2. Bundesliga - Hansa überlegen, Pauli lässt's krachen

Eurosport - Mo 02.Nov. 23:33:00 2009

Mit einer fulminanten Schlussphase hat der FC St. Pauli den FC Hansa Rostock ins Tal der Tränen gestürzt. Der stärkste Sturm der 2. Liga benötigte im Nord-Derby nur starke sechs Minuten für den 2:0 (0:0)-Erfolg in Rostock. Nach dem Spiel kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und der Polizei.

2. Bundesliga Hansa Rostock St. Pauli Fans Fireworks - 0

Vor 21.500 Zuschauern (Saisonrekord), darunter 1400 Fans vom Millerntor, schoss Matthias Lehmann (76. Minute) die Hamburger mit einem Freistoß-Knaller aus 22 Metern in Führung, ehe der eingewechselte Deniz Naki (84.) aus elf Metern zum Endstand erhöhte.

Nach der Führung von Lehmann musste Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) die Partie nach dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern für drei Minuten unterbrechen. Der FC St. Pauli kletterte mit dem siebten Saisonsieg auf einen Relegationsplatz, während Rostock nach drei Niederlagen in Serie im unteren Tabellendritten bleibt.

Schrecksekunde für Rostock

Die auswärtsstarken Gäste sorgten gleich in der vierten Minute für die erste Schrecksekunde der Rostocker: Nach einer Flanke von Rouwen Hennings konnte Carsten Rothenbach den Ball aus drei Metern aber nicht am glänzend reagierenden Hansa-Keeper Alexander Walke vorbeibringen. Bei der Szene sah der 18-jährige A-Jugendspieler Kevin Pannewitz in der Defensive alles andere als souverän aus.

Die Hamburger setzten die Hansa-Abwehr weiter unter Druck. Bei einem Solo von Florian Bruns (21.) klärte Walke prächtig. Nach einer halben Stunde spielte der Gastgeber mutiger auf und hatte durch Marcel Schied (28./33.) zwei Torchancen aus Nahdistanz. Debütant Pannewitz traf in der 36. Minute mit einem Gewaltschuss aus 27 Metern an die Latte.

Pannewitz verpasst den Ausgleich

Nach dem Wechsel entfachte Hansa mehr Druck und kam zu zahlreichen Möglichkeiten. In der 59. Minute entschärfte Matthias Hain einen kapitalen Schuss aus 25 Metern von Kevin Schöneberg. Die beste Chance zur Führung verpasste Pannewitz (72.), als er den Kopfball aus drei Metern nicht richtig traf. Auf der Gegenseite sorgten die Gäste innerhalb von sechs Minuten für die Entscheidung.

Nach den schweren Ausschreitungen im September 2008 in Rostock und im März dieses Jahres in Hamburg war die Polizei mit einem Großaufgebot von mehreren Hundertschaften im Einsatz. Dazu kamen noch 520 Sicherheitskräfte im Stadion. Die 1400 mit zwei Sonderzügen anreisenden St.-Pauli-Anhänger wurden am Bahnhof von der Bundespolizei in Empfang genommen und zum Stadion geleitet. Dabei wurden mehrere Feuerwerkskörper gezündet.

Nach dem Spiel ist es zu Auseinandersetzungen zwischen randalierenden Fußballfans und der Polizei gekommen. Als Fans von Hansa Rostock eine Sperre durchbrechen wollten, setzte die Polizei Wasserwerfer ein. Steine flogen, einige Randalierer wurden in Gewahrsam genommen. Meldungen über Verletzte lagen nicht vor.

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Kommentare 15 - 34 of 34

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  1. So etwas,mein lieber michi.hansa ,nennt man bei uns in­ Deutschland "sich selbst ein Armutszeugnis­ ausstellen".

    Von ConTiki, am Mi 4.Nov. 20:12
  2. Michi, Deine Wortwahl sagt alles. Danke. Bedarf es­ einen besseren Beweis?

