dpasport

DSV-Cheftrainer Madsen: Nach Peking ist Schluss

Mo 03 Dez, 14:14 Uhr


Hamburg (dpa) - Für Örjan Madsen ist eine Vertragsverlängerung als Cheftrainer und Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) kein Thema.

«Ich denke, dann würde ich es nicht annehmen. Meine private Situation lässt das nicht zu», sagte der Norweger in der «Main-Post» auf die Frage, wie er sich bei einem Angebot zur Vertragsverlängerung über die Olympischen Spiele 2008 in Peking hinaus entscheiden würde.

Madsen, der seine von vornherein zeitlich begrenzte Arbeit beim DSV im März 2006 aufnahm, sprach sich mit Blick auf anstehende Strukturveränderungen und Zielvereinbarungen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für eine frühzeitige Nachfolge-Regelung aus. «Da geht es auch um Etats und Fördergelder. Mein Nachfolger könnte also seine Vorstellungen einbringen und müsste nicht mit einem Ergebnis arbeiten, an dem er keinen Anteil hatte.»

Sportlich sieht Madsen den DSV im Aufwind. «Wir werden in Peking besser abschneiden als in Athen: Was die Medaillenausbeute angeht und was die persönlichen Bestzeiten betrifft, davon bin ich überzeugt», sagte der Sportwissenschaftler. Selbst den ersten Olympiasieg eines deutschen Schwimmers seit Dagmar Hase 1992 in Barcelona hält Madsen für möglich: «Kandidaten sind da: Britta Steffen etwa könnte über 100 Meter Kraul siegen, Annika Lurz über 200 Meter, wenn sie wieder zu ihrer Top-Form zurückfindet. Dazu die Staffeln. Ein Olympiasieg ist ein hohes Ziel, aber in den genannten Fällen kein Hirngespinst, sondern ein Ziel, das auf einer realen Wahrnehmung basiert.»