblingsverein immernoch in der 2. Liga spielt (wie mehrmals gesagt bin ich Glubberer).Wo Bayern derzeit steht ist mir ehrlich gesagt auch recht wurschd,ein Jahr zählt ja ach so viel in 46 Jahren Bundesligageschichte ;-)
Und du kannst nur polemisieren,nicht sinnvoll diskutieren und bist wahrscheinlich verbittert weil "dein" Verein keinen Erfolg hat wie jemand schon gestern in einem Kommentar gesagt hatte.
Wenn Darmstadt so erfolgreich wäre würdest du Darmstadt hassen und wenns Union Berlin wäre dann halt die mit ihrer gesamten Belegschaft.
Solche Leute wie ihr seid einfach nur armselig.
Thomas H
So mal was allgemeines, ich bin der der Weißwurstindianer schrieb und ich bin kein Ossi sondern ein Schwabe, ein stolzer Schwabe und Anhänger des VFB, aber ich wohne in Berlin und auch Fan von Hertha BSC, die ja vor euch stehen und das wird auch so bleiben in de rnächsten Zeit
schon interessant, wo sich die "g'scheithenn" überall einmischt: das geht ihn doch einen dreck an, was die anderen mit ihrem geld machen, so lange sie es nicht klauen. ebenfalls einen dreck geht den fettmatz etwas an, wie die anderen vereine ihre internen angelegenheiten regeln (wie etwa 1860 mü). wenn es so weiter geht, läßt er sich noch zum professor aller wissenschaften ernennen und hält an der hochschule vorlesungen ab, jede woche in einem anderen fach
Christoph sehr guter fundierter Beitrag damit triffst du meine Meinung (als wie schon mehrmals erwähnt NICHT-Bayernfan) voll und ganz.
Aber leider wollen ja viele der Bayernhasser nicht einsehen,dass ein Verein deswegen weil man ihn hasst nicht gleich alles falsch macht,aber wir sind ja hier auch am Stammtisch ;).
@firestar hierzu noch ein letzter Kommentar - Ob alle Bürger den Soli gleich zahlen ist irrelevant,relevant ist nur dass nicht alle Bürger gleiche Anteile daran erhalten ;).
Dass der LFA an mehrere Länder gezahlt wird ist mir klar (wie der name schon sagt soll er ja auch die Finanzen aller Länder ausgleichen sonst hiesse er ja auch Ostfinanzausgleich btw oä) nur ist der Punkt,dass auch hier ein Grossteil des Geldes in den Osten fliesst,bis zu 72,5% der Überschüsse abgeschöpft werden und das Geld dort scheinbar verbrannt wird oä anders kann ich mir nicht erklären warum immernoch so viel rüberfliesst.
Für weitere (sachliche oder zmd beleidigungsfreie auf anderes lass ich mich garnicht erst ein) Diskussionen könnt ihr mich in ICQ:249058135 erreichen.
Denn hier gehts ja doch um Sport (an Eurosport und die Rein-Sportinteressierten User,sorry dass ich aufgrund meines persönlichen gefühls angegriffen zu werden hier ne politische komponente reingebracht hab)
Beitrag 135:
und nochwas an alle bayern fans, mich wundert es das es in bayern jeden 2.ten samstag 69000 dumme gibt.
Von starbullfan, am Mi 4.Feb. 6:27
Weißte, Bayern hat exakt 69.001 Fans. Durch das Rotationsprinzip (von Klinsmann neuerdings wieder eingeführt) kann immer einer zuhausebleiben und vom Fernseher aus zuschauen, deswegen kommen wir 69.000 + 1 Fans auch mit einem einzigen Premiere Abo klar.
(Aber bis hierhin wars nur Spass, ich für meinen Teil mag die 60er eigentlich auch - jetz wirds Ernst)
Ansonsten wollt ich noch sagen: Erfolg gibt dem Uli Recht. Da könnt ihr Bayernhasser noch soviel protestieren. In Bezug auf unangemessene und vor allem primitive und hirnlose Kritik, besonders in einem Fan-Forum, kann ich nur sagen: es ist sowieso eines der größten Loblieder, die man singen kann.
Dazu ist es nicht mal unangemessen, was Hoeneß da zum besten gibt.
Das Wirtschaften dieser total abgehobenen Clubs beeinflusst auch die, die selbst mit ihrem Haushalt klarkommen müssen.
Gerade den Leuten wie Hoeneß und Beckenbauer (und noch vielen mehr - natürlich nicht nur Bayern) ist es zu verdanken, dass die Vereine in der Bundesliga gesund wirtschaften können, dass Gewinne erwirtschaftet werden und unsere Fußballvereine noch nicht den Banken verschrieben sind.
Und dann mault wieder die andere Seite, die diesen gesunden Weg kritisieren wollen, den gerade Manager wie Hoeneß durch ihre Vorbildfunktion markiert haben, dass wir international nicht auf TOP Niveau mithalten können und will mir als Bayernfan erzählen dass wir gegen ManU und Barca sowieso nie eine Chance haben.
Ich sag Euch Erfolgsfans und Ölscheichmilliardenbewunderer mal was: Ihr langweilt mich.
Bayernfan seit er denken kann und Mitglied seit 1981.
@Thomas H
Auch wenn das hier keine politische Diskussion werden soll, muss ich jetzt trotzdem was dazu sagen das die Ossis den Westen ausbeuten! Zum Soli sei nur soviel gesagt den bezahlen alle arbeitenden Bürger egal in welchem Bundesland! Und der LFA (Länderfinanzausgleich) kommt auch Bundesländern wie Berlin, Bremen, Niedersachsen zu gute. Man sollte sich vorher mal schlau machen was man schreibt.
So und jetzt zurück zum Thema: Uli Hoeneß hat vollkommen recht, das es besser ist wirtschaftlich zu handeln.
P.S: Ich bin Ossi und Stolz darauf. Und Würde hat jeder Mensch!
Und übrigens muss ich dazusagen wenn mich jemand was von Weisswurstindianern ohne würde sagt fühle ich mich als bayer persönlich angegriffen,da wird halt zurückgeschossen und leider sind es nunmal meist die Ossis die über uns Bayern herzuziehen meinen obwohl wir pro Jahr milliarden an geldern rüberpumpen aber wie gesagt wir sind hier nicht für politische diskussionen sondern um über Sport zu reden von daher wärs mir ganz recht wenn wir weiterführende diskussionen dazu irgendwo anders führen könnten ;)
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