    Von Wolfgang, am Di 3.Nov. 23:14
  3. wo waren gestern im stadion rechte Fans!!! St. Pippi­ bringt die Politik mit und nicht wir Rostocker!!!­ Scheiß auf Politik wir hassen euch aus Prinzip!!!­ A.C.A.B. nächstes mal sind es mehr Bullenfotzen die­ sich verletzen!!!

    Von michi.hansa, am Di 3.Nov. 22:27
  4. @ Ronald äh Ronny: TRÄUM WEITER. Jeder weiss was Sache­ ist und schaut weg. Ob Politik, Polizei oder­ Ordnungsdienste. Alles Gutmenschen. Dieses­ rechtsradikale Gesocks in der Zone gehört weggesperrt.­ Dann wären die schönen neuen Stadien in den so­ genannten neuen Bundesländern noch leerer.

    Von Wolfgang, am Di 3.Nov. 20:13
  5. "Der FC St. Pauli distanziert sich hiermit­ ausdrücklich von dieser unsportlichen und durch nichts­ zu rechtfertigenden Aktion", heißt es in dem­ Schreiben an die Rostocker. St.-Pauli-Präsident Corny­ Littmann betonte: "So etwas hat in einem­ Fußballstadion nichts zu suchen. Wir entschuldigen uns­ hiermit beim FC Hansa Rostock und seinen Fans für die­ Unannehmlichkeiten, insbesondere auch bei der durch ein­ Knalltrauma verletzten Ordnerin, der wir schnelle­ Genesung wünschen." Littmann hat am Dienstag­ Kontakt zu seinem Rostocker Amtskollegen Dirk Grabow­ aufgenommen und die weitere Vorgehensweise abgestimmt.­ Die Täter sollen Stadionverbot erhalten. Zudem muss St.­ Pauli mit einer Geldstrafe durch den Deutschen­ Fußball-Bund (DFB) rechnen

    Von Ronny B, am Di 3.Nov. 19:16
  6. @ meyermike85
    Ach ne.
    Bei You Tube ist es aber­ eindeutig zu sehen wie Pauli Fans Flaschen etc. auf­ HAnsa Fans geworfen haben.Desweiteren waren es wohl­ Pauli FAns,die Leuchtraketen etc. nach dem 1. Tor­ gezündet haben.
    Übriegends der Beitrag ist von­ Spiegel-Online vom 03.11.2009
    @ Wolfgang
    Pauli Fans­ haben wohl als erstes provoziert, mit­ Schmähgesängen,Feuerwerkskörper etc. auf dem Weg zum­ Stadion vor dem Spiel.Soviel denn zu den armen­ unschuldigen Wessis

    Von Ronny B, am Di 3.Nov. 18:20
  7. Ronny B?!
    Rocktock fan?

    wo hast du das her das ist­ iwie nicht so wie das war...
    wir waren friedlich im­ gegensatz zu euch!!

    FC. St. Pauli

    Von meyermike85, am Di 3.Nov. 17:55
  8. Nun, es ist doch klar wer hier zuerst provoziert hat:­ Zitat aus einer Zeitung: "Provoziert wurde der FC­ St. Pauli von den Rostockern reichlich. Die­ Beschimpfungen und Beleidigungen, die aus den­ Hansa-Fanblöcken via Transparenten und Sprechchören­ abgesendet wurden, waren gewaltig. Von "Asoziale­ Wessis" bis hin zu Parolen, die immer weiter unter­ die Gürtellinie abrutschten, bedienten sich die­ Rostocker des gesamten Pöbel-Repertoires. Zu allem­ Überfluss wurde dann auch noch eine aufgeblasene­ Gummipuppe, eingehüllt in eine St.-Pauli-Fahne und­ begleitet von lautem Gegröle, über die Brüstung in den­ Stadion-Innenraum hinabgestürzt."

