Hohe Achtelfinal-Hürden für deutsches Frauen-Trio

Di 03.Nov. 16:53:35 2009

Düsseldorf (dpa) - Nach dem «Aufwärmprogramm» in der ersten Runde der neuen Champions League muss das deutsche Frauenfußball-Trio im Achtelfinale hohe Hürden überwinden.

Der deutsche Meister 1. FFC Turbine Potsdam hat im Hinspiel Heimrecht gegen den dänischen Titelträger Bröndby IF. Bayern München muss sich beim französischen Vizemeister HSC Montpellier beweisen, und UEFA-Pokalsieger FCR Duisburg hat in Linköpings FC den Vorjahres-Zweiten der schwedischen Meisterschaft in Oberhausen zu Gast. Die Rückspiele finden eine Woche später statt.

«Linköping hat absolut das Potenzial, in diesem Jahr die Champions League zu gewinnen», warnte FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg vor dem «dicken Schwedenhappen». In der aktuellen Saison der «Damallsvenskan» steht das Team von Trainer Magnus Wikman bereits vor dem letzten Spieltag am kommenden Samstag als Meister fest. Zudem gewann Linköping mit einem 2:0-Finalsieg gegen den ehemaligen UEFA- Cup-Sieger Umea IK kürzlich auch den schwedischen Pokal.

Die Partie von Bundesliga-Spitzenreiter Duisburg gegen Linköping wäre auch ein würdiges Champions-League-Finale, doch nur eines der Topteams kann ins Viertelfinale einziehen. «Beide Mannschaften sind auf Augenhöhe. Das wird ein ganz anderes Spiel als in der ersten Runde gegen Witebsk», sagte Voss-Tecklenburg. Vor der Partie im Niederrheinstadion appellierte sie eindringlich an die Fans: «Kommt nach Oberhausen. Wir brauchen euch alle.»

Nicht minder schwierig sind die Aufgaben von München und Potsdam. Turbine machte bereits vor drei Jahren im UEFA-Cup-Viertelfinale unangenehme Bekanntschaft mit Bröndby und schied gegen das dänische Spitzenteam aus. Nun soll die Revanche folgen. «Ich kann mich an die Spiele damals noch gut erinnern», sagte Turbine-Spielführerin Jennifer Zietz. «Das Ausscheiden war sehr schmerzhaft, weil wir 2005 den Europapokal gewonnen hatten und eigentlich Favorit waren.» Allerdings müssen die Potsdamerinnen auf Anja Mittag verzichten. Die 24-jährige Nationalspielerin leidet an einer Muskelverhärtung im rechten Oberschenkel und kann damit im Achtelfinal-Hinspiel gegen die Däninnen nicht auflaufen. «Sie wird frühestens im Rückspiel wieder zur Verfügung stehen», sagte Trainer Bernd Schröder.

Ohne sieben Spielerinnen - darunter Stammtorhüterin Ulrike Schmetz (berufliche Gründe) - flog der FC Bayern nach Marseille und reiste dann mit dem Bus 170 Kilometer nach Montpellier. Im Stadion «La Mosson», wo die deutsche Männer-Nationalelf 1998 zwei WM- Siege gegen Iran (2:0) und Mexiko (2:1) feierte, muss das Team von Günther Wörle beim französischen Pokalsieger und Vizemeister bestehen. Montpellier verfügt vor allem über eine starke Offensive. «Unser Ziel ist, ein Auswärtstor zu erzielen und zu punkten, um für das Rückspiel in einer Woche gewappnet zu sein», sagte Wörle.

 

Kein Yahoo!-Nutzer? Kostenlos .