Tour de France - Die deutschen Tour-Hoffnungen, Teil II

Eurosport - Fr 03.Jul. 09:13:00 2009

Von Andreas Klöden bis Fabian Wegmann - wie stellen Ihnen alle deutschen Rad-Profis bei der diesjährigen Tour de France vor.

CYCLING 2009 Milram FRankfurt Ciolek Wegmann Knees - 0

Andreas Klöden (Astana): Für den 34-jährigen Astana-Profi steht die achte Tour-Teilnahme an. Doch eine Podiums-Platzierung wie 2004 und 2006 wird für den Cottbuser dieses Jahr nicht drin sein. Hinter Tour-Favorit Alberto Contador und den beiden US-Amerikanern Lance Armstrong und Levi Leipheimer dürfte Klöden nur die Nummer vier im Team und damit die Rolle als Edelhelfer bleiben. Sein Freund und ehemaliger Teamkollege Jan Ullrich traut "Klödi" einen Triumph auf der Großen Schleife zu. "Andreas ist der beste deutsche Rundfahrer. Er hat das Zeug zum Toursieg, aber den muss er aufgrund seines Alters in den nächsten beiden Jahren unter Dach und Fach bringen", sagte der Tour-Sieger von 1997 im Interview mit eurosport.yahoo.de.

Christian Knees (Milram): Für den 28-Jährigen ist es der vierte Start in Frankreich. Im vergangenen Jahr war der Milram-Profi auf Rang 26 in der Endabrechung bester Deutscher und feierte sein erfolgreichstes Abschneiden überhaupt. Knees befindet sich in guter Form und ist immer für ein gutes Ergebnis zu haben. Der Bornheimer wird auch bei der "Großen Schleife" sein Glück in der einen oder anderen Ausreißgruppe versuchen, oder als zuverlässiger Helfer seinen Kapitänen Linus Gerdemann und Gerald Ciolek zur Seite stehen.

Sebastian Lang (Silence-Lotto): Lang soll vor allem im Manschaftszeitfahren an der Seite seines Kapitäns Cadel Evans dafür sorgen, dass der Australier nicht zu viel Zeit verliert. Für den 29 Jahre alten Erfurter ist die 5. Teilnahme bei der Frankreich-Rundfahrt. Lang ist nachdem Ausscheiden von Thomas Dekker der wichtigste Helfer für Evans Kampf um den ersehnten Gesamtsieg. Ansonsten wird er auch im Einzelzeitfahren seine Qualitäten in die Waagschale werfen.

Tony Martin (Columbia): Der 24-jährige Youngster im Team Columbia steht vor seiner Tour-Premiere. Der Zeitfahrspezialist kann mit einem zweiten Platz und dem Gewinn des Bergtrikots bei der Tour de Suisse im Vorfeld der Tour aufwarten und ist ein heißer Kandidat für den Kampf gegen die Uhr in Annecy auf der 18. Etappe. Bereits 2008 hat der Erfurter mit einem zweiten Platz im Kampf gegen die Uhr auf der letzten Etappe des Giro bewiesen, dass er auch eine dreiwöchige Rundfahrt gut wegstecken kann.

Grischa Niermann (Rabobank): Der erfahrene Hannoveraner bestreitet seine achte Tour de France. Für eine vordere Platzierung kommt der loyale Helfer Niermann akerdings nicht in Frage. Dennoch genießt der Wasserträger aber das vollste Vertrauen von Rabobank-Kapitän Denis Menchow. Der Routinier ist ein wichtiger Fahrer in der Mission Gelb des Russen.

Jens Voigt (Saxo Bank): Der nimmermüde 37-Jährige nimmt bereits seine zwölfte Tour in Angriff. Für das Team Saxo Bank und dessen Vorgänger CSC war der Berliner immer für einen Platz in einer Ausreißergruppe gut. Die Jagd nach Etappensiegen wird der "Oldie" bei der diesjährigen Auflage der Tour aber zurückschrauben müssen und stattdessen Familie Schleck im Kampf um die Gesamtwertung unterstützen. Voigt ist wenn es darauf ankommt eigentlich immer in Top-Form am Start und wird sich vereinzelt auch Gelegenheit bekommen sich in Fluchtgruppen zu zeigen.

Fabian Wegmann (Milram): Auch in diesem Jahr wird der Freiburger wieder in Ausreißergruppen auf Etappenjagd gehen. Vor allem auf dem Tagesabschnitt in den Vogesen in der Nähe seiner Heimat ist Wegmann vorne zu erwarten. Vielleicht kann sich der deutsche Straßenrad-Meister von 2007 und 2008 seinen Fans auch ein paar Etappen im gepunkteten Trikot des besten Bergfahrers präsentieren. Mit 29 Jahren ist der Milram-Fahrer das sechste Mal bei der Tour dabei.

TV-Tipp:

Der Kampf ums Gelbe Trikot täglich Live: Verfolgen Sie die Tour de France hautnah mit allen 21 Etappen von Monaco nach Paris, über Pyrenäen und Alpen, durch Regen und Hitze in unseren ausführlichen TV-Übertragungen, mit dem Eurosport Player oder im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de!

Jonathan Schwarz / Andreas Schulz / Eurosport

Kommentare 1 - 3 of 3

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  1. Ist doch wohl klar, es heißt ja auch:­ de.eurosport.yahoo, oder nicht!? Die Präferenz immer­ vorneweg. Eurosport heißt einfach nur Sport aus Europa­ in Deutschland - für jede Deutung offen. Nach Logik der­ anderen müßte man dann ja auch in anderen Sprachen­ sprechen........, um europäisch zu sein. Also, Leute,­ ruhig Blut, wer die Tour gewinnt, weiß man­ bekanntermaßen am letzten Tag und nach Auswertung der­ Dopingproben.
    Viel Spaß.

    Von nico17las, am Do 2.Jul. 18:35
  2. Die deutschen Asse machen mir jedes Jahr viel Freude.­ Wo ist denn der Schumacher? Der war doch letztes Jahr­ so gut im Zeitfahren! Oder der Ulrich? Der hat doch da­ auch schon mal gewonnen. Der Patrick Sinkewitz wäre­ doch sicher auch noch ein Kandidat.....

    Naja, die die­ sich noch freuen können sollen sich freuen.

    Von chiggifan, am Do 2.Jul. 18:11
  3. stimmt - ist schon komisch, weil es ja auch noch­ EUROSPORT heisst. ich dachte, es sollte hier eine­ giwisse affiniät zu europa hergestellt werden, naja wer­ weiss!?!

    Von bock.roger, am Do 2.Jul. 15:54
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