Eurosport - So 03.Jan. 19:42:00 2010
Susanne Riesch hat beim Weltcup-Slalom in Zagreb den zweiten Podestplatz ihrer Karriere eingefahren. Schneller als die Skirennfahrerin aus Partenkirchen waren am Sonntag in der kroatischen Hauptstadt nur die Siegerin Sandrine Aubert aus Frankreich und die Österreicherin Kathrin Zettel.
Neues Jahr, neues Glück - und für die Riesch- Schwestern eine ganz neue Situation. Erstmals in ihrer erfolgreichen Weltcup-Karriere schaute Maria Riesch der jüngeren Schwester bei der Siegerehrung der besten Drei nur zu.
Vor drei Wochen in Are standen die beiden Skirennfahrerinnen aus Partenkirchen noch gemeinsam auf dem Podest, diesmal verpassten sie im kroatischen Zagreb den nächsten "Sister-Act". Susanne Riesch freute sich am Sonntag beim Sieg der Französin Sandrine Aubert über Rang drei und das zweite Podium ihrer Karriere. Weltmeisterin Maria Riesch musste sich mit Rang vier begnügen.
Podest verpasst, aber versöhnlich gestimmt
"Natürlich ist der vierte Platz ein bisschen undankbar und man ist ein bisschen enttäuscht, wenn man das Podest verpasst. Aber im Vergleich zu Lienz waren das Welten wie ich heute gefahren bin", sagte die 25-Jährige und verließ das erste Rennen des Jahres doch versöhnlich gestimmt.
Und die zurück eroberte Führung in der Gesamtwertung von der mit Schmerzen und einer Bandage gehandicapt ausgeschiedenen Lindsey Vonn (USA) war für Zagreb-Vorjahressiegerin Maria Riesch zumindest ein guter Einstand in das Olympia-Jahr. Das alte hatte mit einem Riesenslalom-Aus und Rang 14 im Slalom von Lienz ("Eine Watschn") dagegen denkbar ungünstig aufgehört.
Susi Riesch war vor fünf Tagen auf dem Weg zum Podium kurz vor dem Ziel noch gestürzt; diesmal hielt die 22-Jährige bei der Fahrt aufs Stockerl nichts auf. "Susanne arbeitet sich weiter und weiter vor", lobte Damen-Cheftrainer Mathias Berthold, der glaubt, dass der jüngeren Riesch-Schwester "früher oder später" der erste Sieg glücken wird. Mitfavoriten für den Slalom in Vancouver seien die Zwei allemal. "Beide sind jetzt zweimal auf dem Podium gewesen. Aber es kommt sicher darauf an, wie die nächsten Rennen laufen", sagte Bertholt mit Blick auf die doppelte Riesch-Medaillenchance beim Slalom von Vancouver. Beide haben wie vier Teamkolleginnen das Olympia-Ticket schon in der Tasche.
Susanne bestätigt Trainingseindrücke
Maria Riesch durfte sich in dieser Saison schon mehrfach über gute Leistungen der gereiften Schwester freuen. "Es ist super, dass bei Susanne der Knoten geplatzt ist. Das hat ganz schön lang gedauert", sagte Maria Riesch, die die Führung in der Gesamtwertung an Siegerin Aubert abgeben musste.
Endlich fährt Susanne Riesch so, wie sie es im Training seit langem zeigt. Mit Platz fünf in Levi 2006 schnupperte sie erstmals an der Weltcupspitze, doch danach kamen reihenweise Rückschläge. Die 22-Jährige ist aber jetzt gereift - und strotzt derzeit vor Selbstvertrauen. Auch das Aus in Lienz brachte sie nicht aus der Spur. "Ans Ausscheiden denke ich eigentlich gar nicht mehr", sagte sie und durfte sich über 12.500 Euro Preisgeld freuen.
Sechs Wochen vor den Olympischen Winterspielen holten auch Christina Geiger als 12. und Nina Perner auf Platz 18 Punkte. Katharina Dürr schied im zweiten Lauf aus. Beim mit insgesamt 135.000 Euro höchstdotierten Damen-Rennen im Weltcup hatten sich sechs der elf deutschen Starterinnen schon zur Halbzeit verabschiedet. "Das ärgert mich schon. Nur fünf im zweiten Durchgang ist relativ schwach", sagte Berthold, für dessen Team am Wochenende in Haus im Ennstal die nächsten Speed-Aufgaben anstehen.
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Kommentare 1 - 3 of 3
Na ja, Fehler (auch bei Fotos) kommen überall vor! Aber , und deshalb der Beitrag:
Ein heißer Feger : Susanne! Und sie wird in Zukunft im Slalom die meisten Damen wegfegen!Das wird unser Slalom-@#$%!----- Maria wird da nicht mehr mithalten können; Maria denkt zuviel nach!
ES:
Falls das auf dem Bild Susanne Riesch auf dem Podest sein soll, stelle
ich doch gewisse Veränderungen fest. Was so ein hartes Rennen ausmachen kann...
Gratulation an die deutschen Mädels. Herr Berthold scheint sich
allerdings im Höhenflug zu üben und verliert etwas den Überblick.
Wenn 11 von 30 Starterinnen dann Deutsche sind, wäre das für Herrn
Bertold normal ?! Für mich ist der nicht mehr ganz dicht.
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