    Wir Wessis­ zahlen für die Idioten mehr als nur den­ Soldidaritätszuschlag. Niemand hat bis zur so genannten­ Wende in irgendwelche Sozial- und Rentenkassen­ eingezahlt... das machen wir verhassten Wessis.
    Gedankt­ wird es uns mit @#$% Gedankengut. Machen wir uns nichts­ vor; 95% der rechtsradikalen Übergriffe sind im Osten­ und da leben 1/4 der Gesamtbevölkerung. Seit­ Hoyerswerda hat sich nichts geändert. Ich war damals in­ Kanada und ich habe mich geschämt Deutscher zu sein.­ Mit diesen asozialen Idioten die gleiche­ Staatsbürgerschaft zu haben. Seitdem erkläre ich im­ Bekannten Ausland, dass wir nach wie vor ein­ gespaltenes Land sind. Da kann die Politik erzählen was­ sie will. Was hat das alles mit Fussball zu tun? Im­ Fussball treten genau diese Verhaltensstrukturen auf.­ Der zeigt der ordinäre Familienvater seine wahre­ Gesinnung. Habe ich in Leipzig, Magdeburg und letztes­ Jahr in Rostock erleben dürfen.

    Von Wolfgang, am Di 3.Nov. 13:45
  9. außerhalb deutschlands regt man sich schon lange nicht­ mehr über bengalische lichter und kanonenschläge auf.­ da gehört so was zur allgemeinen show. spieler tragen­ da auch mal selber ne fackel vom spielfeld. in­ griechenland ging ein torwart erst nach dem dritten­ knaller, der neben ihm losging zum schiri, worauf der­ das spiel für zehn minuten unterbrach.

    Von Michael, am Di 3.Nov. 11:13
  10. Wie die Polizei in Rostock berichtete, war es bereits­­ kurz nach der Ankunft der St. Pauli-Fans gegen 18.15­­ Uhr am Montagabend auf dem Weg zum Stadion zu den­­ ersten Ausschreitungen gekommen. Einige sogenannte­ Fans­ hatten trotz eines Großaufgebots der Polizei mit­ rund­ 1500 Einsatzkräften Flaschen und Feuerwerkskörper­ auf­ Anhänger von Hansa Rostock geworfen.

    Von Ronny B, am Di 3.Nov. 11:00
  11. lieber fan als hooligan oder so, oder!? ... gg

    Von Steve, am Di 3.Nov. 10:57
  12. Hansa Rostock geworfen.Schon nach der Führung der­ Hamburger wurden im St.-Pauli-Block Feuerwerkskörper­ abgebrannt. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer unterbrach­ die Partie für drei Minuten.Doch auch einige Spieler­ verhielten sich nicht eben mustergültig. Deniz Naki­ provozierte Hansa-Fans, als er nach seinem Tor zum 2:0­ mit dem Finger eine Geste des Kehledurchschneidens­ zeigte. Mathias Hain soll auf dem Weg in die Kabine­ eine Tür beschädigt und seine Wut über die­ randalierenden Fans herausgeschrien haben.

    Soviel denn­ zu friedlichen Pauli Fans und Spielern

    Von Ronny B, am Di 3.Nov. 10:56
  13. @wolfgang
    Die so genannte­ Wiedervereinigung war das­ Schlimmste was uns Wessis­ passieren konnte.

    Durch die­ Wiedervereinigung haben wir uns doch nochmal­ Gesundgestoßen, allen Scheiß was wir
    hier nicht mehr­ los wurden ging doch nach drüben und wer hat denn­ gleich nach dem Fall der Mauer
    mit der "Sanierung­ im Osten" begonnen? Westfirmen oder Ostfirmen? Die­ Wirtschaft war hier doch eh am Ende! Zum Glück gibt es­ einen Generationwechsel und diese ganzen sinnlosen­ Debatten haben ein Ende.
    Und Wolfgang Du solltest nicht­ den "Ossis" Schuld für Dein scheiß Leben­ geben, aber auch schön wenn man
    einen Schuldigen findet­ und sich nicht mit einem Selbst befassen muß!
    Mal was­ zum Spiel schön für Pauli, schade für Hansa.

