Tour de France - Der Kampf ums Bergtrikot

Eurosport - Do 03.Jul. 09:38:00 2008

In der ältesten Spezialwertung der Tour de France wird es auch bei der 95. Auflage wieder einen packenden Kampf um das Bergtrikot geben. Neben Vorjahressieger Juan Mauricio Soler gibt es einige Mitfavoriten - eurosport.yahoo.de präsentiert ihnen die heißesten Anwärter auf das Gepunktete Trikot.

CYCLING 2007 Tour de France Gerard Soler - 0

Seit 1933 kämpfen die besten Kletterer auf der "Großen Schleife" um wichtige Zähler. Jan Ullrich konnte sich als einziger deutscher Fahrer in den Jahren 1997 und 2001 den zweiten Platz im Klassement der Bergkönige sichern - aufs Podium in Paris hat es ein Deutscher jedoch noch nie geschafft. Doch dieses Jahr könnte der Misere ein Ende gesetzt werden - mit Fabian Wegmann liegt ein heißes Eisen im Feuer.

Fabian Wegmann: Nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung bei den Deutschen Meisterschaften dürfte der Gerolsteiner-Profi mit strotzendem Selbstvertrauen seine fünfte Tour in Angriff nehmen. Der 28-Jährige ist kein typischer Bergspezialist, dennoch könnte er aufgrund seiner Ausreißerqualitäten eine wichtige Rolle im Kampf um das Bergtrikot spielen. Wenn sich die Favoriten im Hochgebirge gegenseitig die Punkte wegnehmen, könnte der Sieger des GP Miguel Indurain der "lachende Dritte" sein. Auf den "welligen" Etappen gilt es für den Blondschopf viele Zähler im Kampf um das Bergtrikot zu sammeln - vielleicht reicht es ja für den ganz großen Coup.

Juan Mauricio Soler: Der Vorjahressieger kam bei der 94. Auflage der Tour wie "Phönix aus der Asche" und sicherte sich bei seinem Debüt direkt den Titel des besten Kletterers. Spätestens seit dem phänomenalen Ritt hinauf zum Col du Galibier, wo der Kolumbianer die Bestzeit von Marco Pantani deutlich unterbieten konnte, musste sich der 25-Jährige immer wieder mit Dopingvorwürfen auseinandersetzen. In der bisherigen Saison ist der schüchterne Südamerikaner mit den dürren Beinen noch nicht besonders in Erscheinung getreten - beim Frühjahrsklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich landete Soler auf dem 21. Rang, den Giro musste er nach einem Sturz auf der 11. Etappe verletzungsbedingt abbrechen. Es wäre jedoch zu früh, die Rechnung nicht ohne den Barloworld-Kapitän zu machen.

Frank und Andy Schleck: Besonderes Augenmerk gilt zudem den beiden Schleck-Brüdern Frank und Andy, die erstmals gemeinsam bei der Tour an den Start gehen. Für den 28-jährigen Frank ist es bereits die dritte Teilnahme beim prestigeträchtigsten Radrennen - 2006 konnte sich der Luxemburger bei seinem Debüt in die Geschichtsbücher von Alpe d'Huez eintragen und wurde im Klassement der besten Kletterer Fünfter. Mit dem zweiten Platz beim Amstel Gold Race und dem dritten Rang bei Lüttich-Bastogne-Lüttich präsentierte sich Frank bei den Frühjahrsklassikern bereits in absoluter Top-Form.

Auch der 23-jährige Andy hat sich in der laufenden Saison bereits in Höchstform präsentiert. Bei Lüttich-Bastogne-Lüttich landete er nur einen Platz hinter seinem älteren Bruder Frank - zwei Wochen vor seiner Tour-Premiere sicherte sich der CSC-Fahrer den sechsten Platz bei der Tour de Suisse.

