Eurosport - Sa 03.Mai. 19:30:00 2008
Mit einem 3:1 gegen den Karlsruher SC sorgte Hertha BSC Berlin dafür, nicht mehr in den Abstiegskampf zu rutschen. Vor 49.595 Zuschauern schossen Gojko Kacar (25.), Marko Pantelic (31.) und Rudolf Skacel (87.) die Tore für die Hausherren. Edmond Kapllani hatte zwischenzeitlich für das 2:1 gesorgt.
Der deutliche 3:1-Erfolg entsprach nur bedingt dem Spielverlauf. Über weite Strecken schafften es die Berliner nicht, gegen die flüssig kombinierenden Karlsruher sich ein Übergewicht zu verschaffen. Allerdings verpasste der KSC nach dem schnellen Anschlusstor in der zweiten Halbzeit, aus den Chancen Kapital zu schlagen. "Wir haben den Ball gut laufen lassen, waren aber nicht bissig genug, was die Defensive anging.", fasste KSC-Coach Edmund Becker die Schwächen seiner Mannschaft zusammen. "Sicher, der Gegner hatte mehr Chancen als Hertha und war auch spielerisch besser, aber gewonnen haben wir. Und allein das zählt im Fußball", lautete das treffenden Fazit von Hertha-Trainer Lucien Favre.
1. Halbzeit
Beide Teams benötigten einige Zeit, um in die Partie zu finden. Dem KSC gelang es als erstes, gefährlich vor dem Tor der Hauptstädter aufzutauchen. Ein Doppelpass zwischen Tamas Hajnal und Alexander Iashvili und ein Schuss ans Außennetz von Sebastian Freis unterstrichen die Angriffslust des besten Aufsteigers.
Doch in der 25. Minute brachte ein Patzer von Markus Miller die Karlsruher in Rückstand. Der Torhüter war aus seinem Kasten gelaufen, verlor aber den Zweikampf gegen den heranstürmenden Kacar. Der konnte den Ball in das leere Tor der Gäste schieben.
Nur sechs Minuten später erhöhten die Gastgeber auf 2:0. Ein ungenaues Abspiel von Hajnal brachte den Berlinern einen schnellen Konter in Überzahl. Nach einem sehenswerten Doppelpass mit Patrick Ebert traf Pantelic, der nach acht Spielen Pause wieder von Beginn an dabei war, aus kürzester Distanz zur 2:0-Führung. Mit diesem Stand ging es auch in die Halbzeit.
2. Halbzeit
Nach der Pause nahmen die Karlsruher die Partie in die Hand. Im Anschluss an einige schöne Offensivszenen gelang Kapllani in der 53. Minute der Anschlusstreffer der Gäste. Der Stürmer verwandelte eine Flanke von Iashvili mustergültig zum verdienten 2:1.
In den folgenden zwanzig Minuten drängten die Karlsruher auf den Ausgleich. Hajnal (56.) und Kapllani (61.) vergaben gute Chancen zum 2:2.
Berlin fand erst nach der 70. Minute wieder richtig in die Partie. Ein von Skacel getretener Freistoß ging knapp neben das Tor (71.) und auch der Schuss nach einer tollen Einzelaktion von Kacar (76.) fand nicht den Weg in den Kasten von Keeper Miller.
Erst in der 87. Minute gelang dem Gastgebern mit dem 3:1 die Entscheidung. Ein Schuss von Raffael prallte an den Pfosten, Skacel verwandelte den Abpraller zum Endstand.
Spieler der Partie: Tamas Hajnal
Der Mittelfeldspieler arbeitete viel und hatte ein sehr hohes Laufpensum. Durch schöne Flanken und Zuspiele brachte er seine Mitspieler immer wieder vor dem Tor der Berliner in Aktion.
Anne Janssen / Eurosport