Verband verteidigt Ausgaben im Fall Pechstein

Di 03.Nov. 13:04:22 2009

Berlin (dpa) - Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) hat ihre Ausgaben im Fall Claudia Pechstein erneut verteidigt.

«Die DESG sah ihre Rolle darin, zur umfassenden Aufklärung des Sachverhalts, der sich stellenden medizinischen und rechtlichen Fragen sowie zu einem fairen Verfahren beizutragen», teilte Verbandspräsident Gerd Heinze in einer Presseerklärung mit. Der DESG sei ein «erheblicher Aufwand» entstanden, weil «es sich um medizinisches und juristisches Neuland» handele. Zuvor hatte Heinze bereits bestätigt, dass der Verband etwa 100 000 Euro für Verfahrenskosten in der «Causa Pechstein» ausgegeben hat.

Die wegen auffälliger Blutwerte gesperrte Olympiasiegerin erwartet in dieser Woche ein Urteil durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS. Heinze rechnet mit einem Freispruch für die Athletin. Die DESG sei in dem Verfahren «von Anfang an als dritte Partei beteiligt» gewesen, erklärte der Verbandschef. Im Zuge der Anklage habe der Weltverband ISU auch schwere Vorwürfe gegen die DESG gerichtet. Dagegen habe sich sein Verband verteidigen müssen, betonte Heinze. Auch dafür sei Geld ausgegeben worden. Es habe sich dabei jedoch nicht um Steuermittel gehandelt, versicherte er. Auch an den gesamten Verfahrenskosten von Pechstein habe sich die DESG nicht beteiligt.

 

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