Eurosport - So 04.Okt. 00:52:00 2009
Köln, München, Köln: Lukas Podolski ist wieder da, wo er hingehört. eurosport.yahoo.de hat den Stürmer beim Gastspiel mit seinem neuen alten Verein 90 Minuten lang beobachtet.
Samstag, 15.10 Uhr. Die Arena in München ist wieder einmal ausverkauft, auch gegen Köln sind 69.000 Zuschauer gekommen. Die Herbstsonne taucht das Stadion in ein famoses Licht, innen wie außen. Irgendwo auf dem leuchtend grünen Rasen steht Lukas Podolski, 24, und macht sich warm. Der Stürmer des 1. FC steht bei seiner Rückkehr besonders im Fokus, auch wenn ihm das nicht passt. In 71 Bundesligaspielen hat Podolski, heute Köln, lediglich 15 Tore für die Bayern geschossen - zu wenig. Er ist mit dem Klub nie so richtig warm geworden, und deswegen nimmt ihm den Abschied auch keiner übel.
Es wird bestimmt kein leichtes Spiel für Podolski, aber man sieht ihm die Anspannung nicht an. Er lächelt sie einfach weg. Er scherzt mit Bayerns Bastian Schweinsteiger während er den Platz betritt, da waren sie wieder: "Poldi & Schweini", und kurz vor dem Anpfiff gibt es Shakehands mit Schiedsrichter Lutz Wagner.
Wo ist nur der "Führungsspieler"?
Es dauert bis zur 6. Minute, ehe Podolski das erste Mal den Ball berührt. Er gewinnt ein Kopfballduell gegen José Ernesto Sosa - das war's erstmal. Kölns Trainer Zvonimir Soldo hält bekanntlich große Stücke auf Podolski, aber viel ist von dem sogenannten "Führungsspieler" (Soldo) nicht zu sehen. Podolskis Radius ist begrenzt, die linke seine bevorzugte Seite. Meistens trabt er in der Nähe der Mittellinie hin und her. Bloß nicht so viel Energie verschwenden, mag er sich wohl denken, das Spiel ist schließlich noch lang.
In der 17. Minute tritt Podolski einen Freistoß mit links von der rechten Seite. Der Ball wird lang und länger, aber er ist zu lang für seinen Mitspieler Youssef Mohamad. Elf Minuten später hilft "Poldi" ausnahmsweise mal hinten aus, da ist er in dem Spiel sonst selten zu sehen, eine Grätsche gegen Andreas Ottl.
Moderner Fußball geht anders
Mit Ottl bekommt er es oft zu tun. Und mit Daniel van Buyten. Was seltsam anmutet: Fast immer, wenn Podolski beim Belgier steht, wird er von seinen Mitspielern hoch angespielt. Wie soll er da an den Ball kommen? Schöne Mitspieler sind das, sie haben anscheinend nicht mitbekommen, dass van Buyten, der Turm in der Bayern-Schlacht, mindestens einen Kopf größer ist als Podolski.
Man wird aber das Gefühl nicht los, dass der Kölner mehr zeigen könnte, wenn er denn wollte. Er verhält sich erstaunlich passiv, wenn ein Gegenspieler in seiner Nähe den Ball führt. Moderner Fußball sieht anders aus. Bezeichnend für die Einfallslosigkeit der gesamten Kölner Mannschaft ist eine Szene kurz vor der Pause. Podolski setzt zu einem 30-Meter-Sprint mit Ball an und kommt an der Mittellinie zum Stehen, weil zwei Gegenspieler ihm den Weg versperren. Und was macht Podolski? Schießt den Ball zurück zu Torwart Faryd Mondragon.
Bayern spielt, Köln mauert
Das gleiche Bild in Hälfte zwei: Bayern macht das Spiel, Köln mauert. Und Podolski will nichts gelingen. In der 53. Minute setzt er zu einem Schuss an, herauskommt aber eher ein Schüsschen, das der liegende FCB-Verteidiger Holger Badstuber magisch anzieht. In der 88. Minute traut sich Podolski noch mal, aufs Tor zu schießen, doch diesmal ist ein Ottl-Bein dazwischen.
