Bundesliga - VfB Stuttgart zerlegt Eintracht Frankfurt

Eurosport - Sa 03.Mai. 17:56:00 2008

Nach nur 18 Minuten war die Partie zwischen dem VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt entschieden. Bereits mit 3:0 führten die Schwaben zu diesem Zeitpunkt. Nach 90 Minuten stand ein 4:1 auf der Anzeigetafel. Torschützen waren Bastürk (3./18.), Gomez (7.) und Cacau (47.) sowie Amanatidis (62.).

FOOTBALL 2007-2008 Bundesliga Stuttgart-Frankfurt Bastürk Da Silva Cacau - 0

Stuttgart bleibt nach dem Sieg mittendrin im Kampf um die Uefa-Cup-Plätze. 51 Punkte stehen auf dem VfB-Konto ebenso viele wie bei Hauptkonkurrent Hamburger SV. Frankfurt hingegen bestätigte den Abwärtstrend der letzten Wochen und steht nun auf Rang neun.

"Wir sind kalt erwischt worden und dadurch hat sich der VfB in einen Rausch spielen können. Die Niederlage ist auch in der Höhe verdient", suchte Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel nicht nach Ausreden, "ich bin natürlich über das Auftreten der Mannschaft enttäuscht."

"So eine indiskutable Halbzeit ist mir in der bisherigen Karriere noch kaum passiert", konnte Eintracht-Kapitän Ioannis Amanatidis die Leistung seiner Teamkollegen nach dem Spiel noch gar nicht fassen.

1. Halbzeit:

Die Mannschaft von Trainer Armin Veh startete furios: Bereits nach drei Minuten erzielte Yildiray Bastürk aus 18 Metern den ersten Treffer nach einem Abwehrschnitzer von Sotirios Kyrgiakos. Nur vier Minuten später setzte Mario Gomez noch eins obendrauf und versenkte 18 Meter vor dem Tor zentral stehend das Leder nach einer verunglückten Rettungsaktion von Benjamin Köhler zum 2:0.

In der 10. Minute hätte Cacau das Debakel perfekt machen können, aber der Stürmer setzte einen Kopfball aus sechs Metern nur an den linken Pfosten. Bastürk hingegen machte es in der 18. Minute besser. Nach Vorarbeit von Gomez umkurvte der Türke Eintracht-Keeper Markus Pröll und schob den Ball in das leere Tor.

Danach drosselte der VfB etwas das Tempo und ließ Frankfurt Luft zum Atmen. Ab der 30. Minute aber zog Stuttgart wieder an und kam zu erstklassigen Möglichkeiten. Roberto Hilbert hatte davon drei Stück (30./35./37.), aber nur in der 35. Minute zappelte der Ball im Eintracht-Tor. Schiedsrichter Markus Merk entschied jedoch zuvor auf Handspiel und gab den Treffer zu Recht nicht.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff bewahrte Pröll seine Mannschaft vor einem noch größeren Rückstand, als er einen Kopfball von Gomez aus fünf Metern mit einem starken Reflex abwehrte (45.).

2. Halbzeit:

Die zweiten 45 Minuten begannen wie die ersten: mit einem Tor. Dieses Mal dauerte es sogar nur zwei Minuten, ehe Cacau einen Schuss aus 24 Metern mit rechts im Kreuzeck versenkte (47.). Gomez hätte später zweimal nachlegen können, aber beide Male verzog der Goalgetter alleinstehend vor Pröll um wenige Meter (50./57.).

Lediglich Ergebniskosmetik betrieb Amanatidis in der 62. Minute, als der Grieche nach einem doppelten Doppelpass mit Michael Fink aus 13 Metern den herausstürzenden Schlussmann Raphael Schäfer überlupfte und das 1:4 aus Frankfurter Sicht erzielte.

In der 73. Minute hatte Köhler sogar noch die Chance weiter zu verkürzen, aber Schäfer parierte seinen Kopfball aus 14 Metern. Die restlichen 17 Minuten ging es für die Spieler nur mehr darum, verletzungsfrei das Spiel zu beenden.

Spieler des Spiels: Yildiray Bastürk

Der quirlige Regisseur brachte nach nur drei Minuten seine Mannschaft mit einem Schuss aus 18 Metern auf die Siegstraße. Seine Leistung krönte er durch einen wunderschönen Treffer in der 18. Minute.

Christian Steiler / Eurosport