Berlin (dpa) - 340 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking (8. bis 24. August 2008) hat für Schwimm-Weltrekordlerin Britta Steffen mit dem ersten Training nach dem Thailand-Urlaub die Vorbereitung begonnen.
Nach ihrem Weltrekord von 53,30 Sekunden über 100 Meter Freistil bei den Europameisterschaften 2006 in Budapest und WM-Bronze 2007 in dieser Disziplin konzentriert sich die 23-Jährige komplett auf Olympia und hat ihr Studium der Umwelttechnik derzeit auf Eis gelegt.
Nach dem Ende der Langbahn-Saison stehen für Britta Steffen in diesem Jahr noch sportliche Herausforderungen auf der 25-Meter-Bahn auf dem Programm. Am 17. und 18. November findet in ihrer Wahl-Heimat Berlin der Weltpokal statt. Kurz darauf sind die nationalen Kurzbahn- Titelkämpfe in Essen (22. bis 25. November) einzige Qualifikation für die EM im ungarischen Debrecen (13. bis 16. Dezember).
Bei den «China Open» Anfang Februar und der EM in Eindhoven (13. bis 24. März) kehrt die in Schwedt geborene Britta Steffen auf die lange Bahn zurück. Bei den deutschen Meisterschaften in Berlin (15. bis 20. April 2008) geht es für sie um das China-Ticket. Für Britta Steffen wäre es die dritte Olympia-Teilnahme.
Bis zum Beginn der Spiele in Peking hat die Weltrekordlerin aber nicht nur sportliche Ziele. Britta Steffen ist Schirmherrin eines Projekts gegen Kinderarmut, das gemeinsam von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und einem Vertragspartner der Athletin (debitel) vorangetrieben wird. «Inzwischen bin ich meinem Weltrekord doppelt dankbar. Einerseits natürlich, weil sich das jahrelange Training gelohnt hat. Andererseits aber auch, weil ich damit meine Popularität nutzen kann, um anderen zu helfen», sagte die Schwimmerin. Britta Steffen, ihr Sponsor und die DKJS wollen Kindern und Jugendlichen mit dem Programm und einer Spendenaktion eine Chance geben, sich aus dem Teufelskreis von Armut und Ausgrenzung zu befreien.
Seit zwei Jahren hat Britta Steffen ein Patenkind in der Mongolei - ein Engagement, das sie 2005 übernahm, obwohl sie seinerzeit mit monatlich 400 Euro auskommen musste. Ihre jetzige Schirmherrschaft steht unter dem Schlagwort «Lichtpunkte» und zielt auf zivilgesellschaftliches Engagement gegen Armut bei Kindern. Britta Steffen: «Ich finde es sehr traurig, dass viele Familien nicht einmal das Geld haben, um mit ihren Kindern häufiger ein Schwimmbad zu besuchen.»


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