    Von André, am Di 3.Nov. 10:01
  14. @ Wolfgang:
    Zählen zu den "weltoffenen St.­ Pauli-Fans" auch die Autonomen, die sich­ Straßenschlachten liefern und dabei Unbeteiligte und­ Polizisten verletzen???

    Hier gehts nicht um Ossi/Wessi­ sondern um rechts gegen links. Ich habe gegen beide­ Einstellung nichts, solange nicht das Kürzel­ "-radikal" dranhängt, was aber bei den ­ Anhängern der beiden Vereine gehäuft (nicht alle !) der­ Fall ist.

    Von zockizock, am Di 3.Nov. 9:46
  15. wenn sich von 20.000 fans, 1.000 prügeln oder­ randalieren,da kann man wohl kaum von einer minderheit­ sprechen!!!!!!!!
    und ich bleib dabei,es ist doch immer­ wieder der osten,ausnahmen bestätigen die regel

    Von , am Di 3.Nov. 9:43
  16. @wolfgang: weißt du wo dieses jahr die größte­ @#$%-bombenschmiede aufgedeckt wurde? in baden­ würtemberg. mit der sprengkraft aller chemikalien in­ dieser werkstatt hättest du n ganzes haus zerfetzen­ können. also erzähl mir nix von faschos im osten. die­ gibts im westen genauso. da wird bloß immer schön­ drüber hinweggeckuckt. nebenbei: ich bin natürlich­ gegen solche idioten die fußball nicht von prügelei­ unterscheiden können. und gegen solche ewig gestrigen­ wie dich, die immer noch zwischen wessis und ossis­ unterscheiden und noch nicht kapiert haben, dass wir­ EIN land sind.

    Von redorthedarkmajesty, am Di 3.Nov. 9:14
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    assi fans
    pauli wie auch hansa
    ne schande,vorallem wo­ angeblich pauli die besten fans hat?!
    hat man ja­ gesehen,naja von den ossi fans ist man ja nichts­ anderes gewönnt

    Von , am Di 3.Nov. 9:13
  18. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    Marbel. Natürlich war dieses Spiel auch ein Spiel der­ Fans der jeweiliegen Vereine mit einer­ unterschiedlichen Weltanschauung. Dort die weltoffenen­ St. Pauli Fans und auf der anderen Seite die­ Kleingeister und dumpfen Gestalten von Hansa. Wir haben­ in den neuen Bundesländern soviel Gewalt und­ Nazigesocks rumlungern und unsere Politik sieht weg und­ feiert Spastiker wie Helmut Kohl ab.
    Die so genannte­ Wiedervereinigung war das Schlimmste was uns Wessis­ passieren konnte. Nicht nur das unsere ganze Kohle in­ die DDR gegangen ist sondern dass diese Nazis dort­ unser Ansehen in der Welt schaden.
    Hier prallten zwei­ Welten aufeinander wie es nicht unterschiedlicher sein­ kann.

    Von Wolfgang, am Di 3.Nov. 8:34
  19. Hier machen schon wieder einige wenige Ungebildete aus­ einem Fußballspiel ein Politikum. Na ja, wenn sie­ meinen. Ich für meinen Teil sehe es eher so, wie es­ hier im Vorfeld genannt wurde: Nordderby. Nix mit­ Ossi-Wessi-Schei..
    Man hat diesmal den Unterschied­ gesehen zwischen einem Top-Team und einem aus dem­ unteren Drittel. Effektivität zeichnete den FC aus­ Hamburg aus, die Rostocker brauchen noch eine gewisse­ Zeit, bis die ganzen Jungen reif sind, um weiter oben­ mitzuspielen. Schade für Hansa, aber in dieser Saison­ ist ein Platz zwischen 10 und 13 wohl realistisch, die­ St.Paulianer werden meiner Meinung nach bis zum Ende­ ganz oben mitspielen. Ob es zum Aufstieg reicht? Kann­ passieren.

    Von marbel7696, am Di 3.Nov. 8:25
  20. Rechnen können die echt gut ne! lach!

    Von Steve, am Di 3.Nov. 8:03
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