In den 35 Minuten zwischen Schuss eins und zwei kommt nicht viel vom Mann mit den weißen Fußballschuhen. Ob er auf dem Platz steht oder nicht, es macht keinen Unterschied. Dabei ist Podolski nach Köln zurückgekehrt, damit er wieder den Unterschied ausmacht. Zugegeben, er hat es gegen Bayern aber auch nicht leicht, als hängende Spitze im einsamen FC-Sturm. Der einzige, der im ab und zu zur Seite steht, ist Manasseh Ishiaku.
Weit und breit kein Mitspieler
Kurz vor Podolskis Auswechslung in der 90. Minute noch so eine Szene, die symptomatisch für das Spiel ist, wieder ist Mondragon beteiligt. Der Keeper schlägt weit ab und der Ball landet bei Podolski. Der setzt sich auf der linken Seite durch, es ist Platz. Jetzt müsste eine Flanke kommen und sie kommt. Sie kommt gut und scharf in die Mitte, aber da steht weit und breit kein Mitspieler.
Dann hat Soldo genug gesehen und wechselt Podolski gegen Wilfried Sanou aus, mit der Flanke hat das nichts zu tun. Die beiden klatschen sich ab, die Bayern-Fans pfeifen. Die Pfiffe gelten Lukas Podolski, wem sonst. Während das Abklatschen zwischen ihm und seinen Teamkollegen an der Auswechselbank munter weitergeht, vergibt Ivica Olic aus elf Metern den Siegtreffer. Podolski sieht nicht, was für eine Möglichkeit den Bayern da entgeht, er steht mit dem Rücken zum Spielfeld. Aber das Lachen, man kann es sehen, vergeht ihm nicht. Dann ist das Spiel aus.
TV-Tipp:
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Kommentare 1 - 19 of 19
mit podolski habn die den bock zum gärtner gemacht der soll erst mal fussball spielen lernen,und nicht nur gegen lichtenstein,das kann mein enkel auch und der ist 3jahre alt.wie blöd sind eigendlich die kölner und glauben noch an dem affen,wenn ich schon das doowe gegrinse sehe,dann bin ich schon bedient.ich glaub bald der hat nicht alle sinne beisammen,so kommt der mir vor.wenn der in 3monaten noch nicht eingespielt ist,dann frag ich ,wann dann???der ist nur ne lachnummer.
Wenn jemand meistens noch schlechter ist als Gomez, will das schon was heißen.
Da er bei Köln etwas mehr verdient als bei Bayern, hat er sich gestern auch etwas mehr bewegt als bei Bayern. War wohl seit drei Jahren seine größte Laufleistung in der Allianzarena ... smile! Ja, Köln ist wirklich eine Herzensangelegenheit für ihn. Bin mal gespannt, wo er nächstes Jahr spielt? Nach dem Kölner Abstieg? Drei Millionen festgeschriebene Ablöse ist doch praktisch Discout für einen Stehfussballer! Ja, war ein richtig guter Deal der Kölner! Eben "Topmanager" Michael Meier, man merkt weiter seine Dortmunder Handschrift! Schade das es mit dem anderen falschen Prinz nicht klappte, wäre perfekt gewesen für diesen Karnevalverein! Kölle Alaaf!
Die "Daumnachwehen" zeigen sich immer noch. Man muss endlich in Köln einmal etwas mehr Geduld haben
und/oder wirklich wasserdichte Verträge machen. Manchmal fragt man sich wirklich, wer da im Vorstand wirklich kaufmännische und Fußballinsiderahnung hat. Dies ist alles viel Stückwerk und die Presse lässt auch
keine Ruhe. Der neue Trainer Soldo muss allerdings -ganz langsam- etwas "lebhafter" werden.
Vom Ergebnis her ist das 0:0 in München in Ordnung ! - 10-15 Hinrundenpunkte müssen absolut her !
