Berlin (dpa) - Wegen seines Einsatzes gegen Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Rechtsextremismus im Fußball wird DFB-Präsident Theo Zwanziger mit dem Leo-Baeck-Preis geehrt.
Die Auszeichnung des Zentralrats der Juden in Deutschland nimmt der Chef des Deutschen Fußball-Bundes am 04. November in Berlin entgegen. Dem 64- Jährigen sei es «auf überzeugende Art und Weise gelungen, gegen menschenverachtende und menschenfeindliche Verhaltensweisen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Fußballstadien offensiv Position zu beziehen und die Menschen zu ermutigen, sich zu engagieren», begründete der Zentralrat seine Wahl.
Mit dem Leo-Baeck-Preis werden Menschen geehrt, die sich um die jüdische Gemeinschaft verdient gemacht haben und «denen es gelungen ist, aus den dunklen Kapiteln deutscher Geschichte Lehren für die Zukunft zu ziehen», so der Zentralrat. Bei der Verleihung soll auch der bisherige Innen- und seit wenigen Tagen amtierende Finanzminister Wolfgang Schäuble eine Rede halten.
Zu den Preisträgern der seit 1957 verliehenen Auszeichnung gehören die Altbundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Johannes Rau, Altkanzler Helmut Kohl, Verleger Herbert Burda, Schauspielerin Iris Berben und der Schriftsteller Ralph Giordano. Zuletzt wurde der Preis, der an den 1956 gestorbenen Rabbiner Leo Baeck erinnert, 2007 an Bundeskanzlerin Angela Merkel verliehen.
Theo Zwanziger ist der erste Preisträger aus dem Sport. Freiheit, Demokratie, Verantwortung und Menschenwürde seien für den Juristen aus Rheinland-Pfalz «keine Worthülsen oder inhaltslose Schlagworte, sondern Werte, die er vorlebt, und damit sowohl innerhalb des Verbandes als auch für die aktiven Spieler, Trainer, Fans und Fan- Initiativen, Schiedsrichter und alle Freunde des Sports ein Beispiel gibt». Der Zentralrat lobte: «Theo Zwanziger weiß, dass Fußball ebenso wenig im luftleeren Raum stattfindet wie unsere Demokratie.»




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