David De la Fuente: 2006 sicherte sich der Saunier-Duval-Fahrer nicht nur die Auszeichnung als kämpferischster Fahrer, sondern konnte sich auch das Gepunktete Trikot für sechs Tage überstreifen. Im vergangenen Jahr konnte der Spanier jedoch nicht ganz an die Leistung aus dem Vorjahr anknüpfen und landete im Klassement der besten Kletterer lediglich auf Rang zwölf. In dieser Saison hat De la Fuente noch keine besonderen Ergebnisse vorzuweisen, sein sportlicher Leiter Joxean Fernandez Matxin ist sich jedoch sicher: "Zweifellos ist De la Fuente der physisch stärkste Fahrer im Team. Er hat ein riesiges Potential."

David Schaub / Eurosport

Kommentare 1 - 6 of 6

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  1. den letzen drei beiträgen kann i nur zustimmen was die ertsen beiden angeht so kann i nur sagen
    setz euch vorn fernseher guckt fussball u lasst uns radsportfans in ruhe

    Von eurosportfan, am Do 3.Jul. 23:12
  2. Ich denke auch, es schreit zum Himmel: Es gibt eine Liste mit 150 Dopern, und nur zwei Rennradfahrer werden genannt und fertig gemacht; was aber unterscheidet sie von dem Rest auf der Liste? Wenn unsere Medien so toll sind, warum wurden dann nicht alle 150 Namen sofort veröffentlicht?

    Von nasalars, am Do 3.Jul. 3:55
  3. Dem geschriebenen von Volker Armin kann ich nur noch hinzufügen, das es bei der Operation Fuentes auch Bludproben von Fußbalspielern gab.
    Vorallem von spanichen spielern der Vereine Barcelona und Real Madrid.
    Ein Beweiß für das schärfere hinsehen beim Radrennen, ist auch der gebrauch von Kokain. Renradfahrer die diese Droge nehmen werden beschimpft, ein Adrian Mutu wurde getadelt und bekommt danach einen Millionen Vertrag bei Florenz. Und Rio Ferdinald wurde ( im vergleich zu einen Radfahrer )kurz gespert und jetzt ist er ein Held.
    Mann könnte noch hinzufügen das es anscheinend bei Radprofis nicht ständig Skandale um vergewaltigungen gibt. Beim Fußball scheint das anders zu sein, oder?

    Von finndymo, am Mi 2.Jul. 23:30
  4. na ihr seid ja ganz schlaue. Vielleicht solltet ihr euch mal Gedanken darüber machen, daß bei einer Rundfahrt wie Tdf oder Giro mehr getestet wird, als im Fußball im ganzen Jahr. Vielleicht erinnern sich die Herren auch an den dicken Dopingskandal im italienischen Fußball von vor ein paar Jahren. Oder denken an die vielen Leichtahtleten, die gerade Medaillien zurückgeben müssen. Vielleicht denkt man auch mal daran, wie jeden Winter Biathleten und Langläufer erwischt werden - trotz laxer Tests.

    Im Radsport wird nicht mehr gedopt als anderswo. Es wird nur stärker hingesehen und mehr rumgeschriehen. Schon um von den Problemen anderswo abzulenken.

    Man sehe sich nur mal die Schwimmer an. Vor allem ein Phelps - das soll ohne Doping gekommen sein? Macht euch nicht lächerlich. Lächerlich macht sich das ZDF, mit seinem ständigen auf-den-Radsport einprügeln und auf allen anderen Augen blind sein.

    Von Volker Armin H, am Mi 2.Jul. 23:06
  5. Radsport ist ja so langweilig geworden. Entweder du frisst Pillen oder du fährst nicht mit.
    Da ist ein Zauberer schon besser, da weisst du wenigstens das der dich beschummelt.

    Also mein Rennrad staubt im Keller vor sich hin. Ich hab da echt kein Bock mehr drauf.

    Von Norbert B, am Mi 2.Jul. 20:14
  6. Und wer von denen frisst jetzt keine Pillen oder läßt sein Blut durch die Zitronenpresse laufen?

    Wer mitbekommen hat, wie Jörg Jacksche als Nestbeschmutzer geschnitten und mit heimlichem Berufsverbot belegt wird, der sollte vor allem dem tumben Präsidenten des BDR, Herrn gescheitertem Ex-Politiker Scharping zurufen:

    SCHAUS DIR ALLEINE AN, SCHAAAAAAAAARPING!

    Von Heiko K, am Mi 2.Jul. 16:02
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