dpa

Zuversicht in Duisburg und Cottbus

Do 03 Apr, 13:14 Uhr


Düsseldorf (dpa) - Es ist nicht mehr Not gegen Elend, sondern ein Abstiegsduell zweier Clubs, denen die Konkurrenz mittlerweile Respekt zollt. Für den MSV Duisburg und Energie Cottbus haben sich die Vorzeichen verändert:

In der Rückrundentabelle der Fußball-Bundesliga ist der MSV besser als Werder Bremen, Cottbus lediglich zwei Tore schlechter als die Hanseaten. Zudem sind die «Zebras» nach dem 2:1 in Bremen und dem 1:1 gegen Hannover zweimal hintereinander ungeschlagen, die Lausitzer reisen mit der Empfehlung zweier Heimsiege (2:0 gegen Bayern München, 2:1 gegen Hertha BSC) an.

Doch in der Addition bleibt die Auftaktpartie des 27. Erstliga-Spieltags eine Auseinandersetzung des Zitterns. Nur mit dem dritten Saison-Heimsieg würde der Tabellen-16. Duisburg (22 Punkte) den Abstiegsplatz verlassen und die einen Rang besseren Lausitzer (23 Punkte) überholen. Die Handicaps beider Zweitliga-Kandidaten sind offensichtlich: Der MSV ist mit nur neun Zählern schwächste Heim-Elf, Cottbus wartet seit dem 7. April 2007 (3:1 bei Eintracht Frankfurt) auf einen Auswärtserfolg.

«Für uns ist jedes Auswärtsspiel noch schwieriger als die Partien auf eigenem Platz», schilderte Energie-Chefcoach Bojan Prasnikar das akuteste Problem seiner Elf. Doch auch mit einem Remis wäre der Slowene zufrieden: «Wenn wir unentschieden spielen, verliert Duisburg zwei Punkte.» Doch Prasnikar-Widerpart Rudi Bommer will sich «die hervorragende Grundstimmung in meiner Mannschaft» nicht verderben lassen.

Der MSV-Trainer machte vor der richtungweisenden Partie ein stark ausgeprägtes Selbstbewusstsein und einen hohen Motivationsgrad aus. Er müsse seine Jungs eher bremsen als animieren, meinte Bommer. Der 50-Jährige kann den zuletzt an einer Grippe erkrankten Ivica Grlic einsetzen, bei dem sich der Verdacht auf eine Meniskusverletzung aus dem Bremen-Spiel nicht bestätigte. Bei Cottbus fällt Innenverteidiger Igor Mitreski (Muskelverletzung) aus und wird durch Ivan Radeljic ersetzt.

Auf eine MSV-Spezialität stellt sich Cottbus besonders ein: die Standards. Beim 2:1-Hinspielsieg erzielten Grlic und Björn Schlicke die Duisburger Tore durch Freistöße, und auch beim 2:1 am vergangenen Samstag in Bremen traf Kapitän Grlic auf diese Weise zum 1:0. «Da müssen wir aufpassen», warnte Prasnikar. Dass auch der Slowene über gefährliche Experten verfügt, bewies Cottbus beim Erfolg über Hertha: Ervin Skela war gegen die Berliner mit einem herrlichen Freistoßtor zum 1:1 und einem Elfmeter zum 2:1 erfolgreich.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

MSV Duisburg: Starke - Lamey, Filipescu, Schlicke, Caceres - Grlic, Bodzek, Tararache - Maicon - Ishiaku, Niculescu

Energie Cottbus: Tremmel - da Silva, Radeljic, Cvitanovic, Ziebig - Bassila - Angelow, Rost - Skela - Rivic, Jelic

Schiedsrichter: Perl (München)