Eurosport - Di 03.Nov. 17:42:00 2009
Britta Steffen verzichtet auf die Kurzbahn-Saison, da sie noch nicht zu ihrer Form gefunden hat. "Ich habe einen zu hohen Anspruch an mich. Ich bin Doppel-Olympiasiegerin und - Weltmeisterin, das will ich mir nicht antun", sagte die 25-Jährige. Auch den Start bei der EM in Istanbul hat sie abgesagt.
Nach dem Trainingsaufenthalt "down under" war Britta Steffens Form im Keller: Deutschlands erfolgreichste Schwimmerin verzichtet daher auf die Kurzbahn-Saison. "Ich habe einen zu hohen Anspruch an mich. Ich bin Doppel-Olympiasiegerin und - Weltmeisterin, das will ich mir nicht antun", sagte die 25-Jährige am Dienstag. "Ich will nicht als Vierte oder Fünfte anschlagen, das bin ich einfach nicht." Steffen traf die Entscheidung in Absprache mit ihrem Berliner Heimtrainer Norbert Warnatzsch und Bundestrainer Dirk Lange. "Wir haben nichts davon, wenn Britta nicht gut schwimmt", meinte Lange. Ein mehrwöchiges Trainingslager Steffens Ende September in Australien war zuvor nicht nach Wunsch verlaufen - die Entscheidung der erklärten Perfektionistin folgerichtig.
Statt wie geplant mit der Gruppe um Cate Campbell, der erst 17 Jahre alten australischen alten WM-Dritten über 50 Meter Freistil, zu trainieren, war Steffen auf sich allein gestellt. Auch konnte sie sich nicht nach Plänen der zweiterfolgreichsten Schwimm-Nation richten. "Britta hat den Auftrag zu schauen, wie das australische Training aussieht", hatte Warnatzsch im Sommer erklärt, doch der Blick über den Tellerrand blieb verwehrt.
Kein Start bei der EM
Ursprünglich wollte Steffen die Kurzbahn-Saison in Stockholm am Dienstag und Mittwoch kommender Woche beginnen. Danach waren unter anderem Starts beim Weltcup am 14./15. November in Berlin und bei der Kurzbahn-Europameisterschaft (10. bis 13. Dezember) in Istanbul geplant. Für beide Veranstaltung bleibt dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) nun Doppel-Weltmeister Paul Biedermann (Halle/Saale) als Zugpferd. Eventuell wird die bekennende Teamplayerin Steffen für die SG Neukölln bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften auf Nebenstrecken ins Wasser springen.
Studium geht vor
Das nächste große Ziel ist die Langbahn-Europameisterschaft in Budapest vom 4. bis 15. August 2010. In der ungarischen Hauptstadt war Steffens Stern 2006 mit vier EM-Titeln nach zweijähriger Wettkampf-Pause aufgegangen. Nach den Siegen über die 50 und 100 Meter Freistil bei Olympia 2008 in Peking und der WM im Sommer in Rom hatte Steffen signalisiert, wieder eine komplette Kurzbahn-Saison zu bestreiten. Stattdessen wird sie sich nun verstärkt auf ihr Studium der Wirtschaftsingenieurswissenschaften konzentrieren, das 2010 beendet werden soll. Im kommenden Sommer ist dafür ein früherer Saisoneinstieg in die Langbahn-Saison möglich als bisher möglich.
Kommentare 1 - 1 of 1
Kinder, wenn`s die Homöophatie nicht hergibt kann man nichts machen. Erzwingen läßt sich auch im Schwimmen nichts. Hatte sie ihren verrückten Badeanzug nicht an ? Oder Kontrolleure in der Nähe ?
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