Maik Franz: Tor als Balsam für die Seele

Mo 02.Nov. 13:52:53 2009

Frankfurt/Main (dpa) - Erst war Maik Franz nach seinem Eigentor zu Tode betrübt, dann schwebte er auf Wolke sieben: Mit dem Siegtreffer gegen den VfL Bochum feierte der Verteidiger von Eintracht Frankfurt beim verdienten 2:1-Erfolg ein märchenhaftes Happy End.

«Das war eine kuriose Woche, wie ich sie in meiner Karriere nie wieder erleben möchte», gestand der Frankfurter Matchwinner. Vier Tage zuvor bei der 0:4-Pokalpleite gegen den FC Bayern hatte der im Sommer aus Karlsruhe geholte Abwehrrecke eine desolate Vorstellung abgeliefert. Nach dem Eigentor zum 1:1 gegen Bochum fühlte sich der 27-Jährige daher «im falschen Film. Ich dachte, geht denn das schon wieder los.»

Doch mit Willensstärke und Köpfchen zog sich Franz am «eigenen Schopf aus dem Sumpf», wie Michael Skibbe treffend feststellte. Der Coach hatte extra die taktische Formation geändert, um «Franz in der Mannschaft zu halten». Denn nach einigen Anlaufschwierigkeiten ist der 27-Jährige zur festen Größe bei den Frankfurtern avanciert.

«Die Mannschaft und der Trainer haben mir geholfen. Ich bin froh, dass ich wieder etwas zurückgeben konnte», sagte Franz, der erst am 4. Bundesliga-Spieltag aufgrund von Verletzungen und Sperren einiger Teamkollegen in die Stammelf gerückt war. Dort will er sich weiter etablieren. «Jetzt dürfen gerne wieder ganz normale Spiele kommen.»

 

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