Erich Richter
Ich finde denen wurden gestern wirklich die Lederhosen ausgezogen. Das sah aus für mich wie beim Crashtest.
Na nee ist klar,.... das die Bayern auf Poldi bei sich jeder bietenden Gelegenheit einkloppen. Einen der wenigen Spieler in der Liga welche hinter einem Verein und hinter einer Stadt stehen und das mit ganzem Herzen.
Woher kommen noch die meisten FCB Fans?,..... ganz sicher nicht aus München, den echte Münchner stehen hinter einem ganz anderem Verein.
soldo ist für mich nicht der richtige trainer. da hilft auch nicht das argument podolski ist nicht eingespielt, denn er ist schon 3 monate bei köln. guckt euch mal robben an, der ist ein monat bei bayern und ist eingespielt, der soldo erreicht ihn nicht. der 4. trainer, der ihn nicht erreicht, aber auch löw und heynkes erreich(t)en ihn.
FUSSBALL - ist ein Mannschaftsspiel.
KÖLN - hat, ohne nach "Gelsenkirchener Art" Schulden zu machen, - wenig Geld.
POLDI - zurückzukaufen, war eine Herzensangelegenheit.
NEUVERPFLICHTUNGEN - liebend gerne hätte Köln einen der angebotenen, ca. 5 Mio. teuren, Spielmacher verpflichtet.
FREIS, MANICHE und SCHORCH - waren sinnvolle und preiswerte Verpflichtungen.
SPIELMACHER - waren preiswert nicht zu bekommen.
PROBLEME - Podolski neu, nicht eingespielt, Maniche neu, Konditionsrückstand, Novakovic, Garant des letzten Jahres, verletzt.
SPIELPLAN - ungerecht schwieriges Startprogramm.
PUNKTE - sammeln, auch mit mauern, einzige Möglichkeit bei diesem Programm.
WINTERPAUSE - hoffentlich mit vielen gehamsterten Punkten und neuem Geld in der Kasse.
NEUVERPFLICHTUNGEN - hoffentlich etwas Glück im Winter.
FAZIT - langsam und mühsam nährt sich der FC.
AUSSICHT - nächste Saison mit 2 neuen Spielern, gereiften Talenten, einem gesunden, auf dem Teppich bleibenden Novakovic und einem zum Führungsspieler gereiften Podolski.
Ich freue mich auf eine solide, entusiastische Zukunft - auf das die ungeduldigen Kritiker verstummen mögen.
Peter aus Bonn
Ist klar, gegen Bayern MUSS man gewinnen als potenzieller Absteiger. Wie bist du denn auf den Müll gekommen ? Ganz Köln freut sich über den Punktgewinn in München und ist stolz auf ihre Mannschaft auch wenn nur die Abwehr überzeugen konnte.
.. Poldis Arbeitstelle mit dieser Leistung ist bei seinem Gehalt schon ein Traumjob ; -- haett` ich auch gerne
Kleiner Scherz, Pascal, aber gut: Klose, Gomez und neuerdings Cacau sieht man derzeit genausowenig -
zumindest auf dem Platz, in Bezug auf das Pressetamtam (siehe hier Eurosport) ist Poldi der Beste, das ist fraglos richtig
poldi ist der beste deutsche stürmer aber die deutschlandfans checken das nicht
Uns sind die Punkte im Moment lieber als die Tore.Aber Willi Sanou war wenigstens beim Tor des Monats dabei.
Wenn Köln sich statt Lukas Podolski einen Stürmer zugelegt hätte würde es um Köln besser stehen.
270 min + ohne tor... Bayern will wol neue rekorde aufstellen IöI
Ganz genau, die Kölner können ja dann ebenfalls nix. Für Köln ist es eigentlich wichtiger, zu gewinnen, sonst steigen die eh wieder ab. Und Poldi geht in Rente.
Tja aber so wies aussieht kann Köln auch keine Tore schießen.
Wir sind die Größten!!!!!!!
Da sind die Opfer aus München ja wieder über ihre Weizenbierbeine gestolpert als das sie das Tor mal treffen.
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